El Hierro hat neue Zonen für erneuerbare Energien ausgewiesen, EU-Agrarhilfen verteilt und die Sanierung des Camino de La Peña vorangetrieben. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Erneuerbare Energien: 740 Hektar als Zonen ausgewiesen
Der kanarische Energieminister Mariano Zapata und Inselpräsident Alpidio Armas haben ein Protokoll für Zonen erneuerbarer Energien auf El Hierro unterzeichnet. Damit wurden 740 Hektar als ZAR festgelegt, davon 561 Hektar als geeignet – rund zwei Prozent der Inselfläche. Zapata betonte, El Hierro bleibe dank Gorona del Viento ein Vorbild, brauche aber weitere Schritte weg von konventioneller Energieerzeugung. Vizeministerin Julieta Schallenberg koordinierte den Prozess. Geschützte Gebiete und wertvolle Agrarflächen blieben ausgenommen.
PEPAC: 32,8 Millionen Euro an EU-Agrarhilfen ausgezahlt
In Valverde hat der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero den Stand der PEPAC-Hilfen für die Kanaren vorgestellt. Beim Überwachungsausschuss, den er gemeinsam mit Inselpräsident Alpidio Armas und Valverdes Bürgermeister Carlos Brito eröffnete, wurden 32,8 Millionen Euro an ausgezahlten Mitteln genannt. Der Gesamtfinanzrahmen lag bei 125,2 Millionen Euro, gebunden waren 52,5 Millionen Euro. Quintero kritisierte Regelungen, die häufig auf große Betriebe zugeschnitten seien, und forderte mehr Flexibilität sowie weniger Bürokratie für kleine Familienbetriebe. Vertreter von EU, Staat und Verbänden planten zudem Projektbesuche auf El Hierro.
Camino de La Peña: Hubschrauber transportiert Material in Steillagen
Die Inselverwaltung hat die Sanierung des Camino de La Peña mit Luftunterstützung fortgesetzt. Ein Hubschrauber brachte am Dienstag Material in das schwer zugängliche Gelände, das mit fast 750 Metern Höhenunterschied und steilen Abschnitten besondere Logistik erfordert. Die Arbeiten laufen in Eigenregie und erstrecken sich von der HI 5 bei Las Puntas in La Frontera bis zur Ermita de la Virgen de La Peña in Valverde. In dieser Bauphase werden mehr als 3,5 Kilometer für 3,5 Millionen Euro erneuert; vorgesehen sind außerdem sechs Brücken und Schutzmaßnahmen gegen Steinschlag.
El Pinar fordert Expertenhilfe gegen Tausendfüßler-Plage an
Bürgermeister Juan Miguel Padrón Brito hat beim Kanarischen Institut für Agrarforschung um technische Beratung gegen eine Tausendfüßler-Plage gebeten. Die Gemeinde El Pinar hatte die wachsende Verbreitung des Arthropoden und die Belastung für Anwohner zuvor an die Regionalbehörde gemeldet. Da geeignete Eindämmungsmethoden bislang fehlen, bat die Verwaltung das Institut um Anleitung für wirksame und nachhaltige Maßnahmen. Jaisan Morales, zuständig für die Entwicklung des Primärsektors, erklärte, El Pinar wolle verantwortungsvoll handeln und umweltfreundliche Lösungen finden.
La Frontera bringt Cinemateca Pedro Zerolo in die Schule
Rocío Armas Morales, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde La Frontera, hat im IES Roques de Salmor zwei Sitzungen der Cinemateca Pedro Zerolo begleitet. Sie betonte, Schulen müssten früh Verständnis für Vielfalt und Respekt fördern, um Vorurteile abzubauen. Die Stiftung Pedro Zerolo setzt das Projekt um und nutzt Filme sowie Diskussionen, um über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu sprechen. Die Initiative richtet sich an Schüler der Sekundarstufe und soll Dialog anstoßen sowie gesellschaftliche Themen über das Medium Kino zugänglich machen.
Valverde wählt Zeichentrickfilme als Karnevalsthema 2027
Bürgermeister Carlos Brito und Festbeauftragte Yaiza Castañeda haben das Ergebnis der Bürgerabstimmung zum Karneval 2027 veröffentlicht. Hunderte Einwohner stimmten über das Motto der kommenden Ausgabe ab. Das Thema "Die Zeichentrickfilme" gewann mit 89 Stimmen und 35,7 Prozent und setzte sich gegen Vorschläge wie "Das Fernsehen", "Berufe und Handwerke", "Die Tierwelt" und "Die Olympiaden" durch. Brito und Castañeda dankten den Teilnehmern und erklärten, Vereine und Gruppen könnten nun früh mit Kostümideen beginnen.
Pilotprojekt Doramas: Schule auf El Hierro dabei
Poli Suárez, Leiter der kanarischen Bildungsbehörde, hat den Start des Pilotprojekts für das Verwaltungssystem Doramas angekündigt. Ab September wird die Software an rund 30 Schulen auf den Kanarischen Inseln getestet; auf El Hierro nimmt ausschließlich das CEIP Valverde teil. Suárez erklärte im Konservatorium in Las Palmas de Gran Canaria, Doramas solle die Verwaltung vereinfachen und den Bürokratieaufwand für Lehrkräfte und Schulleitungen um 50 Prozent senken. Das System basiert auf Andalusiens Plattform Séneca; die Investition beläuft sich auf mehr als zehn Millionen Euro, teils aus EU-Mitteln.






