Fuerteventura spricht über die neue Entsalzungsanlage in Matas Blancas, Hafenarbeiten in El Cotillo und den Erfolg kanarischer Produkte bei CINVE sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Neue Entsalzungsanlage in Matas Blancas soll den Süden versorgen
Die Inselverwaltung hat den Standort für eine neue Entsalzungsanlage in Matas Blancas festgelegt. Die Junta General des Consejo Insular de Aguas de Fuerteventura beschloss den Bau einstimmig. Die Anlage soll die Wasserproduktion dezentralisieren und die Abhängigkeit von Puerto del Rosario senken, erklärte Cabildo-Präsidentin Lola García. Wasserbeauftragter Adargoma Hernández sagte, die Planung stütze sich auf Studien mit der Raumordnungsbehörde und dem Instituto Tecnológico de Canarias. Vorgesehen sind zunächst 15.000 Kubikmeter täglich, mit Ausbauoption.
Mario Cabrera drängt auf schnelle Arbeiten am Hafen von El Cotillo
Mario Cabrera González hat schnellere Bauarbeiten am Fischereischutzgebiet El Cotillo verlangt. Der Abgeordnete sprach in der Kommission für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität. Er verwies auf 200.000 Euro im Haushalt der Kanaren-Regierung für Asphaltierung und Reparaturen am Wellenbrecher sowie Tore, Stege, Slipwagen und Dieseltank. Cabrera sagte, die Forderung gehe auf die Stadtverwaltung von La Oliva zurück, während der Sektor unter schlechter Fischerei und steigenden Treibstoffkosten leide. Minister Narvay Quintero kündigte weitere Hafenverbesserungen vor Sommerbeginn an.
Fuerteventura trägt zum Medaillenplus der Kanaren bei CINVE bei
Fuerteventura hat den Erfolg der Kanarischen Inseln beim Wettbewerb CINVE mitgetragen. Der Archipel erhielt insgesamt 57 Medaillen für Weine und Agrarprodukte. 52 Auszeichnungen entfielen auf Wein, dazu kamen Wermut, Spirituosen, Cidre und Öl – eine Steigerung von 39 Prozent. Landwirtschaftsminister Narvay Quintero erklärte, die Ergebnisse belegten die Wettbewerbsfähigkeit des Primärsektors gegenüber fast 1000 Proben aus Ländern wie Frankreich, Argentinien oder Deutschland. Die Preisverleihung findet am 21. Mai in Madrid statt.
Abkommen auf FEAGA soll lokale Produkte und Gastro-Tourismus stärken
Die öffentliche Gesellschaft GMR Canarias hat ein Abkommen mit Fuertegourmet unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde auf der Landwirtschafts-, Viehzucht- und Fischereimesse FEAGA auf Fuerteventura geschlossen. Narvay Quintero, Minister für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei und Ernährungssouveränität, und Gustavo Astrada, Präsident von Fuertegourmet, setzten ihre Unterschriften unter den Vertrag. Er soll Produzenten unterstützen, die Wertschöpfungskette stärken und die Anerkennung von Lebensmitteln der Insel lokal wie international erhöhen. Beide Seiten ordnen das Projekt in die Strategie öffentlicher und privater Partnerschaften ein.
Costa Calma erneuert Fußwege, Nebenstraßen und Parkplätze
Das Cabildo hat Arbeiten zur Erneuerung von Fußwegen und Parkflächen in Costa Calma gestartet. Teams des Programms "Fuerteventura, bonita por naturaleza" setzen die Maßnahmen auf Anfrage der Gemeinde Pájara um. Entlang der FV-2 wurden elf Aktionszonen definiert, außerdem Nebenstraßen und Parkplätze. Die Arbeiten umfassen Reinigung, Freischneiden, Beschneiden und Sanierung öffentlicher Bereiche, auch an Korridoren wie El Palmeral und an den Rändern der FV-603. Kleinere Fällungen, ausgenommen Palmen, sind aus Sicherheitsgründen möglich.
Gericht bestätigt Antiguas Eigentum an Grundstück mit Anlagen in Las Salinas
Der Oberste Gerichtshof der Kanaren hat Antiguas Anspruch auf ein Grundstück in Las Salinas bestätigt. Bürgermeister Matías Peña teilte mit, das Gericht habe den Einspruch der Concursal Ramiterra abgewiesen. Die Gemeinde hatte im Verfahren zur Übernahme der Urbanisation Las Salinas, Sektor 9 des Flächennutzungsplans, auf eine unentgeltliche Abtretung nach städtebaulichen Vorgaben bestanden. Peña erklärte, das Urteil bestätige die Aufnahme des Grundstücks ins öffentliche Eigentum, auf dem sich Entsalzungs- und Kläranlagen befinden.
"El Alma de la Isla" soll Erbe und Bildung auf Fuerteventura stärken
Die Inselverwaltung hat die Kampagne "El Alma de la Isla" gestartet. Cabildo-Präsidentin Lola García sagte, das kulturelle Erbe mache Fuerteventura einzigartig und müsse stärker vermittelt werden. Kulturbeauftragter Rayco León erklärte, die Initiative umfasse materielles und immaterielles Erbe, von Bräuchen bis zu kollektiven Erinnerungen. Geplant sind eine Webseite, Social-Media-Inhalte, Zyklen und Treffen mit Volksfesten sowie "Paisajes con Historia" mit Führungen an 13 Orten. Dazu kommen Tage der offenen Tür in Museen und archäologischen Stätten sowie Bildungsangebote für Schüler.
Freiwillige Reinigung natürlicher Quellen in Antigua angekündigt
Die Stadtverwaltung von Antigua hat eine freiwillige Reinigungsaktion an natürlichen Quellen unterstützt. Organisiert wurde sie von der Sociedad de Cazadores Unión Antigua unter dem Motto "Deine Gemeinde braucht dich!". Der Präsident der Jägergesellschaft, Joel Torres, lud zur Teilnahme ein, um die Quellen zu säubern und ihre ökologische Qualität zu verbessern. Stadtrat Samuel Torres sagte, der Termin passe nach einer intensiven Regenzeit, weil die Quellen als Treffpunkte und Lebensraum für Arten wie Rebhuhn, Kaninchen und Wiedehopf erhalten bleiben sollen. Unterstützer sind unter anderem die Cooperativa UMCE, Bar Artesano, La Cerquita und die Inselverwaltung.





