Fuerteventura spricht über die Zerschlagung eines Drogenschmuggelnetzwerks, internationale Ermittlungen und beschlagnahmte Vermögenswerte sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Nationalpolizei zerschlägt Kokain-Netzwerk mit Bezug zu Fuerteventura
Die spanische Nationalpolizei hat ein bedeutendes Drogenschmuggelnetzwerk zerschlagen, das auch Fuerteventura betraf. Die Ermittler durchsuchten 49 Häuser und nahmen 105 Personen fest. Sie stellten 10.400 Kilogramm Kokain sicher und beschlagnahmten 70 Fahrzeuge, 30 Boote sowie sechs Immobilien. Zudem sicherten sie weitere Wertgegenstände im Umfang von 2,5 Millionen Euro.
Operation „Sombra Negra“ lief mehr als ein Jahr unter Gerichtskontrolle
Die Polizei hat die Operation „Sombra Negra“ nach mehr als einjähriger Ermittlungsarbeit abgeschlossen. Das Zentrale Ermittlungsgericht Nummer 3 und die Sonderstaatsanwaltschaft für Drogenkriminalität leiteten das Verfahren. Die operative Phase begann im November 2024. Die Aktion verlief in zwei Phasen, die erste endete im Juni 2025 mit 48 Festnahmen und 29 Durchsuchungen.
Schmuggelrouten führten über die Kanaren und den Atlantik
Die Nationalpolizei hat die Kanaren als Teil der Logistik des Netzwerks beschrieben. Die Organisation nutzte den Guadalquivir und andere Flüsse sowie die Kanarischen Inseln und die marokkanische Küste als Ausgangspunkte. Schnellboote trafen auf dem Atlantik auf Mutterschiffe und übernahmen dort die Drogen. Die Boote erreichten dabei Geschwindigkeiten von mehr als 40 Knoten.
Geldwäschezentrum im Campo de Gibraltar wurde zerschlagen
Die Ermittler haben auch ein großes Verteil und Geldwäschezentrum im Campo de Gibraltar zerschlagen. Die Organisation betrieb schwimmende Plattformen, auf denen Bootsführer wochenlang auf See blieben. Nach Angaben der Nationalpolizei nutzte das Netzwerk mehr als 100.000 Liter Treibstoff. Zudem berichteten die Ermittler von Schweigegeldzahlungen in Millionenhöhe.
Internationale Behörden unterstützten die Ermittlungen
Die Nationalpolizei hat bei „Sombra Negra“ mit internationalen Behörden zusammengearbeitet. Beteiligt waren die britische National Crime Agency, die US Drogenfahndung Drug Enforcement Administration und Europol. Spezialeinheiten führten zahlreiche Durchsuchungen durch, darunter 14 auf Lanzarote und auf Gran Canaria. Die zweite Phase im November 2025 führte zu weiteren Durchsuchungen in Cádiz.
Ermittler sprechen von 57.000 Kilogramm Kokain für Europa
Die Polizei hat dem Netzwerk eine großangelegte Schmuggelstruktur von Galicien bis Marokko und auf die Kanaren zugeschrieben. Insgesamt seien 57.000 Kilogramm Kokain nach Europa geschmuggelt worden. Die Operation lief mit Unterstützung von Europol und EU Finanzierungsinstrumenten, die nach Behördenangaben die Sicherheit in Europa stärken sollten.











