Das spanische Nationalgericht hat die Auslieferung eines Mannes von Fuerteventura nach Marokko genehmigt. Marokko wirft ihm vor, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein, die Migrantenüberfahrten über den Atlantik organisiert haben soll.
Worum es geht (TL;DR)
- Spanisches Nationalgericht genehmigt Auslieferung eines Mannes von Fuerteventura nach Marokko wegen Schleuserverdachts.
- Marokko wirft ihm vor, gegen Bezahlung illegale Migrantenüberfahrten über den Atlantik organisiert zu haben.
- Der Mann wurde am 22. Mai 2025 in Puerto del Rosario aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen.
Marokkanische Behörden behaupten, der Mann habe gegen Bezahlung Überfahrten vorbereitet, um die illegale Einreise nach Europa zu ermöglichen. In Spanien drohen für solche Delikte bis zu zwölf Jahre Haft.
Spanisches Nationalgericht genehmigt Auslieferung nach Marokko
Die Verteidigung des Mannes kritisierte den Auslieferungsantrag als fehlerhaft, doch das Gericht sah ausreichend Beweise für die Auslieferung. Der Mann ist in Spanien nicht angeklagt, was die Auslieferung erleichtert.
Am 22. Mai 2025 wurde er in Puerto del Rosario verhaftet. Ein internationaler Haftbefehl aus Marokko lag bereits vor. Marokko verdächtigt ihn, illegal Ausreisen organisiert zu haben, was dort mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden kann.
Am 23. Mai 2025 erklärte der Festgenommene vor Gericht, er wolle nicht ausgeliefert werden. Trotzdem wurde Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet.
Vorwürfe wegen Organisation illegaler Migration
Ein Polizeiprotokoll aus Marokko beschreibt, wie der Mann sich mit anderen zu kriminellen Zwecken traf. Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler Schlauchboote und weitere Ausrüstung. Zeugen sagten, diese hätten ihm gehört.
Der Mann gab an, die Beteiligten gekannt zu haben, da sie in der Organisation irregulärer Migration tätig seien. Er habe sich mit ihnen getroffen, da er selbst nach Spanien reisen wollte. Wegen Geldmangels habe er bei der Organisation geholfen.











