Kanaren: Fast 2700 illegale Einwanderer im Jahr 2019

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Die Kanaren erlebten 2019 einen neuen Migrantenansturm. Insgesamt gelang es in diesem Jahr auf 133 Booten, 2696 illegalen Einwanderern die Küsten der Inseln und somit Europa zu erreichen.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr mit lediglich 1.266 Migranten auf 65 Booten ist dies eine Steigerung von über 100 Prozent. Die meisten dieser Boote kamen gefolgt von Lanzarote, Fuerteventura und Teneriffa wieder auf Gran Canaria an.

Keine Rückführungsabkommen mit Ländern südlich der Sahara.

Die Kanaren verfügen aktuell über zwei Aufnahmeeinrichtungen. Das (CIE) in Hoya Fría auf Teneriffa ist jedoch vollkommen überfüllt und das Zentrum auf Gran Canaria aufgrund von Baumaßnahmen nur teilweise nutzbar.

Da aber lediglich mit Marokko, jedoch nicht mit Ländern südlich der Sahara Rückführungsabkommen existieren, werden die Migranten nach Ablehnung ihres Asylantrags in der Obhut des Roten Kreuzes übergeben.

Deren Mitarbeiter stoßen bei der Unterbringung der Menschen inzwischen jedoch an ihre Grenzen. Bleibt abzuwarten, wie sich das Jahr 2020 entwickelt.

Das letzte Boot mit 14 Insassen erreichte erst in den gestrigen frühen Morgenstunden die Küste von Gran Canaria.

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1 Kommentar

  1. Volker Iffland on

    Hat schon mal jemand über eine deutliche Erhöhung der Haftstrafe bei illegaler Einreise nachgedacht (15-30 Jahre) ?Alternativ mit Haftverkürzung, wenn der Illegale an seiner erfolgreichen Rückreiße mitwirkt ?! Vielleicht würde das dann abschrecken ?!

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