Der Senat hat eine Resolution zur Stärkung des Pflanzenschutzes auf den Kanarischen Inseln gebilligt. Die Initiative von Javier Armas (Agrupación Herreña Independiente, AHI) sieht auch eine Änderung des Strafgesetzbuches vor: Der illegale Import tropischer Früchte soll künftig als Straftat gelten. Die Debatte fand im Ausschuss für Landwirtschaft, Viehzucht und Ernährung statt.
Worum es geht (TL;DR)
- Senat billigt Resolution zur Stärkung des Pflanzenschutzes und Kriminalisierung illegaler Fruchtimporte.
- Verstärkte Kontrollen in Häfen und Flughäfen sowie höhere Strafen sollen lokale Produzenten schützen.
- Preisdifferenz von 2,50 Euro zu 0,40 Euro pro Kilo gefährdet Existenz kanarischer Ananasproduzenten.
Die Partido Popular stimmte zu und schlug vor, die Maßnahmen auf ganz Spanien auszuweiten. Einheitliche Kontrollen und Sanktionen seien wichtig, argumentierte die Partei. Die Partido Socialista lehnte die Resolution ab: Der aktuelle Rechtsrahmen biete bereits ausreichende Garantien.
Verstärkte Kontrollen zum Schutz der Landwirtschaft
Armas bezeichnete das Ergebnis als entscheidenden Schritt zum Schutz des kanarischen Primärsektors, besonders der Landwirte auf El Hierro. Dort ist die Ananasproduktion ein wesentlicher wirtschaftlicher und sozialer Motor. Man könne nicht gegen Produkte konkurrieren, die aus Ländern mit niedrigen Lohnkosten und kaum vorhandenen Pflanzenschutzkontrollen stammen, erklärte Armas. Die lokale Produktion sei rigoros, nachhaltig und umweltfreundlich – das verursache zwar höhere Kosten, garantiere aber Qualität und Gesundheit.
Die Resolution sieht verstärkte Kontrollen in Häfen und Flughäfen vor, die Schaffung einer speziellen Koordinationseinheit zwischen Zoll, Guardia Civil und Pflanzenschutz sowie höhere Strafen. Die Einnahmen daraus sollen in den Pflanzenschutz auf den Kanaren fließen. Zudem soll der illegale Import von Früchten und Pflanzen, die Kontrollen umgehen, als Straftat eingestuft werden. Diese Praktiken gefährden die Biodiversität und schaffen unlauteren Wettbewerb.
Auf El Hierro kostet die Produktion eines Kilos Ananas bis zu 2,50 Euro, während importierte Früchte – teils illegal – für etwa 0,40 Euro pro Kilo verkauft werden. Diese Differenz gefährdet die Existenz der lokalen Produzenten, betonte Armas. Die Resolution solle Recht und Gerechtigkeit auf die Seite derer bringen, die sauber, verantwortungsvoll und nachhaltig arbeiten. Die Verteidigung der herreñischen Ananas sei die Verteidigung der Zukunft der kanarischen Landwirtschaft.











