Fuerteventura: Zwei Millionen Euro für soziale Verbände, Kritik an sinkenden Investitionen, neue Impulse für Agrartechnologie und weitere Entwicklungen auf der Insel.
Zwei Millionen Euro für soziale Verbände auf Fuerteventura
Die Inselverwaltung stellt zwei Millionen Euro für soziale Projekte bis Ende 2027 bereit. Präsidentin Lola García erklärte, die Mittel sollten Verbände stützen, die in allen Gemeinden besonders gefährdete Gruppen unterstützen und Familien entlasten.
Sozialbeauftragter Víctor Alonso sagte, die Organisationen erreichten oft Bereiche, in denen die Verwaltung an Grenzen stoße. Das Programm für 2026 bis 2027 soll knapp 60.000 Menschen erreichen und laut Alonso 106 Fachkräfte bei 30 Verbänden beschäftigen.
PSOE beklagt Investitionsrückgang auf Fuerteventura
Der PSOE auf Fuerteventura wirft der kanarischen Regierung eine Benachteiligung der Insel bei Investitionen vor. Manuel Hernández Cerezo, stellvertretender Generalsekretär des PSOE Fuerteventura und regionaler Abgeordneter, verwies auf einen Prüfbericht der Audiencia de Cuentas zur Jahresrechnung 2024.
Demnach sanken die Pro-Kopf-Investitionen 2024 um 22,9 Prozent, die Kapitaltransfers pro Kopf gingen um 21,3 Prozent zurück. Die Investitionsausführung habe auf Fuerteventura nur 43,41 Prozent betragen, während andere Inseln höhere Werte erreicht hätten, so Hernández Cerezo.
AGROTECH zeigt digitale Werkzeuge für den Primärsektor
Die Inselverwaltung hat in der Agrargenossenschaft von Gran Tarajal die Insularen Tage der angewandten Technologie im Primärsektor veranstaltet. Technologiebeauftragte Carmen Alonso erklärte, digitale Anwendungen sollten praxisnah vorgestellt werden, um Betriebe in Landwirtschaft und maritimem Bereich zu modernisieren.
Landwirtschaftsbeauftragter Enrique Pérez nannte Wasserknappheit, trockenes Klima und steigende Kosten als zentrale Belastungen. Fachleute wie Carlos Álvarez vom Kanarischen Institut für Agrarforschung und Javier Hernández vom Institut für Technologie und Erneuerbare Energien sprachen über Wassereffizienz. Vorgestellt wurden zudem Beispiele von GESAN, AGRODRON sowie Robotikansätze der Universität Las Palmas de Gran Canaria.
Puerto del Rosario erneuert Gehwege in der Calle Juan XXIII
Der Stadtrat hat die Reparatur und Verbesserung der Gehwege in der Calle Juan XXIII beschlossen. Bürgermeister David de Vera sagte, Hinweise aus der Nachbarschaft hätten den Handlungsbedarf deutlich gemacht, weil Sicherheit und Pflege öffentlicher Räume Priorität hätten.
Ein technischer Bericht nannte einen Wasseraustritt als Ursache für Absenkungen. Der Wasserversorgungsverband von Fuerteventura (CAAF) soll die Leitung vollständig austauschen. Die Arbeiten kosten 35.195,78 Euro und umfassen Abriss, neues Pflaster, Bordsteine sowie Maßnahmen zur besseren Zugänglichkeit, wie Stadträtin Toñi Fdez. Aragón erläuterte.
PP kritisiert Mehrjahresplan der Stadtregierung in Puerto del Rosario
Der Partido Popular in Puerto del Rosario bezeichnet den Plan Plurianual 2026 bis 2029 als wahlkampforientiert. Sprecherin Ana Padilla sagte, nach drei Jahren ohne nennenswerte Bauprojekte wirke das angekündigte Paket im Jahr vor den Wahlen auffällig.
Der Plan umfasst 9.529.660 Euro, rund sieben Millionen Euro sind für 2027 vorgesehen. Fernando Enseñat vom PP forderte strenge Kontrolle öffentlicher Gelder und erklärte, grundlegende Probleme blieben ungelöst, obwohl Bürger Steuern zahlten. Die Partei kündigte an, die Umsetzung eng zu begleiten.
Gran Baile de Taifas bereitet Día de Canarias auf Fuerteventura vor
Die Inselverwaltung hat die Vorbereitungen für den Gran Baile de Taifas abgeschlossen. Die Veranstaltung findet am Freitag, 29. Mai, auf dem Messegelände in Puerto del Rosario statt. Präsidentin Lola García besuchte die Organisation gemeinsam mit Bürgermeister David de Vera, Kulturbeauftragtem Rayco León und Stadtrat Juan Manuel Verdugo.
Neu ist die Türöffnung um 19.15 Uhr, um Abläufe zu entzerren. Begleitend läuft die Ausstellung Indumentaria Viva, kuratiert von Juan Carlos Romero und Oliver Ojeda. Besucher sind eingeladen, traditionelle Kleidung zu tragen. Auf der Bühne stehen Gruppen von mehreren Inseln, darunter Tababaire und Parranda El Callao von Fuerteventura.
