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Oma von Fuerteventura “Josefa Hernandez” aus Haft entlassen

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Josefa Hernandez, welche am Montag die angeordnete Haftstrafe von sechs Monaten im Gefängnis von Tahíche auf der Nachbarinsel Lanzarote angetreten hat und welcher man eine rebellische Haltung vorwarf, wurde am gestrigen Nachmittag aus dem Gefängnis entlassen.

Der Stein des Anstoßes, welcher am Ende in einem Politpoker und einer Solidaritätswelle endete, war Ihr illegal errichtetes Haus auf einem Grundstück im Naturpark von Betancuria, welches einst ihrer Familie gehörte und laut Gerichtsurteil aus dem Jahr 2012 abgerissen werden sollte. Da Josefa diesem Urteil des Gerichtes nicht folgte und ihr illegal errichtetes Haus nicht verlassen und auch nicht abreißen lassen will da dieses Haus nicht nur Josefa, sondern auch der körperlich behinderten Tochter dem langzeitarbeitslosen Sohn sowie den drei Enkelkindern ein Dach über den Kopf bietet, aber stattdessen wegen der starken körperlichen Behinderung der Tochter sogar noch einen kleinen Anbau am Haus bauen lies ordnete man sechs Monate Beugehaft an.

Solidaritätswelle und Unterstützung aus höchster Politebene

Ministerpräsident Mariano Rajoy
Ministerpräsident Mariano Rajoy

Dies löste auf den Kanarischen Inseln eine Welle der Solidarität aus und an einer Petition auf der Webseite change.org zur Begnadigung von Josefa haben sich innerhalb kürzester Zeit 127.914 Unterstützer/innen angeschlossen. Mehrfach machte die 62-Jährige die Behörden darauf aufmerksam, dass die geleisteten Entschädigungszahlungen für dieses Grundstück, welches später zum Naturschutzgebiet wurde, unzureichend waren. Selbst Umweltschützer sahen in dem Bau des Hauses keine Gefahr und sogar das Cabildo unterstützte Josefa bei Renovierungsarbeitern am Hausdach. Am Montag trat Josefa Hernandez nun die Haftstrafe im Gefängnis Tahíche auf der Nachbarinsel Lanzarote an und wurde dabei von Fernsehteams, Rechtsanwalt Andrés Briansó, dem Bürgermeister von Betancuria, Marcelino Sardinien sowie weiteren Politikern, Freunden und Unterstützern begleitet. Ministerpräsident Mariano Rajoy verkündete bereits am Dienstag das am Freitag in der ersten Sitzung nach den Ferien das Kabinett beschließen wird die Frau zu begnadigen. Am Donnerstag hob das Landgericht von Las Palmas de Gran Canaria die Haftstrafe auf und ordnete sofortige Entlassung mit Auflagen an.

Foto: (c) EFE

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