Fuerteventura spricht über Sabotage an der Wasserversorgung, gefährlichen Wellengang und einen Rettungseinsatz vor El Cotillo sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Sabotage an Pumpstation und Brandstiftung in Costa Calma
Die Gemeinde Pájara hat Sabotage und Brandstiftung in Costa Calma angezeigt. Unbekannte Täter brachen den Schaltschrank an der Pumpstation am Hotel Costa Calma Palace auf und manipulierten die Verkabelung, um die Wasserversorgung zu stören. Gleichzeitig legten sie im Palmenwald an drei Stellen Feuer, die die Feuerwehr rasch löschte.
Die Gemeinde arbeitete seit Wochen am Abriss illegaler Gebäude in der Grünzone, um Brandrisiken zu senken. Ob die Straftaten damit zusammenhingen, blieb unklar, die Polizei ermittelte. Regelmäßiger Regen hatte die Ausbreitung der Brände gebremst.
Wellenalarm für Jandía: Behörden warnen vor Küstengefahr
Die kanarische Regierung hat die Warnsituation wegen gefährlichen Wellengangs auf Alarmstufe aktualisiert. Die Generaldirektion für Notfälle setzte die Lage ab Mittwoch, 28. Januar, 0.00 Uhr hoch, für Fuerteventura galt für die gesamte Küste von Jandía eine Wellenwarnung der Stufe Gelb von 5.00 Uhr am 28. Januar bis 14.00 Uhr am 29. Januar.
Die Notfalldirektion erwartete eine Nordwestdünung mit vier bis fünf Metern und einer langen Periode von 16 bis 18 Sekunden. An Ost und Südost sollten die Wellen zwei Meter nicht überschreiten, konnten aber gefährliche Strömungen auslösen. Die Behörden rieten, Klippen, Molen und exponierte Küsten zu meiden.
Rettung vor El Cotillo: Motorboot strandet nach Notruf
Ein Motorboot ist in der Nacht zum 28. Januar manövrierunfähig vor El Cotillo auf die Küste zugetrieben. Etwa eineinhalb Seemeilen vor der Küste zwischen Faro del Tostón und Castillo de El Tostón hatte das Boot den Notruf 112 abgesetzt, nachdem Kraftstoffmangel die Weiterfahrt verhindert hatte.
Der Katastrophenschutz von La Oliva entsandte die Gemeindepolizei, außerdem wurden Küstenwache der Guardia Civil und der Seenotrettungsdienst aus Arrecife alarmiert. Starker Wellengang verhinderte das Ankern, das Boot strandete an der Felsküste, die zwei Insassen brachte man unverletzt an Land. Danach liefen Maßnahmen an, um möglichen Kraftstoffaustritt zu verhindern.
Suche nach Vermisstem: Einsatzkräfte aus La Oliva halfen auf Lanzarote
Die Suche nach einem jungen US-Amerikaner ist vor Lanzarote tragisch zu Ende gegangen. Der Mann war am 25. Januar in Los Charcones nach einem Wellenschlag ins Meer gerissen worden, die Suche am Unfalltag und am Folgetag blieb erfolglos. Taucher der Guardia Civil fanden die Leiche später in 13 Meter Tiefe, rund 20 Meter vom Unfallort entfernt.
Am 27. Januar verstärkten ein Rettungshubschrauber und Spezialeinheiten der Guardia Civil die Maßnahmen, auch Einheiten des Zivilschutzes aus Yaiza und aus La Oliva auf Fuerteventura beteiligten sich. Die Behörden hatten vermutet, der Vermisste könne bis nach Fuerteventura abgetrieben sein. Los Charcones gilt trotz Verbots als gefährlicher Anziehungspunkt.