La Oliva vermittelt Traditionen mit Workshops an Schulen
Die Gemeinde La Oliva hat das Projekt Aula de las Tradiciones fortgesetzt. Bildungsbeauftragte Omaira Saavedra erklärte, die Workshops hätten Kindern alte Handwerkskünste und kulturelle Praktiken nähergebracht – darunter Weben, Fischerei, Landwirtschaft, Viehzucht, Käseherstellung sowie traditionelle Musik und Tanz.
Bürgermeister Isaí Blanco sagte, das Angebot stärke Identität und Zugehörigkeitsgefühl. Die Sitzungen liefen im April und Mai. Die Ergebnisse sollen am 27. Mai bei der II Feria del Aula de Tradiciones auf der Plaza de la Iglesia in La Oliva präsentiert werden.
Pájara stellt Programm für Nuestra Señora del Tanquito vor
Der Stadtrat von Pájara hat die Feierlichkeiten zu Ehren von Nuestra Señora del Tanquito in El Cardón angekündigt. Bürgermeister Alejandro Jorge sagte, die Feste seien tief verwurzelt und stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Festtagsrat Juan José Viera verwies auf ein Programm für alle Altersgruppen.
Die Veranstaltungen laufen vom 27. Mai bis 6. Juni und verbinden Musik, Spiele, Sport und religiöse Termine. Geplant sind unter anderem ein Kartenspielturnier, eine Noche Joven mit DJs, der Tanquito runner’s am Samstag sowie Prozessionen und eine Romería zum Abschluss.
Tourismuspreise der Kanaren erstmals auf Fuerteventura
Die Tourismus- und Arbeitsbehörde der Kanarischen Inseln hat 32 Bewerbungen für die Premios de Turismo Islas Canarias 2026 gezählt. Behördenleiterin Jéssica de León erinnerte daran, dass Vorschläge noch bis 30. Mai online eingereicht werden konnten. Die Auszeichnungen würdigen Beiträge von Personen, Unternehmen und Institutionen.
Die Preisverleihung findet am 24. September im Palacio de Formación y Congresos in Puerto del Rosario statt. Die Ausschreibung umfasst sechs Kategorien, darunter Innovation, nachhaltige Beschäftigung sowie Zugänglichkeit und Inklusion. Frühere Preisträger sind ausgeschlossen.
PAU: Mehr als 500 Teilnehmende auf Fuerteventura
Insgesamt 5.284 Studierende haben sich für die Universitätszugangsprüfungen der Universität Las Palmas de Gran Canaria vom 2. bis 5. Juni angemeldet. Auf Fuerteventura sind 423 Teilnehmende im Norden und 129 im Süden registriert. Die Prüfungen beginnen jeweils um 8.45 Uhr.
Die Ergebnisse sollen am 12. Juni veröffentlicht werden, die endgültigen Noten nach Überprüfung am 19. Juni. Die Universität bietet knapp 5.000 neue Studienplätze in 52 Studiengängen an, darunter einen Studiengang auf Fuerteventura. Neu angekündigt ist unter anderem Psychologie als Online-Studiengang.
Wohnrauminitiative aus Fuerteventura erhält Parlamentsunterstützung
Der Grupo Nacionalista Canario hat im Parlament eine Proposición No de Ley eingebracht, die auf Anregung der Jóvenes Nacionalistas de Fuerteventura entstand. Jana González Alonso erklärte im Plenum, der Zugang zu Wohnraum bleibe für viele junge Menschen auf den Kanarischen Inseln entscheidend.
Die Initiative sieht finanzielle Hilfe für den Eigenbau vor, gekoppelt an eine fünfjährige Wohnpflicht und ein Verbot von Ferienvermietungen. Gefördert werden sollen außerdem Cohousing-Modelle, Wohnbaugenossenschaften und industrielle Bauweisen. Die Vorlage verlangt zudem bessere Information über Hilfen, besonders über digitale Kanäle.
PP fordert staatliche Finanzierung für ELA-Gesetzgebung auf den Kanaren
Der Partido Popular hat im Parlament der Kanarischen Inseln eine Initiative zur Finanzierung der ELA-Gesetzgebung gestartet. Abgeordnete María Saavedra sagte, Betroffene der neurodegenerativen Krankheit und ihre Familien bräuchten dringend Unterstützung, weil die finanziellen und körperlichen Belastungen enorm seien.
Saavedra verwies darauf, dass etwa 20 Prozent der Euthanasie-Anträge in Spanien von ELA-Patienten stammten, und fragte nach dem Einfluss fehlender Hilfe. Für Fuerteventura nannte sie den Zugang zu spezialisierten Diensten als besondere Herausforderung und forderte ein interadministratives Gremium, wie es Verbände verlangen.
Kanarische Inseln steigern Weinexporte in Drittländer deutlich
Der kanarische Landwirtschaftsminister Narvay Quintero hat im Parlament Exportzahlen für Weinerzeugnisse des Archipels vorgestellt. Im vergangenen Jahr gingen 177.443 Liter ins Ausland, 74 Prozent davon in Drittländer außerhalb der Europäischen Union, vor allem in die USA.
Quintero hob die geschützten Herkunftsbezeichnungen DOP Islas Canarias und DOP Lanzarote hervor und nannte ein starkes Wachstum bei DOP Tacoronte Acentejo. Zur Förderung verwies er auf Messeauftritte und eine Handelsmission nach Japan. Seit Januar 2026 gilt Weintourismus zudem als offizielle touristische Aktivität.





