Fuerteventura beschäftigt sich mit dem Aufstieg der SD Villaverde Norte, Protesten für inklusive Bildung und dem Spielabbruch im Stadion Doña Julita.
SD Villaverde Norte steigt in die Tercera RFEF auf
Die SD Villaverde Norte hat den Aufstieg in die Tercera RFEF perfekt gemacht. Im Rückspiel gegen die UD Sotavento gewann das Team mit 2:1 und setzte sich damit insgesamt mit 3:2 durch. Im voll besetzten Stadion Doña Julita hatte Sotavento zunächst geführt: Kevin traf in der 24. Minute zur Führung.
Villaverde drehte die Partie nach mehreren Wechseln. Chata glich aus und erzielte in der Verlängerung den entscheidenden Treffer. Danach häuften sich Karten und Platzverweise, die Partie geriet zunehmend in Unruhe.
Spielabbruch nach Platzverweisen und Zuschauer-Vorfall
Der Schiedsrichter brach die Partie nach der ersten Hälfte der Verlängerung ab. Er hatte zuvor vier Spieler von Sotavento vom Platz gestellt, sodass die zweite Hälfte der Verlängerung nicht mehr angepfiffen werden konnte – Sotavento hatte nur noch sieben Spieler auf dem Feld. Ein weiterer Platzverweis und ein Vorfall mit einem Zuschauer hatten die Lage zusätzlich eskalieren lassen. Sotavento hatte zuvor noch Chancen vergeben, darunter ein Lattentreffer von Kevin. Villaverdes Torhüter Julio hatte in der 82. Minute gehalten.
Demonstrationen auf Fuerteventura für inklusive öffentliche Schulen
Mehrere Gruppen demonstrierten am Sonntag auf Fuerteventura und weiteren Inseln für inklusive Bildung. Die Plattform für inklusive Bildung auf den Kanaren forderte echte Unterstützung für Schüler mit Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen und kritisierte, dass es in der Praxis an Personal und Konzepten mangelt.
Die Plattform verlangte neben Unterstützungspersonal auch Fachkräfte für Co-Teaching, das in anderen Regionen als erfolgreich gilt. Sie wandte sich gegen eine systematische Überweisung in Sonderunterricht ohne akademischen Lehrplan und warnte vor fehlenden Abschlüssen und Perspektiven nach dem Schulweg.
Kritik an fehlenden Perspektiven nach der Schulzeit
Die Demonstrierenden beschrieben die Lage nach dem vorgesehenen Bildungsweg als unzureichend. Als Optionen blieben laut den Organisatoren häufig nur das NEAE +21 Programm oder eine angepasste Berufsausbildung, um einige Jahre länger im System zu verbleiben.
FIMAPA erklärte, die Mehrheit der Betroffenen bleibe am Ende zu Hause und habe keine Aussicht auf berufliche Entwicklung. Ohne Werkzeuge zur sozialen und beruflichen Integration werde die Abhängigkeit künftig zunehmen, so die Kritik der Plattform.


