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Vor den Kanaren wird ab sofort nach Öl gebohrt

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Ölbohrungen vor den Kanaren
Ölbohrungen vor den Kanaren

Der Vorschlag eines internationalen Konsortiums unter der Führung des spanischen Konzerns Repsol sei befürwortet worden, teilte das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt in Madrid mit.

Die Probe-Bohrungen sollen demnach von einem Schiff aus rund 60 Kilometer vor den Küsten von Fuerteventura und Lanzarote stattfinden. Die Entscheidung des Ministeriums zeige, dass die geplanten Bohraktivitäten „mit dem Umweltschutz vereinbar” seien, sagte ein Repsol-Sprecher. Bei den Bohrungen dürfen aus dem Meeresgrund zunächst nur Proben entnommen werden, die auf mögliche Erdölvorkommen untersucht werden sollen. In keinem Fall dürfe schon Erdöl gefördert werden.

Das Ministerium verlangt außerdem, dass strikte Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt getroffen werden.Umweltschützern gehen diese aber nicht weit genug. Sie kritisieren das Vorhaben als eine „schwere Bedrohung” für die Umwelt und für den Tourismus – die wichtigste Einnahmequelle der Kanaren. Die Inselgruppe (sieben Hauptinseln, gut hundert Kilometer westlich von Marokko) wird jährlich von Millionen Touristen besucht.In einer gemeinsamen Erklärung von mehreren Organisationen – darunter Greenpeace, WWF und Birdlife – wurde die Entscheidung Madrids als „ungerechtf

ertigt” bezeichnet. Auch auf den Kanaren sind Regierung und Parlament strikt gegen das Vorhaben. Die Inselverwaltung von Fuerteventura hatte vor dem Obersten Gerichtshof gegen das Vorhaben geklagt. Nach Informationen des Klägers wird die Entscheidung des Gerichts in den kommenden Wochen erwartet.

Erste Untersuchungen aus dem Jahr 2001 hatten gezeigt, dass es in einiger Entfernung in Richtung Marokko mehrere Ölfelder gibt. Spanien ist bislang fast vollständig auf den Import von Öl angewiesen.

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Quelle: Bild

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