Fuerteventura spricht über neue Fährverbindungen ab Morro Jable, mehr Wohnraum in Puerto del Rosario und eine Umweltkonferenz auf der Insel sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Morro Jable erhält wieder tägliche Fähren nach Gran Canaria
Lola García hat die verbesserte Seeverbindung zwischen Morro Jable und Gran Canaria hervorgehoben. Sie erklärte bei der Vorstellung der Schnellfähre „Mercedes Pinto“ der Reederei Balearia auf Teneriffa, dass das Schiff die tägliche Konnektivität verstärkte und nun auch Verbindungen von Montag bis Freitag ermögliche, während die Wochenendrouten bestehen blieben.
García sagte, die tägliche Anbindung erleichtere die Mobilität von Arbeitern, Studenten und Patienten. Bei dem Termin nahmen auch Fernando Clavijo als Präsident der Kanarischen Regierung, Pablo Rodríguez als Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität sowie Adolfo Utor als Präsident von Balearia Canarias teil.
Puerto del Rosario genehmigt Änderung für 22 Reihenhäuser
David de Vera hat die Anpassung der Baugenehmigung für ein Wohnprojekt mit 22 Reihenhäusern in Rosa Vila bestätigt. Der Bürgermeister von Puerto del Rosario erklärte, Wohnraum bleibe eine der größten Sorgen der Bürger, und die Stadtverwaltung habe Projekte vorangetrieben, die das Angebot erweiterten und neue Zugänge zum Markt ermöglichten.
Ana María Hernández, Stadträtin für Stadtplanung, sagte, die Beschleunigung der Verfahren habe Priorität, um Bauland bereitzustellen und Vorhaben umzusetzen. Die Entwicklung des Unternehmens SUMIRANCA S.L. gehörte laut Rathaus zu weiteren Projekten, die den Druck auf den Wohnungsmarkt der Hauptstadt Fuerteventuras senken sollten.
Umweltkonferenz CAMA hat auf Fuerteventura begonnen
Carlos Rodríguez hat zum Start der Atlantischen Umweltkonferenz CAMA den Austausch zu Nachhaltigkeit auf den Kanaren betont. Er sagte zur Eröffnung, die Tagung biete eine Gelegenheit, Wissen zu teilen und Lösungen für Umweltprobleme Fuerteventuras und der anderen Inseln zu finden.
Marlene Figueroa, Ministerin für Ökologische Transition, hob wissenschaftlich fundierte Maßnahmen für Biodiversität und Klimaschutz hervor. Mehr als 15 Experten diskutierten bis Freitag im Palacio de Formación y Congresos Themen wie Kreislaufwirtschaft, Klimawandel und Umweltkommunikation, bevor eine Exkursion zur Biologischen Station La Oliva das Programm abschloss.
„Fuerteventura Protagonista“ hat soziale Anhörung abgeschlossen
Lola García hat die Ergebnisse des Projekts „Fuerteventura Protagonista“ im Centro Insular de Juventud vorgestellt. Sie sagte, die Verwaltung müsse Räume für Begegnung und Dialog schaffen, weil sich Herausforderungen wie soziale Kohäsion und Umweltschutz nur mit Beteiligung der Bürger bewältigen ließen.
Víctor Alonso als Inselrat dankte den Teilnehmern und erklärte, Fuerteventura habe als einzige Insel alle sechs Gemeinden einbezogen. In 220 Kolloquien mit mehr als 250 Teilnehmern seien mehr als 400 Vorschläge gesammelt worden, die auch in dem Buch „Voces majoreras“ erschienen. Die Inselverwaltungen und die Universität La Laguna unterzeichneten zudem ein Memorandum zur Bürgerbeteiligung.
PP in La Oliva verlangt mehr Guardia Civil und Policía Nacional
José Vicente Calero Saavedra hat im Namen des Partido Popular im Rathaus von La Oliva mehr staatliche Sicherheitskräfte gefordert. Der Sprecher der Partei kritisierte, die Gemeinde wachse stark und bleibe ein touristischer Anziehungspunkt, während die Ressourcen von Guardia Civil und Policía Nacional unverändert geblieben seien.
Der PP setzte eine institutionelle Resolution durch, die eine sofortige Verstärkung, modernere Ausrüstung und die Anerkennung des Berufs als Risikoberuf verlangte. Calero sagte, fehlende Vorausplanung und ausbleibende Auswahlverfahren hätten Vakanzen verursacht, die die Sicherheit von Einwohnern und Touristen beeinträchtigten.
Puerto del Rosario erinnert an Regeln für San Juan und San Pedro
Das Rathaus von Puerto del Rosario hat die Vorgaben für die traditionellen Feuer zu San Juan und San Pedro bekräftigt. Es teilte mit, dass Organisatoren ein Feuer bis zum 18. Juni anmelden mussten und dabei Ort, verantwortliche Person und eine Telefonnummer anzugeben hatten.
Die Stadtverwaltung erklärte, Feuer an Stränden, Badezonen und in geschützten Naturgebieten blieben verboten. Die Flammen durften maximal vier Meter hoch sein und mussten Abstände einhalten. Verboten waren auch Plastik, Reifen und Elektrogeräte. Bei Vorfällen verwies das Rathaus auf die örtliche Polizei, die Feuerwehr und den Notruf 112.
Fuerteventura hat erneut eine große Filmproduktion angezogen
Nereida Calero hat die Dreharbeiten des Thrillers und Science-Fiction-Films „El Jardín de Té“ auf Fuerteventura als Signal für den Standort gewertet. Die Vertreterin der Fuerteventura Film Commission sagte, die Rückkehr renommierter Fachleute zeige den Erfolg der Arbeit, die Insel als audiovisuelles Ziel zu etablieren.
