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Ölbohrungen vor den Kanaren schon ab Oktober möglich

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José Manuel Soria bringt den Streit um das im Meer vor den Kanarischen Inseln vermutete Erdöl auf den Punkt. Es wäre “lächerlich”, wenn Marokko zwischen seiner Küste und denInseln Erdöl finde und Spanien nicht einmal danach suche, sagte der Minister für Industrie, Energie und Tourismus.Die Antwort kam prompt. Der Stadtrat der Inselhauptstadt Arrecife auf Lanzarote erklärte Soria zur unerwünschten Person. Und das, obwohl Minister Soria selbst Kanare ist, er wurde in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Auch die Inselregierung ist gegen Bohrungen, hat geklagt und beim Obersten Gericht verloren. Es darf gebohrt werden.

Probebohrungen werden noch in diesem Jahr beginnen. Das hat Repsol-Chef Antonio Brufau in Las Palmas de Gran Canaria bekannt gegeben. Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals soll ein Bohrschiff der neuesten Generation in 585 Metern Tiefe nach Öl suchen. Die Bohrstelle befindet sich zwischen der marokkanischen Atlantikküste und den Inseln Lanzarote und Fuerteventura. Bis zum nächsten spanischen Badestrand sind es von dort 61 Kilometer.Energieminister Soria, auch für den Tourismus zuständig und wie Rivero auf den Inseln aufgewachsen, hält das für Unfug. Die ganze Debatte auf den Inseln beruhe auf einem “Irrtum”. Denn “keine Regierung hat Suche, Probebohrungen und Forschung weniger als 30 Kilometer vor den Stränden genehmigt.” Genau das aber werde behauptet. “Wenn man auf die Kanaren kommt und das öffentliche Fernsehen guckt, dann sieht man, wie die Sendungen täglich mit dem Bild einer direkt vor dem Strand brennenden Ölplattform beginnen”, sagte Soria. Er genehmige aber nur Arbeiten mit einem Mindestabstand von 50 Kilometern zur Küste.

Die Kanaren haben eine Arbeitslosigkeit von 33 Prozent. Sie könnten zusätzliche Arbeitsplätze brauchen. Die Zahl der neuen Stellen auf den Inseln könnte zwischen 3000 und 5000 liegen, erklärte Konzernchef Brufau dazu. Und die Regierung in Madrid verweist darauf, dass man mit 300 bis 500 Millionen Euro Steuereinnahmen für die Inselkasse rechnen könne  wenn Öl gefördert werden kann.

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