Fuerteventura beschäftigt sich mit dem Ende der Cádiz-Fähre nach Puerto del Rosario, der geplanten Umspannstation in Zurita, neuen Gesundheitsprojekten und weiteren aktuellen Entwicklungen.
Baleària beendet Stopp in Puerto del Rosario auf der Cádiz-Route
Baleària hat die Einstellung der Fährverbindung Cádiz–Puerto del Rosario zum 30. Juni bestätigt. Präsident Adolfo Utor erklärte auf dem V. Wirtschaftsforum von Lanzarote, der öffentliche Dienstleistungsvertrag für die Route Cádiz–Arrecife laufe aus und die Strecke werde künftig ohne Halt auf Fuerteventura bedient.
Reisende müssten dann intermodal über Corralejo weiterfahren – kombiniert mit Schiff und Bus über den Hafen von Playa Blanca. Utor kündigte außerdem die Rückkehr der Linie Morro Jable–Las Palmas de Gran Canaria mit drei täglichen Verbindungen an und verwies auf nötige Verbesserungen im Hafen von Corralejo.
Kanarischer Energieminister fordert Umspannstation in Zurita
Mariano Hernández Zapata hat eine neue Umspannstation in Zurita für Fuerteventuras Energiezukunft gefordert. Der kanarische Energieminister drängte das spanische Ministerium für den ökologischen Übergang, die Anlage in die nationale Elektrizitätsplanung aufzunehmen.
Die Station sei nötig, um neue Energieerzeugung auf Fuerteventura zu bündeln und ans Netz anzuschließen, erklärte Zapata. Die Insel stehe vor steigender Nachfrage und müsse die Versorgungssicherheit stärken, während der schrittweise Rückbau des Kraftwerks El Charco voranschreite.
Gesundheitszentrum in Betancuria nach Sanierung wiedereröffnet
Die kanarische Gesundheitsbehörde hat das Consultorio de la Vega de Río Palma in Betancuria nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet. Das Rathaus Betancuria führte die seit November laufenden Arbeiten aus: Decken und Wände wurden saniert, Dächer abgedichtet und Pfeiler verstärkt.
Das Consultorio betreut 95 Einwohner und bietet wieder eine Praxis für Allgemeinmedizin sowie eine für Krankenpflege. Gesundheitsministerin Esther Monzón berichtete im Parlament zudem, der Ausbau des Gesundheitszentrums Gran Tarajal solle 4.762 Quadratmeter erreichen; der Vertrag für Corralejo II Dunas sei im Mai unterzeichnet worden.
Telemedizin des SUC half Neugeborenем nach Geburt im Auto
Sanitäter des Servicio de Urgencias Canario haben eine 29-Jährige auf Fuerteventura per Telemedizin unterstützt. Der SUC-Koordinator betreute die Frau telefonisch, nachdem sie ihr Kind im Auto geboren hatte und das Neugeborene zunächst nicht atmete.
Er gab Anweisungen zur Mundreinigung und zur Rückenstimulation, woraufhin das Baby sofort zu weinen begann. Der SUC erklärte, Ruhe und präzise Informationen entschieden in solchen Notfällen über schnelle Hilfe, bis die Eltern das Krankenhaus erreichten.
Inselverwaltung und ATA stimmen neue Hilfen für Selbstständige ab
Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat neue Schritte zur Unterstützung von Unternehmern und Selbstständigen mit der Asociación de Trabajadores Autónomos abgestimmt. Nuria Cabrera, zuständige Inselrätin für Finanzen, Wirtschaft und Beschäftigungsförderung, sprach von rund 3 Millionen Euro Investition im Jahr 2026.
Ein Abkommen mit ATA Canarias sehe 65.000 Euro aus Mitteln der Inselverwaltung und des FDCAN vor, um Gründungen durch schnellere Verfahren und Genehmigungen zu erleichtern. ATA-Präsident Lorenzo Amor und ATA-Canarias-Präsident Pedro Andueza betonten, das senke Bürokratie und Kosten.
PP in Pájara fordert Ausschreibung für Palmenhain in Costa Calma
Der Partido Popular in Pájara hat schnelle Maßnahmen für den Palmenhain in Costa Calma gefordert. Fraktionssprecherin Miryam de León kritisierte, seit Jahren angekündigte Instandhaltungsschritte seien ausgeblieben – es gebe weder Vertrag noch klare Pläne.
Die Partei verlangte, die Gemeinde müsse die Ausschreibung endlich starten und bis dahin die Zusammenarbeit mit der Inselverwaltung fortsetzen. De León bemängelte zudem, ein städtisches Grundstück im Zentrum von Costa Calma werde wiederholt als Abfalllager genutzt und müsse umgehend geräumt werden.
Puerto del Rosario erstattet Guthaben alter Transportkarten
Puerto del Rosario hat die Rückerstattung von Guthaben alter Transportkarten der ehemaligen städtischen Linie 1 begonnen. Bürgermeister David de Vera erklärte, die Stadt wolle damit eine geordnete Übergabe städtischer Dienste sichern und den Nutzern klare Informationen geben.
