Der kanarische Landtag hat am Dienstag, 9. Dezember, einstimmig einen Gesetzesvorschlag zur Unterstützung der Ananasproduzenten auf El Hierro verabschiedet. Der herreñische Abgeordnete Raúl Acosta von der Agrupación Herreña Independiente (AHI) hatte die Initiative eingebracht, um die lokale Ananasproduktion vor illegalen Importen aus Drittstaaten zu schützen.
Worum es geht (TL;DR)
- Kanarischer Landtag beschließt einstimmig Schutz der Ananasproduzenten auf El Hierro vor illegalen Importen.
- Ananasproduktion erreicht über 2 Millionen Kilo jährlich und sichert Versorgung der Kanarischen Inseln.
- Gesetzesvorschlag fordert schärfere Kontrollen und Strafen gegen illegale Einfuhr von Pflanzenprodukten.
Acosta erklärte, die Initiative sei Teil einer umfassenden Strategie der AHI in verschiedenen Institutionen. Ähnliche Maßnahmen seien kürzlich auch im Senat durch den herreñischen Senator Javier Armas unterstützt worden. Ziel sei es, dem Unmut der Produzenten über unfaire Konkurrenz zu begegnen, die die wirtschaftliche und soziale Struktur der Insel bedrohe.
Ananasproduktion auf El Hierro unter Druck
Die Ananasproduktion auf El Hierro, vor allem durch die Sociedad Cooperativa del Campo Frontera und die SAT Frutas del Hierro, erreichte in einigen Jahren über 2 Millionen Kilo. Diese Mengen sichern die Versorgung der Kanarischen Inseln und machen El Hierro zu einem wichtigen Anbaugebiet in Europa.
Acosta wies darauf hin, dass illegale Importe aus Südamerika mit nicht in der EU zugelassenen Pestiziden eine untragbare Kostenkonkurrenz für lokale Produzenten darstellten. Er betonte, dass die Problematik nicht nur wirtschaftlicher Natur sei, sondern auch Umwelt- und Gesundheitsrisiken berge. Frühere Plagen hätten das Archipel bereits schwer getroffen.
Der verabschiedete Text fordert die Kanarische Regierung auf, Maßnahmen an die spanische Regierung zu übermitteln. Dazu gehören mögliche Änderungen im Strafgesetzbuch und der Gesetzgebung zur Bekämpfung des Schmuggels, um die illegale Einfuhr von Pflanzenprodukten unter Strafe zu stellen. Weitere Vorschläge umfassen die Stärkung der Kontrollen in Häfen und Flughäfen sowie die Verschärfung administrativer Sanktionen.











