Kanaren / EU soll Aktivitäten von Repsol per Satellitenüberwachung genehmigen


Kanaren / EU soll Aktivitäten von Repsol per Satellitenüberwachung genehmigen
Kanaren / EU soll Aktivitäten von Repsol per Satellitenüberwachung genehmigen

Arrecife 17.12.2014 – Das Cabildo de Lanzarote fordert die Europäische Union auf, der Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (WMSA) zu genehmigen, die Aktivitäten des Ölriesen Repsol vor der Küste von Lanzarote per Satellit zu überwachen. In einer Erklärung des Rates heißt es, Repsol und die Regierung Spanien treiben eine Informationsoffensive auf Basis falscher Daten und ignorieren die Interessen der Kanarischen Inseln.

Bisher wurden von dem Obersten Gerichtshof und des Superior Court of Canary für die Ölbohrungen und evtl. Förderung positiv entschieden, weil die Richter in den vorgelegten Umweltverträglichkeitsstudien der spanischen Regierung und der von Repsol keine Gefahr für die Kanaren ersehen konnten und das gesamte Genehmigungsverfahren mit den Gesetzen konform durchgeführt wurden.

Für das Cabildo de Lanzarote, sowie auch für die Regierung der Kanaren sind die Umweltverträglichkeitsstudien willkürlich und im Sinne der spanischen Regierung erstellt worden. Wir werden den Kampf gegen das Öl niemals aufgeben und alles im Rahmen der Möglichkeiten die Flora, Fauna und die Inseln vor einer möglichen Ölkatastrophe zu schützen.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Paulino Rivero, warnte am Montag in einer Pressekonferenz mit Journalisten aus Madrid, Repsol und dessen Freunde müssen sich warm anziehen. Sollte Repsol seine Aktivitäten nicht einstellen, dann werden wir im Interesse des Kanarischen Volkes härter Kämpfen und auch die letzte Schlacht gewinnen. Auch wird die Bevölkerung nicht untätig zuschauen, sie werden weiterhin in friedlicher Absicht ihren Unmut auf den Straßen und an den Küsten demonstrieren. Weiter betonte er, dass die PP-Regierung in Madrid auf Anraten des Ministers für Industrie, Energie und Tourismus, José Manuel Soria, der nach seiner Meinung nach als gebürtiger Canario ein Verräter ist, willkürlich gehandelt hat.

Paulino Rivero erinnert an die jüngste Rede von Phillip VI, er bekenne sich zum Umweltschutz und befürwortet die Anstrengungen für die Nutzung sauberer Energien. Ein Widerspruch zu dem was die spanische Regierung unter saubere Energieversorgung versteht. Der spanische König gab allerdings zu, dass sein Einfluss zur Ölförderung rund um die Kanaren sehr begrenzt ist.