Fuerteventura meldet einen tödlichen Badeunfall, den Start neuer Sozialwohnungen in Puerto del Rosario und den geplanten Schutz des Saladar de Bristol.
Tödlicher Badeunfall an der Playa de La Escalera
Am 28. Mai um 17.20 Uhr gerieten zwei Personen an der Playa de La Escalera im Gemeindegebiet von La Oliva in Seenot. Rettungskräfte holten einen der Badegäste per Hubschrauber aus dem Wasser. Der kanarische Notfalldienst Servicio de Urgencias Canario und örtliches Gesundheitspersonal versuchten die Wiederbelebung – ohne Erfolg. Die Guardia Civil nahm Ermittlungen auf.
47 Sozialwohnungen in Puerto del Rosario: PSOE begrüßt Baubeginn
Der PSOE in Puerto del Rosario hat den Baubeginn von 47 öffentlich geförderten Wohnungen begrüßt. Das Projekt entsteht in den Straßen Don Quijote, Dulcinea und Sorolla und soll nach Angaben der Partei Wahlversprechen einlösen. Hinzu kommen 28 weitere geförderte Wohnungen in der Calle Bernegal. Zusammen entstehen 75 Einheiten für sozialen und bezahlbaren Wohnraum – den nach Parteiangaben größten öffentlichen Wohnungsbau in der Stadt seit Jahrzehnten. Besonders hervorgehoben wurde Stadträtin Toñi Fernández Aragón.
La Oliva beantragt Schutzstatus für den Saladar de Bristol
Der Stadtrat von La Oliva hat beschlossen, das Saladar de Bristol als Sitio de Interés Científico vorzuschlagen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Gobierno de Canarias; zuvor ist ein Bericht des Patronato Insular de Espacios Naturales Protegidos der Inselverwaltung erforderlich. Bürgermeister Isaí Blanco erklärte, die Gemeinde müsse das Naturerbe für kommende Generationen bewahren. Umweltstadtrat David Fajardo verwies auf technische Berichte, die 69 Pflanzen- und 89 Vogelarten dokumentieren, sowie auf Bedrohungen durch städtebauliche Expansion, unkontrollierten Verkehr, invasive Arten und Lärm- und Lichtbelastung. Die geplante Schutzfläche umfasst 29,49 Hektar.
AMF unterstützt Eigentümer im Kita-Streit in Costa Calma
Asambleas Municipales de Fuerteventura hat die Eigentümer der Kindertagesstätte in Costa Calma unterstützt. Anlass war ein Kommuniqué der Eigentümer gegen Aussagen von Pájaras Bürgermeister Alejandro Jorge, nachdem ein Gericht die Räumung des Rathauses aus dem Gebäude bestätigt hatte. AMF erklärte, das Rathaus habe die private Eigentümerschaft jahrelang anerkannt und müsse nun Transparenz über eingesetzte kommunale Mittel und mögliche Prozesskosten herstellen. Zugleich verwies AMF auf Spannungen in der Gemeinderegierung: Der erste stellvertretende Bürgermeister hatte sich öffentlich von der Anfechtung des Urteils distanziert. Die Eigentümer kündigten an, die Räumung nicht sofort umzusetzen.
PP fordert 75 Prozent Parkrabatt am Flughafen Fuerteventura für Kanarier
Der Grupo Popular im Cabildo von Fuerteventura verlangt eine 75-prozentige Vergünstigung der Parkgebühren am Flughafen für kanarische Einwohner. Die Initiative richtet sich an die spanische Regierung und an den staatlichen Flughafenbetreiber AENA; gefordert werden zudem faire Tarife für Flughafenbeschäftigte. PP-Sprecher Claudio Gutiérrez sagte, wegen fehlender Alternativen sei die Abhängigkeit vom Auto auf der Insel groß, während die Parkkosten Familien zusätzlich belasteten. AENA verlange auch von Mitarbeitern hohe Gebühren, obwohl sie den Betrieb sicherten. Der PP fordert außerdem neue kostenlose Parkbereiche für Beschäftigte.
