Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die Aufnahme der Rebsorten Albillo Monte Lentiscal, Verdello de El Hierro, Verijadiego und Vitoriera in das Register der Handelssorten beantragt. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt des weinbaulichen Erbes des Archipels. Besonders der Verdello de El Hierro, eine historische Rebsorte der Insel, soll die Weine von El Hierro weiter differenzieren und fördern.
Worum es geht (TL;DR)
- Vier neue Rebsorten sollen ins Register der Handelssorten aufgenommen werden.
- Das ICIA saniert 22 Sorten und bewertet sie nach Aussterberisiko und Eigenschaften.
- Neue Gewächshäuser in Valle Guerra sollen Mutterpflanzen der sanierten Sorten erhalten.
Die Initiative basiert auf den Sanierungsarbeiten des Kanarischen Instituts für Agrarforschung (ICIA), das Winzern weniger verbreitete Sorten zugänglich machen möchte. Seit 2024 sind bereits Bastardo negro und Baboso negro als eigenständige Kategorien registriert.
Der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero betonte in einer Sitzung des Agrarausschusses am Mittwoch, 3. Dezember, die Bedeutung dieses Schrittes. Die Kanaren verfügten über ein reiches Sortenerbe, das zur Erhaltung und Erweiterung der einzigartigen Eigenschaften der Weinproduktion gefördert werden müsse.
Neue Rebsorten für mehr Biodiversität
Die Registrierung dieser vier Sorten ist Teil des Projekts zur Wiederherstellung der Biodiversität der Gattung Vitis, das das regionale ICIA seit 2023 entwickelt. Dabei werden 22 Sorten nach ihrem Aussterberisiko sowie agronomischen und önologischen Eigenschaften bewertet und in vitro kultiviert.
Parallel dazu führt der Pflanzenschutzdienst der Kanarischen Inseln zusätzliche Sanierungsarbeiten an Sorten durch, die von den Regulierungsräten der Kanaren ausgewählt wurden. Diese werden schrittweise dem Sektor zur Verfügung gestellt und registriert.
Der Agrarforschungsrat hat kürzlich das Projekt zur Stärkung des kanarischen Weinbaus modifiziert. Es umfasst die Vermehrung gesunder Klone, die Untersuchung von Sorten auf resistenten Unterlagen gegen die Reblaus und die Rettung des verfügbaren Rebgermplasmas, das 32 Sorten umfasst.
Diese Arbeiten zielen laut Quintero darauf ab, das genetische Erbe des Archipels zu bewahren und die Widerstandsfähigkeit der Kulturen gegen klimatische und gesundheitliche Bedrohungen zu stärken.
In der Finca Isamar des ICIA in Valle Guerra entstehen zwei neue Gewächshäuser, um die Mutterpflanzen der sanierten Sorten zu erhalten. Zudem werden Boden- und Ökosystemgesundheit in den Pflanzparzellen bewertet.











