El Hierro beschäftigt sich mit der Migration vor La Restinga, dem geplanten Straßenring und einem Streit um Schulbus-Haltestellen.
Migration vor La Restinga: Gedenken und erneute Rettung
Die Inselverwaltung hat am Donnerstag das erste Jahresgedenken an die Katastrophe vor La Restinga begangen. Bei dem Unglück von 2025 starben sieben Menschen, darunter drei Minderjährige. Das Boot mit rund 160 Menschen aus Guinea Conakry war nach zehn Tagen auf See beim Anlegen gekentert.
Alpidio Armas, Präsident des Cabildo von El Hierro, forderte eine menschliche, koordinierte und wirksame Migrationspolitik der Europäischen Union. Die NGO Caminando Fronteras bezeichnet die Atlantikroute als eine der tödlichsten Migrationsrouten weltweit.
Rettungseinsatz: 55 Menschen südlich von El Hierro geborgen
Die Crew der Salvamar Diphda rettete am Donnerstag 55 Migranten, deren Boot rund sechs Kilometer südlich von La Restinga entdeckt worden war. Nach Angaben der Geretteten waren sie vor fünf Tagen in Nuakchot in Mauretanien aufgebrochen.
Unter den Geretteten befanden sich zehn Frauen und sechs Minderjährige, darunter ein acht Monate altes Baby. Eine Person musste im Hospital Insular Nuestra Señora de los Reyes medizinisch versorgt werden.
Asamblea Herreña fordert Abschluss des Straßenrings auf El Hierro
David Cabrera de León, Sprecher der Asamblea Herreña im Cabildo, hat den Abschluss des Straßenrings auf El Hierro ins Plenum eingebracht. Er verlangte, dass die Inselverwaltung Verhandlungen mit der kanarischen und der spanischen Regierung aufnimmt, damit strategische Projekte für Mobilität und Verkehrssicherheit vorankommen.
Genannt wurden die Verbindung zwischen Valverde und El Pinar über Las Playas, Verbesserungen zwischen El Pinar und La Restinga sowie Arbeiten in Sabinosa und an der Straße zur Playa de La Madera. Auch ein Tunnel zwischen El Verodal und La Dehesa gehörte zu dem Vorstoß.
La Frontera drängt auf sichere Schulbus-Haltestellen
Das Rathaus von La Frontera hat erneut bessere Schulbus-Haltestellen angemahnt. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas erklärte, Kinder und Familien könnten keine Zuständigkeiten unterscheiden, wenn sie ohne Wartehäuschen, Beleuchtung oder Beschilderung auf den Schulbus warteten.
Die Gemeinde verwies darauf, dass neun von elf Haltestellen ohne Wartehäuschen oder Beschilderung an Straßen in insularer Verantwortung liegen. Die Inselrätin für Transport, Davinia Suárez, hatte auf Los Polvillos hingewiesen, während das Cabildo betonte, Schulrouten und Haltestellen fielen in die Zuständigkeit der kanarischen Regierung.
AHI-Abgeordneter Acosta will Cabildos gesetzlich neu zuschneiden
Raúl Acosta von der Agrupación Herreña Independiente (AHI) hat Änderungsanträge zur künftigen Ley de Cabildos eingereicht. Er will die Gesetzgebung an die Realität nicht-kapitaler Inseln anpassen und die Rolle der Inselverwaltungen innerhalb der Autonomen Gemeinschaft stärken.
Acosta schlug vor, Cabildos bei begründetem insularem Interesse auch außerhalb der eigenen Insel tätig werden zu lassen – etwa zur Unterstützung von Studenten oder Patienten auf Teneriffa oder Gran Canaria. Zudem forderte er organisatorische Grenzen für kleinere Gremien mit 17 oder weniger Mitgliedern, um Strukturen und Ausgaben proportional zu halten.
Valverde und La Frontera planen Ferienangebote für 2026
Beide Rathäuser haben Programme für Kinder und Jugendliche für 2026 auf den Weg gebracht. In Valverde genehmigte der Stadtrat einen Vertrag zur Verwaltung städtischer Ferienlager in den Sommer- und Weihnachtsferien. Finanziert wird das Angebot über den Plan Corresponsables der kanarischen Regierung; das Basisbudget beträgt 79.174,51 Euro.
In La Frontera eröffnete das Rathaus am Donnerstag die Anmeldefrist für Sommerkolonien für Drei- bis 14-Jährige. Zur Verfügung stehen 90 Plätze vom 1. Juli bis 31. August. Bürgermeister Pablo Rodríguez Cejas und Sozialrätin Rocío Armas verwiesen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie auf eine Vergabe nach sozialen Kriterien.





