Kanarische Inseln sicher vor EBOLA?


06.08.2014:  Wie das spanische Rote Kreuz in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde an der Grenze zwischen Sierra Leone und Liberia in Kenema ein stationäres Krankenhaus eingerichtet. Alle Anreisende, die aus den gefährdeten Gebieten kommen, müssen sich dort einer Untersuchung unterziehen. Für das Logistikzentrum ist Enrique Suarez verantwortlich. „Ich habe Angst vor der Ansteckung“, haben aber das maximale an Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sagte er.

Reisewarnung für Ebola-Länder

Es wird wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika “dringend” von Reisen nach Sierra Leone, Liberia und Guinea abgeraten. Außerdem sei es nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten beschränkt werden. Trotz internationaler Bemühungen sei ein Ende der Ausbreitung nicht absehbar. Die Fluglinie British Airways setzte wegen der Ansteckungsgefahr ihre Flüge von und nach Liberia sowie Sierra Leone bis Ende des Monats aus. Sierra Leone ist zusammen mit Guinea und Liberia bisher am stärksten von der Epidemie betroffen.

Was ist EBOLA?

Das Ebolavirus besitzt eine fadenförmige (lateinisch filum ‚Faden‘), manchmal auch bazillusförmige Gestalt. Es kann in seiner Grundstruktur aber auch gelegentlich U-förmig gebogen sein. In seiner Länge variiert es bis zu maximal 14.000 Nanometer (nm; 14 µm/0,014 mm), jedoch beträgt der Durchmesser konstant 80 nm und es gehört damit zusammen mit der Gattung Marburgvirus aus derselben Familie zu den größten bekannten RNA-Viren. Als weitere Besonderheit besitzt dieser Erreger auch die Matrixproteine VP40 und VP24.

Ebolaviren sind fähig, sich in fast allen Zellen des Wirtes zu vermehren. Dabei kommt es aufgrund der schnellen Virensynthese zu einem Viruskristall (Crystalloid), der vom Bereich des Zellkerns nach außen dringt und einzelne Viren nach Lyse der Zelle freilässt. Das Virus hält seine Infektiösität bei Raumtemperatur und hinunter bis 4°C stabil über mehrere Tage aufrecht. Bei -70°C kann es unbegrenzte Zeit überdauern.

Gegen das Ebolavirus steht die Medizin machtlos gegenüber. Noch gibt es kein Gegenmittel, bis dahin werden die Menschen daran sterben.