Coalición Canaria verlangt 24-Stunden-Polizeidienst in Antigua
Die Coalición Canaria in Antigua hat Bürgermeister Matías Peña aufgefordert, die Policía Canaria sofort einzubinden und für die Sommermonate einen 24-Stunden-Sicherheitsdienst sicherzustellen. Parteisprecher David Alberto Guerra kritisierte, die Sicherheitsverwaltung reagiere nur unter Druck von Anwohnern, Verbänden oder durch Oppositionsinitiativen. Im Gemeinderat brachte die Partei Anträge ein, um die Präsenz besonders in El Castillo zu erhöhen. Guerra erklärte, die Policía Canaria fehle dort seit mehr als sechs Monaten, während sie in anderen Gemeinden wie Pájara oder Tuineje auf Anforderung präsent sei. Er erinnerte zudem daran, dass die durchgehende Polizeipräsenz im vergangenen Sommer nach 17 Jahren erstmals unterbrochen worden war.
Fuerteventura wirbt in Barcelona und Bilbao um spanische Touristen
Das Patronato Insular de Turismo von Fuerteventura hat eine Promotion im spanischen Markt gestartet und dafür mit dem Reisevermittler Viajes El Corte Inglés zusammengearbeitet. In Barcelona trafen sich 40 Reisebüroagenten in Cornellà und erhielten Informationen zu Angebot und Anreise, darunter zur Direktverbindung mit Vueling. In Bilbao stellte die Insel ihre Vielfalt im Itsasmuseum vor; der baskische Markt wuchs laut Angaben in den ersten vier Monaten 2026 um 15,47 Prozent. Acht Hotelketten, darunter Coral Hoteles und Meliá Hoteles, präsentierten ihre Produkte. Tourismusministerin Marlene Figueroa betonte das Potenzial des nationalen Marktes.
Coalición Canaria lehnt EU-Wiegevorgaben für Fischer ab
Asamblea Majorera–Coalición Canaria Fuerteventura hat den handwerklichen Fischereisektor unterstützt und die EU-Vorgabe abgelehnt, den Fang direkt an Bord zu wiegen. Die Partei erklärte, die Regel sei realitätsfern: Bei Abweichungen zwischen Schätzung und späterer Hafenwägung drohten hohe Geldstrafen. Der Sektor kritisierte die Toleranzgrenze von zehn Prozent als zu restriktiv und verwies auf zusätzliche digitale Pflichten und Vorankündigungspflichten. Fischer warnten, auf kleinen Booten lasse sich das Wiegen während des Fangs kaum sicher umsetzen – besonders bei der Thunfischfischerei. Gefordert wird, Differenzen nach der Ankunft im Hafen korrigieren zu können.
Kunstprojekt macht Majorera-Ziegen an Pumpstationen sichtbar
Der Künstler Ale Mesa hat gemeinsam mit dem Ayuntamiento von Puerto del Rosario und dem Wasserdienstleister Canaragua ein Kunstprojekt gestartet, das Pumpstationen mit Murals gestaltet. Das erste Werk entstand in El Matorral und zeigt eine Majorera-Ziege aus dem Küstengebiet, ergänzt um Hinweise auf traditionelle Markierungen und lokale Viehzuchtkultur. Bürgermeister David de Vera sagte, die Majorera-Ziege stehe als Symbol für Geschichte und Land. David de León, Stadtrat für Dienstleistungen und den Primärsektor, betonte den Wert der Arbeit der Viehzüchter. Canaragua-Geschäftsführerin Natividad Marcial kündigte an, die Initiative an weiteren Pumpstationen fortzusetzen.
Buchmesse Fuerteventura 2026: Einreichungen ab 1. Juni möglich
Das Centro Bibliotecario Insular hat angekündigt, dass Autoren auf Fuerteventura ab dem 1. Juni Werke für die Buchmesse anmelden können. Die 36. Ausgabe findet vom 15. bis 18. Oktober auf dem Platz des Palacio de Formación y Congresos statt und trägt das Motto "Lesen öffnet Grenzen". Interessierte müssen bis zum 3. Juli ein Formular mit Kontaktdaten, Buchtitel und Kurzbeschreibung einreichen. Zugelassen sind Publikationen, die zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 erschienen und noch nicht auf der Insel präsentiert worden sind. Die Organisatoren erwarten Autoren, Verlage und Buchhändler und planen erneut ein Festival der darstellenden Künste.





