El Hierro modernisiert die Entsalzungsanlage in La Restinga, bereitet sich auf Calima vor und diskutiert die Zukunft des Meeresreservats Mar de Las Calmas. Weitere Themen: der Neustart des Ananas-Anbaus, inklusiver Sport und die Dachsanierung am IES Garoé.
Entsalzungsanlage La Restinga produziert mehr Wasser und spart Energie
Manuel Miranda hat die Modernisierung von Modul B der Entsalzungsanlage La Restinga übergeben. Der kanarische Minister für Territorialpolitik betonte, Investitionen in Wasserinfrastruktur stärkten die Gleichstellung zwischen den Inseln. Die Generaldirektion für Wasser erneuerte das Modul wegen Verschleiß und gestiegenem Energieverbrauch. Die Gesamtkapazität stieg von rund 2.200 auf etwa 3.000 Kubikmeter pro Tag.
Alpidio Armas, Präsident der Inselverwaltung von El Hierro, lobte das Engagement der Regionalregierung und hofft auf ganzjährige Versorgungssicherheit. Narvay Quintero, kanarischer Landwirtschaftsminister, erklärte, die Arbeiten erleichterten die Versorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft. Die Anlage arbeitet nun mit neuer Umkehrosmose, Hochdrucktechnik, Filtern und Energierückgewinnung. Die Module laufen unabhängig voneinander.
Calima-Vorwarnung für El Hierro – Freitag droht Zunahme
Die Kanaren-Regierung hat eine Vorwarnung wegen Calima ausgerufen. Die Behörden stützten sich auf Angaben der staatlichen Wetteragentur und aktivierten den Notfallplan für meteorologische Risiken. Auf El Hierro sollte das Ereignis zunächst schwächer ausfallen, vor allem unter 300 Metern Höhe. In höheren Lagen konnte der Staub aber spürbar sein.
Ab Donnerstagabend und besonders am Freitag konnte die Calima auf mehreren Inseln zunehmen, am Wochenende drohte eine weitere Verschlechterung. Die Regierung warnte vor schlechterer Sicht und sinkender Luftqualität. Sie riet, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden, Fenster geschlossen zu halten und gefährdete Personen besonders zu schützen.
Meeresreservat Mar de Las Calmas wird 30 Jahre alt – Fischer diskutieren mit
Vertreter von Verwaltungen und Fischereisektor haben über Herausforderungen und Chancen des Meeresreservats Punta de La Restinga–Mar de Las Calmas gesprochen. Die Runde fand zum 30-jährigen Bestehen des Schutzgebiets statt und betonte die Zusammenarbeit zwischen spanischer und kanarischer Regierung sowie der Inselverwaltung. Isabel Artime, spanische Generalsekretärin für Fischerei, nahm ebenso teil wie Narvay Quintero, kanarischer Landwirtschaftsminister, und Alpidio Armas, Präsident des Cabildos von El Hierro.
Diskutiert wurden Thunfischquoten, Regeln und Rechtsrahmen sowie Vermarktung von Fischprodukten auf der Insel. Auch Langleinenfischerei, mögliche Änderungen der Reservatsvorschriften, Schwarzzahnfischerei und der Generationenwechsel standen auf der Agenda. Die Fischereigenossenschaft Nuestra Señora de Los Reyes war mit Vizepatron Jonay Fernández vertreten. Zum Abschluss besichtigten die Teilnehmer das Gebiet auf einem Ministeriumsschiff.
7.000 Ananas-Pflanzen läuten Neustart des Anbaus in La Frontera ein
Die Cooperativa del Campo de Frontera hat die erste Lieferung von 7.000 in vitro gezüchteten Ananas-Pflanzen erhalten. Das Gobierno de Canarias lieferte sie im Rahmen eines Plans zur Wiederbelebung des traditionellen Anbaus auf El Hierro. Narvay Quintero, kanarischer Landwirtschaftsminister, besuchte die Genossenschaft mit den Abgeordneten Raúl Acosta von der Agrupación Herreña Independiente und Juan Manuel Casañas von der Partido Popular sowie mit Landwirtschaftsrat Marcos Casañas.
Sie prüften den Zustand der Pflanzen und informierten sich über die Verteilung an begünstigte Landwirte. Grundlage war ein Kooperationsabkommen zwischen einer Sociedad Agraria de Transformación, der Genossenschaft, der Inselverwaltung, dem Rathaus von La Frontera und der Regionalregierung. Die Beteiligten sahen die Lieferung als Start einer Linie zur Stärkung des Primärsektors und zur Sicherung eines prägenden Symbols der Gemeinde.
La Frontera startet inklusives Padel-Programm für Kinder
Der Stadtrat von La Frontera hat ein angepasstes Padel-Programm für Kinder mit Behinderungen gestartet. Die Gemeinde finanzierte das Projekt über eine direkte Subvention an die gemeinnützige Organisation Play and Train, die seit 2008 im inklusiven Sport arbeitet und Zentren in La Molina in Katalonien sowie auf Fuerteventura betreibt. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas sagte, das Angebot reagiere auf eine Nachfrage von Familien und nutze Sport als Werkzeug für Entwicklung und Integration.
Sportbeauftragter Norberto Betancor erklärte, seine Abteilung wolle körperliche Aktivität für alle zugänglich machen. Das Programm soll gesunde Gewohnheiten fördern und zugleich Räume für Gemeinschaft, Lernen und Überwindung schaffen.
IES Garoé in Valverde erhält neues Dach – 408.740 Euro vergeben
Die Kanaren-Regierung hat die Dachsanierung des Instituts für Sekundarbildung IES Garoé vergeben. Die Investition von 408.740 Euro soll ein seit Jahren bestehendes strukturelles Problem lösen, das sich bei Regen zuletzt verschärft hatte. Undichtigkeiten hatten Feuchtigkeitsschäden verursacht, Klassenräume im Obergeschoss wurden geschlossen und der Schulbetrieb wurde beeinträchtigt.
Die Arbeiten sollen in sechs Monaten abgeschlossen sein und die alte Dachkonstruktion vollständig durch ein neues System ersetzen, das die Abdichtung sicherstellt. Iván G. Carro, Generaldirektor für Infrastruktur und Ausstattung, erklärte, die Maßnahme erfülle eine langjährige Forderung der Schulgemeinschaft und solle die Einschränkungen durch unbenutzbare Räume beenden.








