Fuerteventura spricht über die gerichtlich bestätigte Räumung einer Kita in Costa Calma, das stärkste Erdbeben seit fünf Jahren und neue Schritte beim Ausbau der Nord-Süd-Autobahn sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Costa Calma: Gericht hat Räumung der Kita bestätigt
Ein Gericht hat die Räumung der Kindertagesstätte in Costa Calma bestätigt. Die Audiencia Provincial in Las Palmas wies die Berufung des Stadtrats von Pájara gegen ein Urteil vom September 2024 zurück und bestätigte die Räumung der Immobilie an der Avenida Happag Lloyd in der Urbanisation Cañada del Río.
Das Gericht verwarf das Argument, es handle sich um öffentliches Eigentum, und sah die zivilrechtliche Zuständigkeit gegeben. Die PP in Pájara forderte Erklärungen, ihre Sprecherin Miryam de León warnte vor Folgen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Erdbeben der Stärke 4,8 hat Fuerteventura spürbar erreicht
Das Instituto Geográfico Nacional hat ein Erdbeben der Stärke 4,8 vor den Kanaren registriert. Das Beben ereignete sich am Freitag um 9.50 Uhr im Atlantik, rund 61 Kilometer nördlich von Las Palmas de Gran Canaria, in 30 Kilometern Tiefe und wurde auch auf Fuerteventura wahrgenommen.
Laut Institut erreichte es Intensität III und verursachte leichte Gebäudeschwingungen ohne Schäden. Spürbar war es unter anderem in den Gemeinden Pájara und Puerto del Rosario, 35 Minuten zuvor hatte es bereits ein Beben der Stärke 2,1 zwischen Gran Canaria und Teneriffa gegeben.
Nord-Süd-Autobahn: Kanaren haben Überwachung für Bauabschnitt vergeben
Die kanarische Regierung hat den Auftrag zur Überwachung der Bauarbeiten am Abschnitt Aeropuerto bis Cruce de Pozo Negro vergeben. Der Vertrag umfasste 3.727.571,41 Euro inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC und sah technische Kontrolle, Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit vor.
Als Auftragnehmer schlug die Regierung ein Konsortium aus Sociedad de Ingeniería, Jaraba Ingenieros und Evalúa Soluciones vor. Der 17 Kilometer lange Abschnitt der Verbindung Puerto del Rosario bis Morro Jable enthielt einen 1,2 Kilometer langen Tunnel und ein 190 Meter langes Viadukt, zudem waren Photovoltaikanlagen für die Beleuchtung geplant.
Betancuria hat Studien zum Schutz des Palmenhains in Vega de Río Palmas gefordert
Betancuria hat pflanzengesundheitliche Untersuchungen für den Palmenhain im Barranco de Vega de Río Palmas gefordert. Das Rathaus verwies darauf, dass erneut eine kanarische Palme umstürzte und trotz mehr Regen weiterhin Wassermangel herrschte, weil die Dürre der vergangenen Jahre nachwirkte.
Bürgermeister Enrique Cerdeña Méndez verlangte, die umgestürzte Palme zu entfernen und den Weg nach Las Peñitas wieder sicher und zugänglich zu machen. Er erinnerte daran, dass die Inselverwaltung für den Parque Rural de Betancuria zuständig war, und warf ihr Nachlässigkeit beim Schutz des Parks vor.
Puerto del Rosario hat Hilfen für Mietkautionen junger Menschen weiter vorbereitet
Puerto del Rosario hat die Fortführung von Hilfen für Mietkautionen für junge Menschen bis 35 Jahre abgesichert. Die Viceconsejería de Hacienda y Relaciones con la Unión Europea der kanarischen Regierung hob ein früheres negatives Gutachten zur finanziellen Nachhaltigkeit auf und stellte ein positives Gutachten aus.
Bürgermeister David de Vera Cabrera erklärte, die Neubewertung schütze die Autonomie des Rathauses und die Interessen junger Bürger. Finanzstadtrat Juan Manuel Verdugo Muñoz verwies auf technische und juristische Argumente, Wohnungsbaustadträtin Toñi Fernández kündigte eine baldige Veröffentlichung der Ausschreibung an.
Costa Calma: Pájara hat Reinigung abschnittsweise neu organisiert
Pájara hat die intensive Reinigung in Costa Calma als abgeschlossen gemeldet und die Zusammenarbeit mit der Inselverwaltung hervorgehoben. Die Arbeiten betrafen Gartenanlagen, im Palmenhain sollten sie mit Maschinen und städtischem Personal fortgesetzt werden, um Bereiche schrittweise zu verbessern.
Die Stadtverwaltung erklärte, sie setze künftig stärker auf abschnittsweise Einsätze, um Wirkung und Effizienz sichtbarer zu machen. Dieses Vorgehen gelte, bis ein laufendes Ausschreibungsverfahren beendet sei, danach sollte ein spezialisiertes Unternehmen die umfassende Reinigung übernehmen.
Technologiepark hat Geodaten-Konferenz für Risikoprävention ausgerichtet
Der Technologiepark auf Fuerteventura hat die zweite GIC-Nutzerkonferenz ausgerichtet. Die Veranstaltung am 21. und 22. Mai lief im Projekt ISSEC und wurde von der UTE Telespazio Ibérica und Pegasus Aero Group organisiert, Fachleute diskutierten Anwendungen für Umwelt, Raumplanung und Luft und Raumfahrt.
Cabildo-Präsidentin Lola García sagte, die Werkzeuge hätten direkte Bedeutung für Alltag und Schutz des Territoriums. Migdalia Machín, Ministerin der Kanaren für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur, nannte die Bedingungen der Inseln günstig für Notfallmanagement, zudem standen Funktionen zur Früherkennung von Waldbränden im Programm.
Inselverwaltung hat neuen Trainingsplatz für Jagdhunde in La Oliva eröffnet
Die Inselverwaltung hat einen neuen Trainingsplatz für Jagdhunde eröffnet. Das Coto La Capellanía entstand in der ehemaligen Piconera de los Chacón in La Oliva und ergänzte bestehende Flächen in Coto de los Camachos, Parque Holandés, Barranco Río Cabras und Guerepe.
Geöffnet war der Platz laut Angaben vom 28. Mai bis zum letzten Tag vor Beginn der Jagdsaison 2026. Erlaubt waren Trainingstage am Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag sowie an nationalen und regionalen Feiertagen jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
Programm „No Olvides Lo Nuestro“ hat Traditionen in Schulen und Einrichtungen gebracht
Die Sportabteilung der Inselverwaltung hat das Programm „No Olvides Lo Nuestro“ fortgesetzt. Anlässlich des Día de Canarias richtete sich die Initiative an Schulen und Vereine und sollte kanarische Spiele, Sportarten und Bräuche bewahren und verschiedenen Gruppen auf Fuerteventura zugänglich machen.
Geplant waren Aktivitäten in acht Schulen sowie in sozialen Einrichtungen wie der Seniorenresidenz in Puerto del Rosario, der Tagesklinik des Krankenhauses, der Vereinigung ADIVIA und Zentren in Puerto del Rosario und Gran Tarajal. Sportdezernent Luis González betonte den Wert für Zusammenleben und Identität.






