Fuerteventura spricht über eine Razzia gegen Drogenhandel, ein neues Wasserprojekt im Norden und verschärfte Kontrollen gegen illegale Bauten sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Guardia Civil hat Drogenwohnung in Corralejo ausgehoben
Die Guardia Civil hat in Corralejo eine Wohnung wegen Drogenhandels und Hehlerei ausgehoben. Mehr als 30 Beamte hatten an der „Operation Anzuelo“ teilgenommen und eine Person festgenommen.
Die Ermittlungen liefen seit September 2025 nach Hinweisen aus der Nachbarschaft und bestätigten Handel vor allem mit Kokainbase, die zu Crack verarbeitet wurde. Ein Gericht genehmigte am 22. Januar die Durchsuchung, die zwischen 10.00 und 14.00 Uhr lief. Die Beamten stellten Crack-Zutaten, Waagen, Streckmittel sowie mutmaßlich gestohlene Waren und eine Pistolenattrappe sicher.
CAAF hat Wasserprojekt für Villaverde und La Oliva gestartet
Das Konsortium für Wasserversorgung CAAF hat am 4. Februar eine Maßnahme zur Stabilisierung der Trinkwasserversorgung im Norden gestartet. Das Projekt sollte den Druck auf bestehende Infrastruktur senken und die Versorgung in Villaverde verbessern.
Kern waren zwei neue Anschlüsse an das Hauptnetz, ergänzt durch 900 Meter Sekundärleitung mit 160 Millimetern Durchmesser sowie fünf Regulierschächte und zwei Verbindungsschächte. Lola García, Präsidentin der Inselverwaltung und des CAAF, begleitete den Baubeginn, CAAF-Geschäftsführer Adargoma Hernández verwies auf die praktische Wirkung trotz kleiner Dimension. La Olivas Bürgermeister Isaí Blanco erklärte, ab April 2026 sollten Verbesserungen spürbar sein.
Behörden haben Kontrollen gegen illegale Bauten in La Oliva verstärkt
Die Guardia Civil hat gemeinsam mit der Umweltbehörde auf Fuerteventura Kontrollen gegen illegale Bautätigkeiten verstärkt. Anfang Februar liefen in La Oliva Inspektionen zu Raumordnung und Flächennutzung.
Die Umwelteinheit SEPRONA hatte Ermittlungen nach Funden auf geschützten Flächen aufgenommen und 14 Verstöße festgestellt, darunter Bauten auf nicht bebaubarem Boden. Insgesamt meldeten die Behörden 28 Ordnungswidrigkeiten aus Abfallrecht und Tierschutz an die kanarische Regierung. Geldstrafen bis 200.000 Euro und Abrissanordnungen blieben möglich, der Luftdienst der Guardia Civil unterstützte den Einsatz.
Gemeinsame Razzia hat Verstöße in Kfz-Werkstätten in Puerto del Rosario aufgedeckt
Mehrere Behörden haben am Dienstag zwei Kfz-Werkstätten in Puerto del Rosario kontrolliert. Die Einsatzkräfte prüften Arbeitsrecht, Ausländerrecht sowie Umweltauflagen und wollten illegale Beschäftigung und Risiken eindämmen.
Eine behördlich versiegelte Werkstatt lief weiter, sieben Personen arbeiteten ohne Anmeldung, fünf ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Die Polizei ermittelte wegen Siegelbruchs und gab den Fall an die Staatsanwaltschaft, zudem fanden sich umweltgefährdende Abfälle und eine unerlaubte Überwachungskamera. Eine zweite Werkstatt hatte keine Genehmigung, erfüllte Auflagen nicht und wurde versiegelt, auch dort trafen die Behörden auf Abfälle und einen Arbeiter in irregulärer Situation.
Polizei hat nach Unfall in Puerto del Rosario Ermittlungen gegen Fahrer eingeleitet
Ein Fahrer hat am Morgen des 1. Februar in Puerto del Rosario fünf geparkte Autos gerammt und zwei Menschen verletzt. Der Unfall passierte in der Calle Secundino Alonso und verursachte erhebliche Sachschäden.
Die beiden Betroffenen hatten leichte Verletzungen und wurden vor Ort medizinisch versorgt, zur Rolle der Verletzten machte die Polizei keine Angaben. Die Beamten leiteten Ermittlungen gegen den Fahrer ein, weil er ohne gültige Fahrerlaubnis gefahren sein soll und mutmaßlich unter Drogeneinfluss stand. Nach den Maßnahmen übergaben sie ihn der Justiz.
