Die Inselregierung von Fuerteventura hat am Freitag mit Vertretern der kanarischen Regierung über den Schutz der Fuerteventura-Kragentrappe beraten. Im Mittelpunkt des Treffens standen die geplante Einteilung verschiedener Schutzzonen und die Auswirkungen auf die Nutzung der Insel. Der Plan zur Arterhaltung der Fuerteventura-Kragentrappe (Chlamydotis undulata fuertaventurae) wird vom Ministerium für den ökologischen Wandel und Energie der Kanarischen Regierung ausgearbeitet. Ziel ist es, den Bestand des endemischen Steppenvogels langfristig zu sichern.
An dem Arbeitstreffen nahmen die Präsidentin des Cabildo von Fuerteventura, Lola García, sowie die Regierungsrätin für Raumordnung, Nereida Calero, gemeinsam mit dem Leitungsteam der Abteilung für Raumordnung und der zuständigen Inselbeauftragten teil. Die kanarische Regierung war durch den Generaldirektor für Naturräume und Biodiversität, Miguel Ángel Morcuende, sowie technisches Fachpersonal vertreten.
Artenschutz auf Fuerteventura im Fokus
Das Cabildo initiierte das Treffen, um eine präzisere Abgrenzung der betroffenen Schutzgebiete zu fordern. Die Inselverwaltung betonte, dass auf Fuerteventura der Schutz der Natur mit den Bedürfnissen der Bevölkerung in Einklang gebracht werden müsse. Die geplante Zonierung greife auch in ländliche Siedlungen und Gebiete mit verstreuter Bebauung ein. Dadurch könnten unter anderem Sportveranstaltungen im Gelände beeinträchtigt werden.
Nach dem Gespräch erklärten Präsidentin García und Regierungsrätin Calero, dass die kanarische Regierung zugesagt habe, die Einwände der Inselverwaltung zu prüfen. Ziel sei es, die Schutzzonen so anzupassen, dass sie sowohl dem Artenschutz dienen als auch mit den verschiedenen Nutzungen des Bodens auf Fuerteventura vereinbar bleiben.
Fuerteventura-Kragentrappe: Endemische Art auf den Kanaren
Die Fuerteventura-Kragentrappe ist eine nur auf den östlichen Kanarischen Inseln vorkommende Unterart. Ihr Lebensraum sind offene Halbwüstenlandschaften, sie ist besonders sensibel gegenüber Störungen durch menschliche Aktivitäten. Der Wiederherstellungsplan sieht vor, den Lebensraum der Kragentrappe zu sichern und die Population zu stabilisieren.
Das Cabildo fordert, dass der Schutzansatz nicht zu Lasten der Bevölkerung gehen dürfe. Auf Fuerteventura sei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Artenschutz, ländlicher Entwicklung und Freizeitgestaltung notwendig.





