Fuerteventura hat die Beschädigung eines bedeutenden archäologischen Fundorts gemeldet. Die Abteilung für Kulturerbe des Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) bestätigte einen Raub an der archäologischen Fundstätte Montaña del Sombrero im Gemeindegebiet von Antigua. Der Vorfall, der den zuständigen Behörden gemeldet wurde, gilt als Straftat gegen das historische und kulturelle Erbe der Insel.
Worum es geht (TL;DR)
- An der archäologischen Fundstätte Montaña del Sombrero wurden Teile eines Felsens mit uralten Gravuren entwendet.
- Ein aufmerksamer Bürger meldete den Vorfall und übergab fünf Fragmente der beschädigten Steine an die Behörden.
- Das Cabildo kündigte rechtliche Verfolgung an und rief die Bevölkerung zur Mithilfe beim Schutz des Kulturerbes auf.
Ausgelöst wurde die Untersuchung durch den Hinweis eines Bürgers, der die Behörden auf Veränderungen an der Fundstätte aufmerksam machte. Dank seiner schnellen Reaktion begab sich ein Inspektionsteam der Abteilung für Kulturerbe gemeinsam mit Beamten der Seprona (Umweltabteilung der Guardia Civil) umgehend an den Ort. Dort stellten sie fest, dass Teile des Felsens, auf dem uralte Gravuren zu sehen waren, entfernt worden waren.
Bürgerliches Engagement ermöglicht Rettung
Der aufmerksame Bürger übergab den Behörden fünf Fragmente der beschädigten Steine, die von den Gravuren stammten. Diese Stücke wurden zur Untersuchung, Aufbewahrung und Restaurierung an die Abteilung für Kulturerbe übergeben. Durch diese Zusammenarbeit konnte zumindest ein Teil des gestohlenen Materials gesichert und für künftige wissenschaftliche Analysen bewahrt werden.
Ohne dieses rasche Handeln wäre der Schaden für dieses wichtige archäologische Zeugnis Fuerteventuras weitaus größer gewesen. Das Cabildo betonte, dass die Beteiligung der Bevölkerung eine entscheidende Rolle beim Schutz des kulturellen Erbes spiele.
Einzigartiges Zeugnis der Inselgeschichte
Die Felsgravuren an der Montaña del Sombrero sind als Bien de Interés Cultural (BIC), also als Kulturgut von öffentlichem Interesse, klassifiziert. Sie zählen zu den wertvollsten archäologischen Relikten der Insel. In dem Gebiet sind Inschriften in libysch-berberischer und lateinisch-kanarischer Schrift erhalten, ergänzt durch geometrische und symbolische Muster.
Diese Gravuren sind ein bedeutendes Zeugnis der frühen Besiedlung der Insel und geben Einblick in die kulturellen und spirituellen Ausdrucksformen der damaligen Bevölkerung. Ihr Verlust oder ihre Beschädigung würde einen unwiederbringlichen Schaden für die Forschung und das kulturelle Gedächtnis Fuerteventuras darstellen.
Schutz und gesetzliche Verantwortung
Der Inselrat für Kulturerbe, Rayco León, erinnerte daran, dass jede nicht genehmigte Handlung an geschützten Kulturgütern ein strafbares Delikt darstellt. Der Schutz und die Bewahrung des historischen Erbes sei eine gemeinsame Aufgabe, an der Behörden und Bürger gleichermaßen beteiligt sein müssten.
Die Inselregierung lobte die Aufmerksamkeit des Bürgers, der durch seine Meldung eine teilweise Wiederherstellung des Panels ermöglicht hat. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, mögliche Beobachtungen über Veränderungen an archäologischen Fundorten umgehend zu melden – entweder direkt bei der Abteilung für Kulturerbe (Telefon +34 928 86 23 00, Durchwahl 664) oder bei den zuständigen Behörden.
Konsequente Strafverfolgung angekündigt
Das Cabildo de Fuerteventura erklärte, dass der Vorfall rechtlich verfolgt werde und jede Handlung, die das kulturelle Erbe der Insel gefährde, Konsequenzen nach sich ziehen werde. Die Bewahrung dieser Stätten sei entscheidend, um das Wissen über die Vergangenheit zu sichern und kommenden Generationen zugänglich zu machen.
Mit der schnellen Reaktion der Behörden und der Hilfe der Bevölkerung konnte ein Teil des archäologischen Erbes bewahrt werden. Der Fall macht jedoch deutlich, wie empfindlich die historischen Schätze Fuerteventuras sind und wie wichtig eine gemeinsame Verantwortung für ihren Schutz bleibt.