Regisseur Gonzalo López-Gallego drehte bereits 2022 „American Star“ vollständig auf Fuerteventura und arbeitete nun erneut an mehreren Drehorten. Die Produktion von Mantarraya Films setzte auf vulkanische Landschaften als zentrales Element. Ein Teil des Drehs sollte im Spätsommer auf die Insel zurückkehren.
Obstbäume aus Pozo Negro gehen wieder vergünstigt in den Verkauf
Lola García hat den Start einer Verkaufskampagne für Obstbäume aus der Granja Experimental von Pozo Negro angekündigt. Sie erklärte gemeinsam mit Enrique Pérez als Landwirtschaftsrat, die Initiative solle die lokale Landwirtschaft stärken und die Landschaft verschönern, weil die Pflanzen in der Anlage vermehrt und an die Bedingungen auf Fuerteventura angepasst worden seien.
Die Inselverwaltung teilte mit, dass mehr als 650 Personen erreicht werden sollten. Termine konnten ab Montag, 8. Juni, um 09.00 Uhr online gebucht werden. Der Verkauf lief vom 15. Juni bis 10. Juli und blieb auf festgelegte Stückzahlen pro Person begrenzt.
Animayo kündigt Festival und Stipendienprogramm in Puerto del Rosario an
Die Inselverwaltung hat eine neue Ausgabe des Animayo-Festivals für den 11. und 12. Juni im Centro Insular de Juventud angekündigt. Sie erklärte, die Veranstaltung werde über den Fondo de Desarrollo de Canarias finanziert, der die Ausbildung und Innovation in kreativen und technologischen Branchen unterstützte.
Animayo gilt als einziges Animationsfestival in Spanien, das als Qualifikationsfestival für die Oscars anerkannt ist. Das Programm umfasste Vorträge, Workshops und Networking sowie mehr als 50.000 Euro an Stipendien, unter anderem für 3D-Animation, Videospieldesign und Cybersicherheit. Veranstalter war Damián Perea Producciones.
Kanaren werben mit Kampagne für Reisen der eigenen Bewohner
Turismo de Canarias hat die Kampagne „Orgullosamente Turisla“ gestartet und damit Reisen kanarischer Bewohner im Sommer beworben. Jéssica de León als Tourismus- und Arbeitsministerin der Kanaren erklärte, es gehe um Zugehörigkeitsgefühl und um eine respektvolle Art, Strände, Natur und Kultur der Kanarischen Inseln zu erleben.
Laut Impactur Canarias generierte der interne Tourismus jährlich etwa 1.850 Millionen Euro Umsatz. Im Sommer 2025 hätten Kanarier fast 737.000 Reisen unternommen, 38 Prozent davon innerhalb des Archipels. Die Ausgaben hätten im Sommer 137 Millionen Euro erreicht, bei durchschnittlich 500 Euro pro Reise und 9,3 Tagen Aufenthalt.
Kanarische Regierung bindet EMERLAN in Notfallmanagement ein
Manuel Miranda hat eine Vereinbarung mit der Freiwilligenorganisation EMERLAN unterzeichnet und damit die Notfallkoordination auf den Kanaren ausgebaut. Der Territorialminister erklärte, das Abkommen würdige Erfahrung und Engagement der Organisation, die besonders auf Lanzarote und La Graciosa in Prävention und Rettung gearbeitet habe.
Die kanarische Regierung teilte mit, EMERLAN erhalte Zugang zur Notfall und Sicherheitsinfrastruktur und wirke bei Einsätzen im Rahmen des regionalen Plans PLATECA sowie weiterer Spezialpläne mit. Amador López von EMERLAN betonte die Bedeutung der Integration in das regionale System.
Pedro Sánchez hat Papst León XIV bei Migrantentreffen begleitet
Pedro Sánchez hat Papst León XIV bei einem Treffen mit Migranten, Arbeitern und Freiwilligen im Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria begleitet. Die spanische Regierung erklärte, der Termin habe zur Agenda des Papstbesuchs auf den Kanarischen Inseln gehört und die Migrationsrealität des Archipels sowie die Arbeit der Helfer thematisiert.
Der Hafen galt seit 2020 als Symbol der Migrationskrise, als dort mehr als 2.000 Menschen untergebracht worden waren. Sánchez empfing den Papst zuvor auf der Luftwaffenbasis Gando. Anwesend waren auch Félix Bolaños, Ángel Víctor Torres, Elma Saiz und Margarita Robles als Mitglieder der spanischen Regierung.
Kanaren setzen beim ländlichen Tourismus auf weniger Bürokratie
Jéssica de León hat beim XVII. Nationalen Kongress für ländlichen Tourismus die Rolle des Segments für die Kanarischen Inseln betont. Sie sagte, ländlicher Tourismus mache nur ein Prozent der Branche aus, trage aber zum Erhalt von Erbe, Landschaft und Traditionen bei und stütze eine nachhaltige Entwicklung.
De León erklärte, die Regierung fördere das Angebot durch Ordnung, Ausbildung und Werbung und wolle bürokratische Hürden für Kleinbesitzer abbauen. Sie nannte als Herausforderungen fehlenden Generationenwechsel und digitale Kluft. Fördermittel zur Energieeffizienz und ein Marktplatz sollten Betriebe unterstützen und Abwanderung bremsen.







