Die kanarische Regierung hat die Anpassung traditioneller Rebsorten an phylloxera-resistente Unterlagen untersucht. Diese Maßnahme geht auf Vorschläge des wissenschaftlich-technischen Komitees und der im September gebildeten technischen Arbeitsgruppen zur Bekämpfung des Schädlings zurück.
Worum es geht (TL;DR)
- Die kanarische Regierung testet traditionelle Rebsorten auf phylloxera-resistenten Unterlagen für lokale Bedingungen.
- Bisher wurden 7.079 Untersuchungen durchgeführt, davon 86 positive Befunde auf Teneriffa.
- Zweitausend Dosen eines Präventivmittels wurden für Weinbauern auf 1.200 Hektar bereitgestellt.
In einer Parlamentssitzung am Donnerstag, dem 20. November, erklärte Minister Narvay Quintero, dass lokale Rebsorten auf resistenten Unterlagen getestet werden sollen. Dabei werden agronomische Eigenschaften wie Krankheitsresistenz, Wasserstressverhalten und Anpassung an verschiedene Böden geprüft.
Für die Studie importiert die Regierung amerikanische Rebstöcke ohne Erde und biologische Begleiter. Akkreditierte Labore prüfen diese und behandeln sie gemäß den Vorschriften der kanarischen Pflanzenschutzbehörde, um die phytosanitäre Sicherheit zu gewährleisten.
Phylloxera-resistente Reben für die Kanaren
Die Untersuchung umfasst die Beobachtung von Verhalten und Ertrag jeder Sorte, um geeignete Unterlagen für die kanarischen Bedingungen zu identifizieren. Die Ergebnisse fließen in den Strategischen Weinbauplan der Kanaren ein, der die Arbeit des wissenschaftlichen Komitees und künftige Empfehlungen leiten wird.
Bisher wurden 7.079 Untersuchungen auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote durchgeführt. Dabei gab es 6.993 negative und 86 positive Befunde auf Teneriffa, was 1,3 Prozent der Gesamtzahl entspricht. An den Feldarbeiten beteiligen sich der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftsdirektion, die öffentlichen Unternehmen GMR Canarias und Gesplan sowie die Inselverwaltungen von Teneriffa und Gran Canaria.
Zusätzlich hat die Regierung zweitausend Dosen eines präventiven Mittels gegen Phylloxera für die Weinbauern auf Teneriffa bereitgestellt. Dieses Produkt soll auf 1.200 Hektar in den Herkunftsgebieten Tacoronte-Acentejo, Valle de La Orotava und Valle de Güímar eingesetzt werden, wobei die Regulierungsräte bei der Verteilung helfen.
Quintero erinnerte an die in den letzten zwei Jahren gewährte Hilfe zur Dürrebewältigung, die mit 7,9 Millionen Euro vollständig von der regionalen Regierung finanziert wurde und über 3.100 Empfängern zugutekam. Seit dem ersten Phylloxera-Fall im Juli hat die Regierung zahlreiche Informationsveranstaltungen auf allen Inseln organisiert, um über die Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung zu informieren.











