Timeshare wird durch Obersten Gerichtshof zum Umdenken gewungen


Timeshare wird durch Obersten Gerichtshof zum Umdenken gewungen
Timeshare wird durch Obersten Gerichtshof zum Umdenken gewungen

Las Palmas 09.04.2015 – Zahlreiche Timeshareverträge welche mit der Anfianlage in Patalavaca auf Gran Canaria abgeschlossen wurden, könnten laut Urteil des Obersten Gerichts in Madrid für null und nichtig erklärt werden.

Eine Norwegerin hatte gegen die Timeshare Betreiber Anzeige erstattet, weil ihr zwei auf Lebenszeit bestehende Anteile in der Anfianlage im Jahre 2010 verkauft wurden. Nach vergeblichem jahrelangem Rechtsstreit haben zwei spanische Toprichter den Sachverhalt unter die Lupe genommen und setzten eine 12-köpfige Sonderkommission ein, um den Vorfall untersuchen zu lassen.

Die Richter gaben der Norwegerin Recht und stimmten gegen die Anfianlage. Als Grundlage für die Nichtigkeit der Timeshareverträge war das Gesetz 42/98, welches bis 2012 gültig war und erst danach durch eine Anpassung geändert wurde.

Die Verträge, die eine lebenslange Provisionszahlung festschreiben können aufgelöst werden, da der Artikel 3 des geltenden Rechts Timeshare-Anteile auf unbestimmte Zeit nicht abgeschlossen und verkauft werden dürfen. Das Gesetzt schreibt eine Mindestlaufzeit von 3 bis 50 Jahren vor.

Der von der Norwegerin vertretene Anwalt Miguel Rodriguez-Ceballos in Arguineguin hält das Urteil des Obersten Gerichts in Madrid als einen Durchbruch in Sachen Timeshareverträge auf den Kanaren und ein Lichtblick für alle Anteilseigner, die derzeitig an lebenslangen Verträgen gefesselt sind.