Guardia Civil hat Diebstahl in Ferienwohnung in Corralejo aufgeklärt
Die Guardia Civil hat einen Diebstahl in einer Ferienwohnung in Corralejo aufgeklärt und einen Verdächtigen festgenommen. Eine Touristin hatte am 18. Januar Anzeige erstattet, nachdem Geldbörse und zwei Ringe im Wert von 6.800 Euro verschwunden waren.
Der Täter war unbemerkt eingedrungen, während die Frau schlief, und nutzte die Karten später in Puerto del Rosario. Videoaufnahmen und eine auffällige Kappe führten zur Identifizierung, der Mann war wegen ähnlicher Delikte bekannt. In der Nacht zum 20. Januar nahmen Beamte ihn in Puerto del Rosario fest, ein Ring wurde sichergestellt. Das Gericht ließ den Mann am 22. Januar bis zur Verhandlung frei.
Rettungskräfte haben Auto nach Sturz in den Hafen von Corralejo geborgen
Einsatzkräfte haben am 3. Februar ein Auto aus dem Hafenbecken von Corralejo geborgen. Die Ursache blieb ungeklärt, verletzt wurde niemand, es entstand nur Sachschaden.
Feuerwehr, Zivilschutz und Gemeindepolizei aus La Oliva sperrten den Bereich ab, die Hafenbehörde Puertos Canarios koordinierte, die Guardia Civil unterstützte. Ölsperren verhinderten eine Verschmutzung, Taucher befestigten ein Gurtband an der Vorderachse, anschließend hob ein Kran das Fahrzeug. Die Küstenwache der Guardia Civil hielt während der Bergung Wasserfahrzeuge fern.
AEMET hat vor hohen Wellen an Nord- und Westküsten von Fuerteventura gewarnt
Die spanische Wetteragentur AEMET hat eine gelbe Warnung wegen hoher Wellen für Fuerteventura herausgegeben. Sie galt von Donnerstag, 5. Februar, 21.00 Uhr bis Freitag, 6. Februar, 24.00 Uhr.
Die AEMET erwartete mit mehr als 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine kombinierte See aus Nordwesten mit vier bis fünf Metern Wellenhöhe, einzelne Wellen konnten höher ausfallen. Besonders betroffen waren die Küsten im Norden und Westen. Seit dem 2. Februar gilt zudem auf Fuerteventura und den übrigen Kanarischen Inseln eine Vorwarnstufe der kanarischen Regierung, weil lange Perioden und hohe Gezeitenkoeffizienten das Risiko erhöhten.
Karneval in Puerto del Rosario hat Programm unter dem Motto „Los Musicales“ angekündigt
Der Karneval in Puerto del Rosario hat ein Programm vom 6. bis 22. Februar unter dem Motto „Los Musicales“ angekündigt. Geplant waren Umzüge, Galas, Konzerte und familienfreundliche Veranstaltungen in der Hauptstadt auf Fuerteventura.
Zu den Höhepunkten zählten das Seifenkistenrennen Arretrankos am 7. Februar und die Regatta der Achipencos am 15. Februar mit selbstgebauten Booten. Der große Umzug war für den 21. Februar angesetzt, anschließend sollte eine Party folgen. Die Veranstalter behielten sich Programmänderungen vor.
TUI-Chef Sebastian Ebel hat Preisanpassungen für Spanien und Fuerteventura in Aussicht gestellt
Der Vorstandsvorsitzende der TUI Group, Sebastian Ebel, hat für den Sommer 2026 Preisanpassungen in Reisezielen wie Spanien prognostiziert. Er sagte in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Cinco Días, steigende Preissensibilität und Konkurrenz durch Ziele wie die Kapverden oder Ägypten könnten Druck erzeugen.
Ebel betonte, Spanien und die Kanaren profitierten von Stabilität und Sicherheit, zudem diversifiziere Spanien seine Gästemärkte. Fuerteventura werde dennoch nicht mit günstigeren Zielen konkurrieren können, weil höhere Lohnkosten in Spanien dies verhinderten. Stattdessen sollten Sicherheit und Qualität die Zahlungsbereitschaft stützen.











