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    Fuerteventura Nachrichten 14. Dezember 20252 Min. Lesedauer

    Kampf gegen Aenas Gebühr: Kanaren wehren sich energisch

    Kampf gegen Aenas Gebühr: Kanaren wehren sich energisch
    Kampf gegen Aenas Gebühr: Kanaren wehren sich energisch — Bild: Abb. ähnlich

    Die kanarische Regierung lehnt die neue Gebührenregelung ab, die Aena an den Flughäfen plant. Die Abgabe für Reisebusse, die Passagiere absetzen oder abholen, soll gestoppt oder verzögert werden. Die Regierung sieht darin eine kommerzielle Maßnahme, die den Zielen der nachhaltigen Mobilität widerspricht.

    Worum es geht (TL;DR)

    • Kanarische Regierung lehnt Aenas neue Gebühr für Reisebusse an Flughäfen ab.
    • Verband kritisiert zusätzliche Kosten von bis zu 6.000 Euro monatlich pro Unternehmen.
    • Einführung ab Januar 2026 geplant, zunächst auf Lanzarote und Teneriffa Süd.

    Aena betreibt die Flughäfen der Kanaren

    Aena, der staatliche Flughafenbetreiber Spaniens, verwaltet die meisten öffentlichen Flughäfen des Landes, darunter alle auf den Kanarischen Inseln. 51 Prozent der Anteile hält der spanische Staat, der Rest ist börsennotiert. Aena legt die Gebühren für die Nutzung der Flughafeninfrastruktur fest.

    Regierung unterstützt die Transportbranche

    María Fernández von der kanarischen Regierung erklärte, dass das Kabinett die Transportwirtschaft unterstützt. Die Regierung steht hinter dem Verband der Transportunternehmer der Kanarischen Inseln, der die Interessen von Bus- und Transportunternehmen vertritt. Aena plant eine zeitabhängige Gebühr für Reisebusse.

    Der Verband kritisiert, dass Aena im vergangenen Jahr rund zwei Milliarden Euro Gewinn machte und sieht keine Notwendigkeit für zusätzliche Belastungen. Die Verträge für die Wintersaison 2025/2026 sind bereits abgeschlossen, sodass Mehrkosten nicht weitergegeben werden können. Für Unternehmen könnten die Kosten bis zu 6.000 Euro monatlich betragen.

    Sorge um Verkehr und Umweltfolgen

    Die kanarische Regierung sieht die geplante Gebühr im Widerspruch zur staatlichen Gesetzgebung zur nachhaltigen Mobilität. Fernández warnte, dass höhere Kosten für Reisebusse zu mehr Mietwagen führen könnten, was den Verkehr nicht entlastet und Emissionen nicht reduziert. Besonders betroffen wären stark belastete Verkehrsachsen auf Gran Canaria und Teneriffa.

    Einführung ab 2026 geplant

    Aena will ab Januar 2026 ein neues Abrechnungssystem für Reisebusse einführen, zunächst auf Lanzarote und Teneriffa Süd. Später soll es auf Fuerteventura und Gran Canaria ausgeweitet werden, spätestens bis 2027. Betroffen sind vor allem Reisebusse im touristischen Bereich.

    Regierung kündigt Widerstand an

    María Fernández kündigte an, alle Mittel zu nutzen, um die Einführung der Gebühr zu verhindern. Gespräche mit dem Koordinator der kanarischen Flughäfen hätten gezeigt, dass die Regelung auf übergeordneter Ebene beschlossen werde. Die Regierung will das Thema dort vorbringen, um die Maßnahme zu stoppen.

    Aena begründet die Gebühr mit ihrer Unternehmenspolitik. Reisebusse sollen künftig Entgelte zahlen, die sich an Parkgebühren für private Fahrzeuge orientieren. Die Regierung und die Transportwirtschaft sehen darin eine Benachteiligung des kollektiven Personenverkehrs, der für Tourismus und Mobilität auf den Kanaren wichtig ist.

    Sport Wirtschaft
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