Fuerteventura spricht über neue Luftverbindungen, Notfallpläne für Gemeinden und eine Sprengstoff-Entdeckung in Corralejo sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Luftverbindungen: Inselverwaltung wirbt in Reus um neue Routen
Marlene Figueroa hat in Reus die Strategie für bessere Flugverbindungen nach Fuerteventura gestärkt. Die Tourismusbeauftragte der Inselverwaltung führte bei den Luftverkehrsverbindungs-Tagen von Turespaña und dem Flughafenbetreiber Aena Gespräche mit Airlines wie Iberia Express, Binter Canarias und British Airways. Dabei ging es um mehr Frequenzen auf direkten Strecken und um Alternativen für von Ryanair gestrichene Inlandsverbindungen. Figueroa sagte, der Tourismusplan für 2026 setze auf stabile Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und auf Vorbereitung auf kurzfristige Szenarien durch geopolitische Spannungen.
Notfallmanagement: Neue kommunale Pläne für Antigua, Betancuria und Tuineje
Lolina Negrín hat die Arbeit an neuen Notfallplänen für drei Gemeinden vorangetrieben. Die zuständige Ratsfrau der Inselverwaltung traf sich mit Vertretern von Antigua, Betancuria und Tuineje sowie Technikern der öffentlichen Gesellschaft GESPLAN, um den Stand der beauftragten Pläne zu prüfen. In der Sitzung besprach man die nächsten Verwaltungsschritte, die für die Genehmigung durch die beteiligten Stellen nötig sind. Die Pläne sind Teil des kanarischen Zivilschutzrahmens PLATECA und sollen Prävention und Koordination bei Notfällen auf Fuerteventura verbessern.
Corralejo: Guardia Civil fand zwei Mörsergranaten in einem Haus
Die Guardia Civil hat in Corralejo zwei Mörsergranaten in einem Wohnhaus entdeckt. Der Fund erfolgte am 15. April in der Urbanisation Atalaya Dorada im Rahmen einer gerichtlichen Maßnahme, nachdem Beamte Objekte mit Merkmalen militärischen Ursprungs identifiziert hatten. Spezialisten des Entschärfungsdienstes GEDEX bestätigten nach Sichtung von Fotos die Gefahr und aktivierten das Protokoll. Vor Ort stellten sie fest, dass die 50-Millimeter-Granaten Sprengstoff enthielten, entfernten sie und ließen sie zur sicheren Zerstörung abtransportieren.
Puerto del Rosario: PP kritisierte abgelehnte Parkzonen
Ana Padilla hat die Ablehnung neuer Parkzonen in Puerto del Rosario scharf kritisiert. Die Sprecherin des Partido Popular in der Hauptstadtgemeinde sagte, der Bürgermeister habe den Antrag zurückgewiesen und erneut erklärt, bereits an Lösungen zu arbeiten. Padilla erklärte, diese Aussage wiederhole sich seit fast drei Jahren, während der Parkplatzmangel zugenommen habe und Bewohner, Beschäftigte sowie Besucher täglich Probleme hätten. Der Mobilitätsplan 2023 bis 2027 habe sich als ineffektiv erwiesen, und die Ablehnung zeige fehlende Planung und politischen Willen.
Tuineje: Gemeinde bereitete Sanierung von 80 Wohnungen in Gran Tarajal vor
David Herrera hat die Bewohner von 80 Wohnungen in Gran Tarajal über die geplante Sanierung informiert. Der Bürgermeister von Tuineje erklärte, die technischen Projekte des städtischen Regenerationsprogramms seien abgeschlossen und bereit für die Umsetzung. Bei dem Treffen mit Víctor Alonso, dem Wohnungsdezernenten von Fuerteventura, und Miguel Andújar, dem Wohnungsstadtrat von Tuineje, erläuterte man die Schritte zur Ausschreibung. Die Eigentümer müssen eine Gemeinschaft bilden, damit die Gemeinde rechtlich eingreifen kann, obwohl die Finanzierung nach Angaben Herreras gesichert ist.
Pájara: Gemeinde vergab elektrische Inspektionen in Kindergärten
Alexis Alonso hat regelmäßige Kontrollen der Elektroanlagen in vier städtischen Kindergärten vergeben. Der Stadtrat in Pájara erklärte, die technische Abteilung stärke damit die Sicherheit in sensiblen Bereichen wie Bildungseinrichtungen in Morro Jable, Costa Calma, La Lajita und Pájara. Nuria Moares, zuständige Stadträtin für Kindergärten, sagte, sichere Räume für Kinder und Personal hätten Priorität. Bürgermeister Alejandro Jorge betonte, die Maßnahme entspreche der technischen Vorschrift ITC BT 05 des Niederspannungsregelwerks und stehe für verantwortungsvolle Infrastrukturpflege.
Jagdplanung: Inselverwaltung startete Beteiligungsprozess für neue Pläne
Carlos Rodríguez hat den Beteiligungsprozess für den Plan Insular und den Technischen Jagdplan gestartet. Die Jagdabteilung der Inselverwaltung führte dazu am 27. und 28. April Treffen in der Bibliothek von Gran Tarajal und im Insularen Jugendzentrum durch. Jäger von der ganzen Insel, Umweltagenten sowie Techniker von Inselverwaltung und Gemeinden diskutierten Nutzung und Schutz jagdbarer Arten. Rodríguez bewertete die Resonanz als positiv, und die Beiträge sollen nun ausgewertet werden, damit im nächsten Jahr ein Entwurf endgültig genehmigt werden kann.
