+++ Vor Gran Canaria in Seenot geratener Frachter treibt weiter Richtung El Hierro ab +++


+++ Vor Gran Canaria in Seenot geratener Frachter treibt weiter Richtung El Hierro ab +++

Seit dem vergangenen Wochenende trieb der mit mehr als 40.000 Tonnen Düngemittel auf Ammoniumnitrat-Basis in Seenot geratene Frachter Cheshire vor Gran Canaria – jetzt treibt er Richtung El Hierro ab.

Aktuell befindet sich der unter britischer Flagge fahrende Düngemittelfrachter etwa 90 Meilen südlich von El Hierro. Von der Schiffsbesatzung ist niemand mehr an Bord. Diese kämpften bereits seit dem vergangenen Sonntag gegen Feuer, Rauch und Hitze in den Laderäumen des Frachters.

Aufgrund mehrerer Explosionen sowie der giftigen Dämpfe am Bord wurden alle Crew-Mitglieder am vergangenen Montag durch Rettungsflugzeuge vom Schiff evakuiert. Um die Situation beurteilen zu können, versuchen derzeit Spezialisten aus den Niederlanden und Gibraltar an Bord des Schiffes zu kommen. Dies gestaltet sich aufgrund heftiger Winde und hoher Wellen derzeit recht schwierig. Unterdessen versuchen zwei Schlepper, die Temperatur des Schiffs mit großen Mengen Wasser zu senken. Zum derzeitigen Zeitpunkt geht der Eigentümer des im Jahr 2012 erbauten Frachtschiffs noch davon aus, dass das Schiff nicht sinken wird. Der Frachter war Anfang des Monats in Norwegen mit Ziel Thailand gestartet und wollte am Samstag (13.08) einen Tankstopp im Hafen der Inselhauptstadt Las Palmas einlegen, als er vor der Küste im Süden Gran Canarias in Seenot geriet.