El Hierro beschäftigt sich derzeit mit einer Umfrage zum Vulkanrisiko, einem neuen Tourismusprojekt mit lokalem Gütesiegel und der Vergabe von Flugverkehrsdiensten. Die kleinste Kanareninsel setzt auf Authentizität und bessere Vorbereitung.
Forscher befragen Bewohner zum Vulkanrisiko
Mehrere Forschungseinrichtungen haben auf El Hierro eine Umfrage zum Vulkanrisiko gestartet. Die Universität Barcelona, Geociencias Barcelona des Spanischen Forschungsrats CSIC, die Universität Granada und der Geopark El Hierro untersuchen, wie Bewohner das seismisch-vulkanische Risiko wahrnehmen, wie sie ihre eigene Gefährdung einschätzen und wie gut sie vorbereitet sind.
Die Studie analysiert außerdem Informationsquellen und die erwartete Erholungsfähigkeit nach einer Krise. Die Daten sollen Kommunikation, Bildung und Vorbereitung auf Notfälle verbessern und zugleich Forschung sowie Entscheidungen im Risikomanagement unterstützen.
Tourismusprojekt "El Alma de Mi Tierra" bündelt lokale Produkte
Die Inselverwaltung hat das Projekt "El Alma de Mi Tierra" vorgestellt. Die Präsentation auf der Finca Experimental de El Matorral richtete sich an zentrale Wirtschaftssektoren und skizzierte eine gemeinsame Marke, die Primärsektor, Gastronomie, Tourismus und Handwerk unter einem El-Hierro-Profil bündeln soll.
Cabildo-Präsident Alpidio Armas erklärte, das Vorhaben solle die Insel "von unten nach oben" gestalten und ein differenziertes Produkt schaffen. Davinia Suárez, Tourismus- und Verkehrsministerin der Kanaren, sagte, El Hierro könne nicht in Quantität konkurrieren, aber in Authentizität – lokale Produkte müssten stärker Teil des Erlebnisses werden.
Skyway übernimmt Flugverkehrsdienst am Flughafen El Hierro
Aena hat den Flugverkehrsdienst am Flughafen El Hierro an Skyway Air Navigation Services, S.A. vergeben. Der Auftrag umfasst auch die Flughäfen La Gomera, Burgos, Córdoba und Huesca Pirineos und hat einen Wert von 6.377.942,21 Euro.
Der Vertrag läuft über drei Jahre und enthält die Option auf zwei jährliche Verlängerungen. Auf El Hierro betrifft die Vergabe den kombinierten Dienst aus Flugverkehrskontrolle und Flugplatzinformationsdienst im ATC-AFIS-Modus, während an mehreren Standorten der AFIS-Dienst für Flughäfen mit geringem Verkehrsaufkommen vorgesehen ist.