Kulturerbe: Programm Memoria Viva 2025 arbeitete an Mühlen und Museen
Lola García hat die Arbeiten des Programms Memoria Viva 2025 am Molino de la Corte besucht. Die Präsidentin der Inselverwaltung besichtigte mit Arbeitsförderungsbeauftragter Nuria Cabrera Reinigungen, Holzkonservierung, Anstriche sowie Anpassungen im Umfeld der historischen Anlage. Das Programm beschäftigt seit November 2025 insgesamt 17 Personen und wird mit mehr als 472.000 Euro finanziert. Rayco León, Museumsbeauftragter, und Sandra Torres, Kulturerbebeauftragte von Antigua, begleiteten den Termin, und die Finanzierung läuft über Inselverwaltung und Kanarenregierung aus dem Fonds FDCAN.
Corralejo: Holi Colour Festival brachte Kultur und Tourismus zusammen
Isaí Blanco hat das Holi Colour Festival in Corralejo als Zeichen gelebter Vielfalt hervorgehoben. Der Bürgermeister von La Oliva sagte, die Veranstaltung unterstreiche die multikulturelle Identität der Gemeinde und lade Einheimische sowie Besucher zum Mitfeiern ein. Das Festival fand am 3. Mai auf der Plaza Patricio Calero statt und wurde vom Ayuntamiento de La Oliva und dem Club Indostánico de Fuerteventura organisiert. Von 12 bis 18 Uhr gab es internationale DJs, Bollywood-Tänze, indische Küche und Farbpulver, wie Tourismusbeauftragter David Fajardo erklärte.
Antigua: Grundschüler besuchten Rathaus und stellten Fragen an den Bürgermeister
Matías Peña García hat rund hundert Kinder im Rathaus von Antigua empfangen. Der Bürgermeister und die Bildungsdezernentin América Soto Betancor begrüßten die Schüler der Grundschule CEIP El Castillo, die auch die Büros der örtlichen Polizei und die Bibliothek besuchten. Im Plenarsaal stellten die Kinder Fragen zu Alltag und Arbeit des Bürgermeisters. Peña García ermutigte sie, zu spielen, zu lernen und hilfsbereit zu sein, und sagte, vielleicht werde später einer von ihnen selbst Bürgermeister und empfange dann neue Schülergruppen.
Wein von Fuerteventura: Bodega Gavías El Sordo gewann Medaillen
Bodegas Gavías El Sordo hat beim Wettbewerb Alhóndiga 2026 neue Auszeichnungen geholt. Die 39. Ausgabe des ältesten Weinwettbewerbs der Kanarischen Inseln fand in Tacoronte statt und würdigte Weine mit Herkunftsbezeichnung. Auf Fuerteventura erhielt die Bodega eine weitere Medaille für ihren Espumoso Brut Nature. Der Weißwein Papaino wurde ebenfalls ausgezeichnet, wobei im Bericht die Expertise des Önologen Pedro Lorenzo Díaz Perdomo aus Güímar hervorgehoben wurde, und der Papaino Malvasía Volcánica gewann Gold.
Sport: Nachwuchsvolleyball brachte Teams von Fuerteventura und Lanzarote zusammen
Der CD Bentaguaire hat die alevín-Phase im weiblichen Volleyball organisiert. Das Turnier am Sonntag brachte Teams von Lanzarote und Fuerteventura zusammen, und die Organisatoren berichteten von hohem Niveau und fairer Atmosphäre. Nach Halbfinals mit Mayvi Corralejo gegen CV Guenia sowie Bentaguaire gegen CV Arrecife erreichten CV Arrecife und CV Guenia das Finale. CV Arrecife gewann 2:0, und der Verein lobte Verhalten der Spielerinnen, Unterstützung der Familien und die Basisarbeit der Clubs.
Wasser: Kanarenregierung schrieb 8,5 Millionen Euro für Entsalzung aus
Manuel Miranda hat neue Zuschüsse für Entsalzungsanlagen auf den Kanarischen Inseln angekündigt. Der zuständige Minister der Regionalregierung erklärte, die im Amtsblatt BOC veröffentlichte Ausschreibung solle Trinkwasserkosten senken und die Effizienz der Anlagen steigern. Die Förderung umfasst 8,5 Millionen Euro aus staatlichen Mitteln und gilt für Maßnahmen zwischen 1. Juli 2024 und 30. Juni 2025, Anträge mussten binnen 15 Werktagen gestellt werden. Miranda forderte mehr Unterstützung des Staates, weil die Stromkosten seit 2019 stark gestiegen seien.
Día de Canarias: Regionalregierung kündigte Programm bis 6. Juni an
Alfonso Cabello hat mehr als 100 Veranstaltungen zum Día de Canarias vorgestellt. Der Vizepräsident der Präsidentschaft sagte, das Programm unter dem Motto Somos Patrimonio de Canarias laufe bis 6. Juni auf allen Inseln und solle Identität und Zusammenhalt stärken. Poli Suárez präsentierte die Woche der traditionellen Spiele und Sportarten, die auch Vorführungen auf Fuerteventura vorsah. Migdalia Machín erklärte, der Mes de Canarias verbinde Kultur mit Wissen und Innovation, und das Programm reiche von Konzerten bis zu Wissenschafts-Miniferias sowie Terminen in Madrid und Brüssel.






