Die Federación Canaria de Islas (FECAI) stellt sich hinter den kanarischen Fischereisektor und lehnt die Einführung von industriellem Ringwadenfang und Mastkäfigen für Thunfische ab. Die Entscheidung fiel nach einer Sitzung am 9. Dezember, in der der kürzlich von der ICCAT genehmigte experimentelle Plan analysiert wurde.
Worum es geht (TL;DR)
- FECAI lehnt industriellen Ringwadenfang und Thunfisch-Mastkäfige nach ICCAT-Plan vom 9. Dezember ab.
- Industrieller Fischfang bedroht handwerkliche Flotte und gefährdet geschützte Wale und Delfine.
- FECAI fordert Rücknahme des Plans und Schutz der nachhaltigen kanarischen Fischerei.
Die FECAI teilt die Bedenken des Sektors, die von der Federación Regional de Cofradías de Pescadores de Canarias und den Provinzverbänden von Teneriffa und Las Palmas geäußert wurden. Diese Organisationen erklären, der Plan bringe den lokalen Fischergemeinden keine Vorteile und diene ausschließlich industriellen Interessen, die dem traditionellen Fischereimodell der Kanaren fremd sind.
Industrieller Fischfang bedroht handwerkliche Flotte
Die Organisationen warnen, dass der industrielle Ringwadenfang die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der handwerklichen Flotte bedroht, da diese unter ungleichen Bedingungen in ihren eigenen Fanggebieten konkurrieren muss.
Die insularen Fischergemeinschaften betonen, dass dieses großindustrielle Modell mit der ökologischen, sozialen und kulturellen Realität der Kanaren unvereinbar ist. Die Fischerei auf dem Archipel ist seit Jahrzehnten international anerkannt für ihre selektiven, nachhaltigen und umweltfreundlichen Praktiken.
Die FECAI hebt auch den möglichen Umwelteinfluss hervor, insbesondere auf Wale. In den Gewässern der Kanaren ziehen rote Thunfischschwärme oft in Begleitung großer Delfingruppen, was die Sicherheit dieser geschützten Arten gefährdet und unbeabsichtigte Fänge durch industriellen Ringwadenfang begünstigt.
Sofortige Rücknahme des ICCAT-Plans gefordert
Die FECAI fordert die sofortige Rücknahme des von der ICCAT vorgeschlagenen Plans und den Schutz der kanarischen Gewässer. Zudem plädiert sie dafür, dass die Vertretung des Archipels in internationalen Foren mit aktiver Beteiligung des Fischereisektors und der zuständigen regionalen und insularen Institutionen erfolgt.
Die FECAI bekräftigt ihr Engagement für eine nachhaltige Zukunft der Fischerei auf den Kanaren, die den Schutz der Meeresökosysteme und die Bewahrung des handwerklichen Modells als wesentlichen Bestandteil des kulturellen und sozialen Erbes der Inseln umfasst.











