Fuerteventura spricht über die FEAGA 2026, ein Umweltprojekt zur Wiederherstellung von Ökosystemen und Festnahmen nach einer gefährlichen Migrantenüberfahrt sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
FEAGA 2026: Messe setzt auf Innovation und primären Sektor
Die Inselverwaltung hat die FEAGA 2026 mit hoher Beteiligung eröffnet. Cabildo-Präsidentin Lola García erklärte, die 38. Ausgabe habe die Arbeit vieler Menschen im primären Sektor gewürdigt. Sie fand in einem besonderen Kontext statt, weil jüngste Regenfälle die Insel ergrünen ließen.
Kanaren-Regierungspräsident Fernando Clavijo betonte die Rolle der Landwirtschaft für Fuerteventura und verwies auf Initiativen zum Wassermanagement. Die Messe setzte auf Streaming wichtiger Programmpunkte, bot Unterstützung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und zählte mehr als 200 Stände.
Ökosysteme auf Fuerteventura: Projekt liegt bei mehr als 58 Prozent
Die kanarische Regierung hat Fortschritte bei der Wiederherstellung von Ökosystemen auf Fuerteventura gemeldet. Der zuständige Minister Mariano Hernández Zapata besuchte das Biologische Zentrum in La Oliva und sagte, das Vorhaben schaffe neben Renaturierung auch Infrastruktur zum langfristigen Schutz der Biodiversität.
Das Projekt war zu mehr als 58 Prozent abgeschlossen und soll bis Mai 2026 fertig werden. Finanziert wird es mit mehr als 1,1 Millionen Euro aus Next-Generation-Fonds, unter anderem für einen neuen Pflanzgarten, Photovoltaik, modernes Wassermanagement und Pflanzungen von etwa 5.000 einheimischen Arten auf mehr als zehn Hektar im Parque Rural de Betancuria.
Puerto del Rosario: Polizei nahm mutmaßliche Schleuser fest
Die Polizei hat drei Verdächtige in Puerto del Rosario festgenommen und der Justiz übergeben. Die Ermittler werfen ihnen vor, illegale Einwanderung unter lebensgefährlichen Bedingungen organisiert zu haben, nachdem Salvamento Marítimo ein manövrierunfähiges Schlauchboot vor Fuerteventura entdeckt hatte.
Die Überfahrt hatte am 4. April 2026 in Afrika begonnen und 43 Menschen betroffen. Die Beamten beschrieben ein etwa sieben Meter langes, überladenes Boot ohne Beleuchtung, Kommunikationsmittel oder Rettungswesten, zudem ohne Wasser und Nahrung. Während der Fahrt drang Wasser ein, weshalb die Migranten mehr als acht Stunden schöpfen mussten. Die Festnahmen erfolgten am 9. April, anschließend ordnete ein Gericht Untersuchungshaft an.
Trotadunas-Lauf: Solidar-Event in Playa Chica erwartet 380 Teilnehmer
Puerto del Rosario hat die elfte Ausgabe des Trotadunas-Laufs präsentiert. Bürgermeister David de Vera sagte, die Veranstaltung verbinde Sport mit Bürgerbeteiligung und sozialem Engagement, während Antonio Rodrígues als Vizepräsident des Club Deportivo Trotadunas den solidarischen Charakter hervorhob.
Der Lauf soll am 25. April um 10.30 Uhr in Playa Chica starten und Strecken über fünf und zehn Kilometer bieten, für die bereits mehr als 300 Anmeldungen vorliegen. Die Einnahmen gehen an die Vereinigung FuerteYoga, zudem kündigte Kulturdezernent Juan Manuel Verdugo ein Rahmenprogramm mit Live-Musik an.
Schule und Wirtschaft: Unternehmerverband warb um Orientierung für Jugendliche
Die Asociación Empresarios Puerto del Rosario hat sich an der VI Miniferia de Orientación Académica im IES Puerto Cabras – Rafael Báez beteiligt. Der Unternehmerverband stellte Schülern der ESO und des Bachillerato berufliche Perspektiven vor und sprach über Unternehmertum, Beschäftigungsfähigkeit und gefragte Kompetenzen.
Präsidentin Daniela Plotegher erklärte, Jugendliche sollten die lokale Wirtschaft verstehen und ihre Zukunft in Puerto del Rosario gestalten. Die Asociación bewertete die Resonanz der Schüler positiv und kündigte an, sich weiter für die Verbindung von Bildung und Arbeitsmarkt einzusetzen.





