Auf El Hierro hat sich am Sonntag eine weitere Tragödie ereignet. Ein treibender Cayuco mit über hundert Menschen an Bord und vier Toten wurde 30 Kilometer südlich der Insel gerettet.
Worum es geht (TL;DR)
- Ein Cayuco mit über hundert Menschen und vier Toten wurde südlich von El Hierro gerettet.
- Mindestens 13 Gerettete mussten wegen schwerer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.
- Die Migranten waren vor acht Tagen aus Gambia aufgebrochen und trieben tagelang ohne Vorräte.
Am Morgen alarmierte das Notfallzentrum 1-1-2 die Behörden über ein Boot, das seit Tagen ohne Wasser, Nahrung und Treibstoff trieb. Die Salvamar Navia und der Helikopter Helimer 201 fanden das Boot um 8.15 Uhr, wie Salvamento Marítimo mitteilte.
Die Besatzung der Salvamar rettete die Überlebenden und brachte sie sowie die vier Toten zum Hafen von La Restinga. Dort wartete ein umfassendes medizinisches und humanitäres Team auf die Migranten.
Gefährliche Fluchtrouten zu den Kanaren nehmen zu
Viele der Geretteten waren stark geschwächt, mindestens 13 mussten wegen schwerer Unterkühlung ins Krankenhaus Insular Nuestra Señora de Los Reyes. Ein Schwerverletzter wurde mit dem SUC-Helikopter ins Krankenhaus La Candelaria auf Teneriffa gebracht.
Die Migranten berichteten, dass sie vor etwa acht Tagen aus Gambia aufgebrochen waren, um die 1.600 Kilometer lange Reise anzutreten.
Sanitäter und Notfallkräfte auf den Inseln warnen, dass die Fluchten von weiter südlich ausgehen, was die Route gefährlicher macht. Allein auf El Hierro starben in diesem Jahr 13 Menschen, ohne die Boote zu zählen, die nie gefunden oder Monate später an amerikanischen Küsten entdeckt wurden.











