Gegen Legalisierung von Ferienwohnungen


06.08.2014:  Die Komitees der Hotel- und Touristenbranche auf den Kanaren warnt vor der Legalisierung von illegalen Ferienwohnungsvermietungen. Diese Ferienvermieter schaffen keine Arbeitsplätze und entsprechen nicht dem Komfortstandard. Viele von ihnen sind durch die Eigentümerversammlung der Wohneinheiten nicht genehmigt und zahlen auch keine Steuern. Wir sehen darin eine direkte Bedrohung für die Arbeitsplätze in der legalen Tourismusbranche“, machte Marichal, Präsident der Hotelvereinigung, deutlich.

Ähnlich ist die Perspektive der Gewerkschaft CCOO Canarias. „Die Tausende von Betten, die auf diese Weise vermietet werden, sind eine Bedrohung für unsere legalen Arbeitsstellen und könnten einen Preisverfall in der Branche zur Folge haben“, erklärte der Gewerkschaftssprecher. Beide warnten außerdem davor, dass bei einer Legalisierung Wohnungen eigens zum Zweck der Ferienvermietung gebaut werden würden und damit eine zweite Immobilienblase vorprogrammiert sei. Hauptargument beider ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in Hotels und touristischen Anlagen. Allein im Mai ging die Arbeitslosigkeit durch Neueinstellungen in der Gastronomie und Hotellerie um 4,5 Prozent zurück. Das heißt: Es gab 5.000 Verträge mehr, als noch im Vorjahr.