El Hierro beschäftigt sich mit dem VOLCAN-Projekt zur Vulkanrisikobewertung, der gescheiterten Meridiano-Reform und neuen Konsumgutscheinen für den Handel. Die wichtigsten Entwicklungen auf der Insel im Überblick.
VOLCAN-Projekt zur Vulkanrisikobewertung auf El Hierro vorgestellt
Die Inselverwaltung hat das europäische Projekt VOLCAN präsentiert. Die Initiative soll die Bewertung vulkanischer Risiken auf den Kanaren verbessern und richtet sich an Entscheider, Techniker und Verantwortliche der Gebietsverwaltung.
Jesús Pérez, nicht gewählter Umweltbeauftragter der Inselverwaltung, betonte, wissenschaftliche Erkenntnisse müssten verständlich an die Bevölkerung weitergegeben werden. CSIC-Postdoktorandin Marta López Saavedra erklärte, jüngste seismische Aktivität sei in einem aktiven System normal. Ein Beben der Stärke 2,6 nahe La Restinga habe keine unmittelbare Warnlage bedeutet.
AHI lehnt Meridiano-Reform ab und warnt vor Folgen für kleine Unternehmen
Die Agrupación Herreña Independiente hat im Plenum gegen die geplante Satzungsänderung der öffentlichen Firma Meridiano gestimmt. Der Vorstoß der Inselregierung scheiterte, weil die AHI eine deutliche Ausweitung des Aufgabenbereichs befürchtete.
Die Partei erklärte, Meridiano hätte neue Verwaltungsbereiche übernehmen und damit in Konkurrenz zu Selbstständigen sowie kleinen und mittleren Unternehmen treten können. Zugleich verwies die AHI auf gestiegene Defizite und mehr Personal. Sie kritisierte den fehlenden Dialog mit Wirtschaft und Opposition in einer Körperschaft ohne Mehrheitsregierung.
Kanaren-Regierung kündigt 2.952 Bonos Consumo für El Hierro an
Die Regionalregierung hat die zweite Auflage der Bonos Consumo Archipiélago vorgestellt. Auf El Hierro sollen 2.952 Gutscheine den Einkauf im lokalen Handel stützen. Jeder Bono hat einen Wert von 50 Euro, Käufer zahlen 25 Euro.
Geschäfte können sich ab 15. April um 10.00 Uhr registrieren, die Gutscheine sollen ab 28. April verfügbar sein und zwei Monate laufen. Vizepräsident und Wirtschaftsminister Manuel Domínguez sagte, das Programm solle den Konsum ankurbeln. Große Ketten und bestimmte Franchise-Unternehmen bleiben ausgeschlossen.
Papst León XIV erhält Cayuco-Fragment von El Hierro als Symbol
Papst León XIV hat auf einem Flug nach Algerien ein Fragment eines Cayucos erhalten, das an der Küste von La Restinga angekommen war. Eine spanische Journalistin übergab das Stück, um auf die Gefahren der Kanarenroute aufmerksam zu machen, die als tödlichste Migrationsroute gilt.
Das Fragment stammte von einem Boot, das von Senegal nach El Hierro gefahren war. Der Vorgang ereignete sich vor der geplanten Reise des Papstes auf die Kanarischen Inseln am 11. und 12. Juni. Die Inselverwaltung lud ihn offiziell ein, El Hierro zu besuchen. Bislang ist kein Inselbesuch vorgesehen.
Kanaren stellen 7,2 Millionen Euro für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei bereit
Die Regionalregierung hat Hilfen für den primären und industriellen Sektor beschlossen, weil Transport und Rohstoffe wegen des Konflikts im Nahen Osten teurer wurden. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte im Parlament von Kanarien, ein Dekret habe dafür zunächst 3,6 Millionen Euro vorgesehen und lasse Anpassungen zu.
Für Landwirtschaft, Vieh und Fischerei wurden konkrete Budgets und Obergrenzen genannt. Zudem soll der IGIC auf Null für Kraftstoffe und Grundprodukte sinken. Quintero forderte vom Staat weitere Schritte, darunter mehr Mittel für Transport und das spezifische Versorgungsregime REA sowie Sonderregeln für die Lage der Kanarischen Inseln.







