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    Fuerteventura Nachrichten 16. Dezember 20252 Min. Lesedauer

    Fuerteventura: Schleusernetzwerk zerschlagen – 96 Tote!

    Fuerteventura: Schleusernetzwerk zerschlagen – 96 Tote!
    Fuerteventura: Schleusernetzwerk zerschlagen – 96 Tote! — Bild: Abb. ähnlich

    Ein Senegalese mit den Initialen S.C. ist auf Fuerteventura zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er gehörte zu einer Schleuserbande, die für den Tod von 96 Migranten auf vier sogenannten Pateras verantwortlich war.

    Worum es geht (TL;DR)

    • Senegalese S.C. wurde auf Fuerteventura zu vier Jahren Haft wegen Schleusung verurteilt.
    • Er gehörte zu einem Netzwerk, das vier Pateras organisierte; 96 Migranten starben.
    • S.C. reiste selbst mit einer Patera und sitzt seit Oktober 2022 in Haft.

    Der Angeklagte akzeptierte die Strafe, nachdem er gestanden hatte, Teil eines Schleusernetzwerks in Marokko gewesen zu sein, das zwischen August und Oktober 2022 vier Pateras zu den Kanaren schickte. Bei diesen Überfahrten starben 96 Menschen.

    Das Gericht verkündete eine Einvernehmensentscheidung, nachdem sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf eine Strafminderung geeinigt hatten. Ursprünglich hatte die Anklage sechs Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist nun rechtskräftig.

    Schleusernetzwerk in Marokko aufgedeckt

    Die Ermittlungen begannen mit einer Untersuchung der Zentralen Einheit gegen illegale Einwanderungsnetzwerke in Las Palmas. Die Beamten entdeckten eine Organisation im Süden Marokkos, die Pateras organisierte, um Migranten auf die Kanaren zu bringen.

    Angeführt wurde das Netzwerk von einem weiteren Senegalesen mit den Initialen K.D., bekannt als "Pa Gambia". Er verfügte über Kontakte, um die Boote unentdeckt auslaufen zu lassen. Diese Informationen gelten als erwiesen.

    Mehrere Helfer, alle aus Subsahara-Afrika, arbeiteten für die Organisation. Sie rekrutierten Migranten, überwachten deren Unterbringung, erstellten Passagierlisten, sammelten Zahlungen und koordinierten die Transporte. Zu den Mitgliedern zählten neben Pa Gambia auch B.M., M.M., A.D., M.S. und der verurteilte S.C.

    Verurteilter reiste selbst mit Patera nach Fuerteventura

    S.C. befand sich an Bord einer Patera, die am 19. September 2022 gerettet wurde und nach Fuerteventura kam. Seit dem 14. Oktober 2022 sitzt er in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft begann er als Migrant, integrierte sich dann in die Organisation und arbeitete eng mit Pa Gambia zusammen.

    S.C. rekrutierte Migranten, erstellte Passagierlisten, nahm Zahlungen entgegen und überwachte die Unterbringung. Er begleitete die Migranten zu den Abfahrtsorten und übermittelte der Organisation die Position der Patera.

    Die Anklage betonte, dass S.C. bewusst war, dass die eingesetzten Mittel das Leben der Migranten gefährdeten und seine Tätigkeit die illegale Einreise nach Europa ermöglichte.

    Kanaren-Migration
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