Drei Unechte Karettschildkröten haben am Freitag an den Grandes Playas von Corralejo auf Fuerteventura ihre Freiheit wiedererlangt. Die Inselregierung führte die Freilassung im Rahmen des Umweltbildungsprojekts „Zurück nach Hause“ der Umweltabteilung des Cabildo durch. 60 Kinder des Sommerlagers des Kulturvereins DATSIMAAL aus Villaverde begleiteten die Aktion und beobachteten das Ereignis vor Ort.
Die Schildkröten waren am 8. April in Morro Jable, am 11. April in El Cotillo und am 18. Juni in Caleta de Fuste gefunden worden. Sie hatten Verletzungen durch Verheddern in Meeresmüll oder Fischernetzen erlitten. Nach ihrer Behandlung und Genesung im Zentrum für Meeresschildkröten in Morro Jable kehrten sie nun in ihre natürliche Umgebung zurück.
Freilassung von Meeresschildkröten auf Fuerteventura
Im Verlauf derselben Woche hat das Umweltbildungsprojekt zudem zwei junge Mäusebussarde in die Freiheit entlassen. Die Greifvögel waren zuvor in der Biologischen Station von La Oliva gepflegt worden, die dem Cabildo untersteht. Auch diese Freilassung begleiteten 60 Kinder aus dem Sommerlager der Gemeinde La Oliva.
Die beiden Mäusebussarde waren am 5. und 6. Juli in den Gebieten von La Lajita und Agua de Bueyes entdeckt worden. Sie litten unter Erschöpfung und Dehydrierung. Nach intensiver Versorgung in der Wildtierauffangstation der Biologischen Station von La Oliva konnten sie wieder ausgewildert werden.
Umweltbildungsprojekt sensibilisiert Kinder auf Fuerteventura
An beiden Freilassungen nahmen der Regierungsrat für Umwelt des Cabildo, Carlos Rodríguez, die Gemeinderätin für Sport und Jugend der Gemeinde La Oliva, Gleiber Carreño, sowie weitere Vertreter lokaler Institutionen teil. Carlos Rodríguez betonte die Bedeutung dieser Maßnahmen, die Teil des Programms „Kennen, um zu schützen“ sind. Das Projekt „Zurück nach Hause“ soll Kinder und die Öffentlichkeit für den Schutz der heimischen Tierwelt sensibilisieren. Rodríguez lobte die Zusammenarbeit mit der Gemeinde La Oliva und dem Verein DATSIMAAL, die die Teilnahme der Kinder ermöglichten.
Rodríguez erinnerte daran, dass die Bevölkerung bei der Entdeckung verletzter oder gefährdeter Tiere umgehend den Notruf 112 informieren soll. „Das Mitwirken der Bürger ist entscheidend, um schnell und wirksam zum Schutz unserer biologischen Vielfalt handeln zu können“, erklärte Rodríguez.