Verkehrsdezernent Luis Chacón sagte, Karteninhaber könnten ihr Guthaben bis zum 31. Juli 2026 zurückfordern. Anträge müssen persönlich bei Viajes Girasol in der Calle Doctor Fleming Nummer zehn in Puerto del Rosario eingereicht werden; ein Bankkontonachweis ist erforderlich.
Puerto del Rosario bringt Schülern den Nahverkehr näher
Puerto del Rosario hat mit dem IES Puerto Cabras Rafael Báez eine Bildungsinitiative zum städtischen Nahverkehr gestartet. Bürgermeister David de Vera erklärte, solche Aktionen brächten öffentliche Dienste näher und stärkten verantwortungsvolle Ressourcennutzung.
Die Gruppe lief zunächst zur Haltestelle in der Calle Jacinto Benavente und erhielt Informationen zu Routen und GPS-Echtzeitdaten. Danach fuhren Schüler und Lehrer zur Estación Insular de Guaguas und setzten die zweitägige Initiative mit Fahrten nach Puerto Lajas, Playa Blanca und weiteren Stationen fort.
Sol y Luna: Sporttag am Strand von Los Pozos am 20. Juni
Puerto del Rosario hat die XXI. Ausgabe von Sol y Luna für Samstag, den 20. Juni, vorgestellt. Bürgermeister David de Vera sagte, die Veranstaltung bringe seit mehr als zwei Jahrzehnten Generationen zusammen und mache den Strand von Los Pozos zum Treffpunkt für Sport und Gemeinschaft.
Die Sportabteilung plant ein Programm von 10 Uhr bis 2 Uhr morgens mit Turnieren, Workshops, inklusiven Angeboten und Musik. Luis González, Sportbeauftragter der Inselverwaltung, sowie die Stadträte Toñi Fdez. Aragón, David de León und Luis Chacón unterstützen das Format; ab 20 Uhr startet "Con la Luna" mit DJs und Bombai.
FEM stimmt El Cotillo auf die Jubiläumsausgabe ein
Das Festival Fuerteventura en Música hat sein Tagesprogramm in El Cotillo gestartet. Mit Workshops, einem Umzug und Sessions belebten die Organisatoren Plätze und Straßen, bevor die 20. Ausgabe am 3. und 4. Juli an der Playa de La Concha stattfindet.
Am 3. Juli beginnt ein Workshop von Alessandro Ferrato, der Alltagsgegenstände zu Instrumenten macht; danach zieht die Batucada Corumba bis zur Playa de La Concha. Für den 4. Juli ist eine Session von Papaya Subtropical am Muelle Chico geplant. Moderiert wird das Festival von der Radiostimme Pilar López.
Kanarische Regierung vertieft Zusammenarbeit mit AEMET beim Notfallmanagement
Die kanarische Regierung hat die Zusammenarbeit mit der spanischen Wetterbehörde AEMET ausgebaut. Marcos Lorenzo, Vizekanzler für Notfälle und Wasser, und AEMET-Delegierter David Suárez besprachen neue Werkzeuge, um Entscheidungen im Zivilschutz schneller abzustützen.
Sie erörterten ein Formalisierungsprotokoll und stellten den neuen Waldbrandgefahren-Index IPIF vor. Der Index kombiniert Wetterdaten mit Vegetationszustand und Bodenfeuchte; die Kartenauflösung stieg von fünf auf einen Kilometer und unterscheidet sechs Gefahrenstufen.
Inselverwaltung ehrt Frauen im kanarischen Ringkampf
Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat die Tradition des Frauenringens in der Lucha Canaria gewürdigt. Raquel Perdomo Sánchez stellte im Centro Insular de Juventud ihr Buch "Hazañas Silenciadas" vor, das die Geschichte weiblicher Kämpferinnen dokumentiert.
Bei der Veranstaltung zeichnete die Verwaltung Noelia Cabrera und Anjara Delgado als Pionierinnen aus. Luis González, Sportbeauftragter der Inselverwaltung, lobte das Werk als Beitrag zur kanarischen Identität; auch Erica González, Stadträtin aus Puerto del Rosario, nahm an der Ehrung teil.
Kanarische Regierung startet Pflege-App Alisio
Die kanarische Regierung hat die App Alisio für nicht-professionelle Pflegepersonen gestartet. Sozialministerin Candelaria Delgado erklärte, das Angebot solle Pflegende entlasten und dazu beitragen, dass ältere Menschen länger im gewohnten Umfeld bleiben könnten.
Der Dienst wurde auf La Palma und Lanzarote getestet und unterstützte dort 150 Familien. Juan Martínez Doreste, Vize-Minister für Gleichstellung, nannte Alisio einen innovativen Dienst; Iñigo Kortabitarte, CEO des Unternehmens Okencasa, hob professionelle Begleitung und Schulungen hervor. Bis 2028 plant die Regierung 20.000 Nutzer.







