Droht den Kanaren eine Ölverschmutzung nach Schiffsuntergang vor Gran Canaria ?


Kapitän der "Oleg Naydenov" beschwert sich über Schifffahrtsbehörde von Las Palmas
Kapitän der "Oleg Naydenov" beschwert sich über Schifffahrtsbehörde von Las Palmas

Las Palmas (KM) 16.04.2015 – Nach dem Untergang des russischen Fischereischiffs Oleg Naydenov, welches mit 1409 Tonnen Treibstoff gestern rund 15 Meilen südöstlich von Maspalomas und nach drei Tagen Brand versunken ist, droht nun den Kanarischen Inseln eine Ölverschmutzung.

Der russische Fischtrawler war am vergangenen Samstag gegen 13.30 Uhr im Hafen von Las Palmas durch einen Kurzschluss im Maschinenraum an einem elektrischen Generator in Brand geraten, und überzog die Stadt Las Palmas mit einer recht dichten Rauchwolke.

Da man diesen Brand im Hafen jedoch nicht löschen konnte, und um eine Verschmutzung in Küstennähe zu vermeiden wurde dieses Schiff dann mit dem Schlepper Punta Salinas ins aufs offene Meer hinausgeschleppt. Die 72 Mann starke Besatzung der Oleg Naydenov wurde in Sicherheit gebracht.

Der spanische Seenotrettungsdienst teilte am Mittwoch auf Twitter mit, dass Piloten eines entsandten Flugzeugs Treibstoffreste des gesunkenen russischen Fischtrawlers Oleg Naydenov in Richtung offenes Meer gesichtet hätten.

Kommt es zu einer Ölverschmutzung vor den Kanaren?

Nach dem Versinken der Oleg Naydenov in einer Tiefe von 2.400 Metern, wurden zum Anfang bereits einige Ölflecken gesichtet welche sich aber nach ersten Angaben des spanischen Seenotrettungsdienstes ins offene Meer bewegen. Das Gebiet einer Ölverschmutzung betrifft eine Fläche von 12 Quadratkilometern. Derzeit befindet sich bereits ein speziell dafür ausgerüstetes Schiff auf dem Weg zu dieser Stelle wo das Schiff gesunken ist um schlimmeres zu verhindern.

Foto: © Salvamento Marítimo