Nach Ölverschmutzung vor Gran Canaria – Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein


Nach Ölverschmutzung vor Gran Canaria - Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
Nach Ölverschmutzung vor Gran Canaria - Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Las Palmas (KM) 17.04.2015 – Nachdem das russische Fischereischiff Oleg Naydenov welches am vergangenen Samstag, gegen 13.30 Uhr im Hafen von Las Palmas durch einen Kurzschluss im Maschinenraum in Brand geraten war, und am Mittwoch rund 15 Meilen südöstlich von Maspalomas nach drei Tagen Brand mit 1409 Tonnen Treibstoff gesunken ist, hat sich nun die hiesige Staatsanwaltschaft von Las Palmas de Gran Canaria eingeschaltet.

Ein Viertel Treibstoff bereits ausgelaufen

Dichte Rauchwolken haben am Samstag, den 11.04. gegen 13.30 Uhr über Las Palmas gelegen und die Stadt mit einem stinkigen Geruch überzogen als der russische Fischtrawler durch einen Kurzschluss im Maschinenraum angefangen hat zu brennen.

Nach Eingang des Notrufes zu diesem Brand aus dem Schiff in der Hafenbehörde, wurden umgehend Evakuierungsmaßnahmen durch die Guardia Civil und weiterer Rettungskräfte für die 72 Seeleute an Bord veranlasst, und die bereits begonnen Löscharbeiten durch die Besatzung auf dem Trawler, wurden dann von der Feuerwehr von Land sowie auch von einem Löschboot aus übernommen.

Aufgrund des raschen Ausbreitens des Feuers im Hafen von Las Palmas, und um eine Umweltkatastrophe in direkter Küstennähe zu vermeiden, hat man sich dazu entschlossen diesen Fischtrawler später dann mit dem Schlepper Punta Salinas aufs offene Meer hinauszuschleppen wo dieser am Mittwoch nach drei Tagen Brand in einer Tiefe von 2.400 Metern und mit 1409 Tonnen Treibstoff gesunken ist. Nach dem Sinken des Schiffes, teilte der spanische Seenotrettungsdienst am Mittwoch auf Twitter mit, dass Piloten eines entsandten Flugzeugs Treibstoffreste des gesunkenen russischen Fischtrawlers Oleg Naydenov in Richtung offenes Meer gesichtet hätten.

Unechte Karettschildkröte gerettet

Eine Patrouille der Guardia Civil entdeckte am Donnerstag eine Karettschildkröte die völlig mit Öl verschmutzt war und mit dem Leben kämpfte. Das Tier wurde sofort ins Recovery Centre Wild Tafira gebracht wo es den dortigen Tierärzten übergeben worden ist. Der verantwortliche Tierarzt, Pascual Calabuig, von dem Recovery Centre Wild Tafira erklärte gegenüber der Presse, es sei eine echte Katastrophe die sich auf die gesamte Fauna auswirken kann, vor allem wenn die Sturmtaucher mit dem Öl in Verbindung kommen, werden sie unweigerlich sterben.

1. Warnstufe für Umweltkatastrophen ausgerufen

Vorsorglich wurde von den Behörden am Donnerstag die 1. Warnstufe für Umweltkatastrophen ausgerufen. Mehrere Spezialschiffe und Helikopter sind vor Ort um die Lage zu beobachten. Zur Überprüfung des in 2.400 Metern liegenden Wracks der Oleg Naydenov, wurde inzwischen ein Tauchroboter eingesetzt welcher in zwei oder drei Tagen mit den Arbeiten beginnen soll.

Viele Fragen der Staatsanwaltschaft werden jetzt auf die Verantwortlichen in dieser Angelegenheit zukommen.