Fuerteventura erwartet starke Winde, die Polizei hat Haschisch an der Küste sichergestellt und die Inselverwaltung hat ihre Sportstrategie für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Starke Winde ab Donnerstag erwartet
Die Kanaren-Regierung hat eine Vorwarnung wegen starker Winde ab Donnerstag, 9. April, 0 Uhr ausgerufen. Sie stützte sich auf Angaben der staatlichen Wetteragentur und den Notfallplan für meteorologische Risiken. Für Lanzarote und Fuerteventura erwartete sie im Inselinneren Nordwestwind mit Böen bis 70 km/h, am Nachmittag teils mehr als 80 km/h. Die Notfalldirektion rief zu Selbstschutzmaßnahmen auf.
Mehr als zehn Kilogramm Haschisch in La Oliva sichergestellt
Die Ortspolizei von La Oliva hat am Samstag, 4. April, mehr als zehn Kilogramm Haschisch am Küstenstreifen sichergestellt. Ein Badegast hatte verdächtige Pakete in einem Abfalleimer entdeckt und die Beamten informiert. Bürgermeister Isaí Blanco lobte die Aufmerksamkeit der Bürger und bat, Auffälligkeiten weiter an die Sicherheitskräfte zu melden.
Sportstrategie eSPORTura25-35 für die nächsten zehn Jahre
Die Inselverwaltung hat die Strategie eSPORTura25-35 für die Sportplanung der nächsten zehn Jahre präsentiert. Vereine, Sportler und Verbände klärten im Centro Insular de Juventud Arbeitsfelder wie Infrastruktur, Digitalisierung und Schulsport. Präsidentin Lola García erklärte, Vereine und Schulen blieben zentrale Säulen des Sports auf Fuerteventura.
Sportbeauftragter Luis González sagte, die Strategie solle Ressourcen, Zeit und Vertrauen für Entwicklung schaffen. Die Verwaltung verwies auf die mehrjährige ADI-Förderung 2026 bis 2027 mit mehr als 6 Millionen Euro und kündigte an, weiteres Feedback für eine konsensbasierte Ausrichtung einzusammeln.
Pájara erweitert Wartung der Sportanlagen
Die Gemeinde Pájara hat einen Vertrag für Öffnung, Schließung, Reinigung und Wartung ihrer Sportanlagen vergeben und das Volumen auf 325.000 Euro erhöht. Geplant sind unter anderem Reparaturen an der Bewässerung und das Bürsten der Rasenflächen der Fußballfelder in Costa Calma und Morro Jable sowie der Austausch von Boilern.
Sportstadtrat José Benito Alonso sagte, die Erweiterung verbessere auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Bürgermeister Alejandro Jorge erklärte, der Vertrag laufe zwei Jahre und lasse sich um ein Jahr verlängern. Zudem sollten Wochenendöffnungszeiten ausgeweitet und weitere Anlagen perspektivisch einbezogen werden.
Geländer in Tarajalejo nach Sturmschäden gesichert
Die Inselverwaltung hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Tuineje die neue Geländeranlage an der Strandpromenade von Tarajalejo abgebaut und gesichert. Ein jüngster Sturm hatte Teile der Promenade beschädigt, der betroffene Abschnitt blieb gesperrt. Rund 70 Meter Geländer sollten so vor Verlust und Korrosion geschützt werden, bis Reparaturen erfolgen.
Die Geländerteile lagern in der Basis Süd des Programms "Fuerteventura, bonita por naturaleza". Der Dienst für Bau und Maschinen übergab die Verwahrung an das öffentliche Unternehmen Gestión y Planeamiento Territorial y Medioambiental, kurz Gesplan, das die Teile vor Salzschäden schützen soll.
Bürgerbeteiligung: Zusammenarbeit mit Gemeinden gestartet
Die Inselverwaltung hat mit den Gemeinden im Plenarsaal erste Ergebnisse des sozialen Anhörungsprozesses von "Fuerteventura Protagonista" vorgestellt. Präsidentin Lola García sagte, nur mit enger Abstimmung ließen sich Bürgeranliegen in konkrete Projekte übersetzen. Vertreter aus Pájara, Puerto del Rosario, Tuineje und Antigua nahmen teil.
Der zuständige Inselrat Víctor Alonso erklärte, das Projekt basiere auf einem stabilen, kollaborativen Modell der Bürgerbeteiligung. Von der Universität La Laguna erläuterten Vicente Zapata und Alexis Mesa Methodik und Ergebnisse, anschließend vertieften technische Workshops Vorschläge und prüften deren Machbarkeit.
Arbeitslosigkeit auf Fuerteventura leicht gesunken
Der Partido Popular auf Fuerteventura hat die Arbeitslosenzahlen für März positiv bewertet. Am Monatsende waren 5.647 Menschen arbeitslos gemeldet, das entsprach einem Minus von 0,1 Prozent zum Vormonat und 5,1 Prozent im Vergleich zu März 2025. Der PP hob besonders die Entwicklung bei den mehr als 45-Jährigen hervor.
Claudio Gutiérrez, Sprecher des PP im Cabildo von Fuerteventura, sagte, hinter den Zahlen stünden Familien, die wieder Ruhe fänden. Er verwies auf die Tourismus- und Arbeitsministerin der Kanaren, Jéssica de León, und führte die Entwicklung auf deren Arbeitsmarktpolitik zurück.
Coalición Canaria kritisiert Bürgermeister von Antigua
Coalición Canaria in Antigua hat Bürgermeister Matías Peña vorgeworfen, die Küstenregion zu vernachlässigen und Versprechen seit sieben Jahren nicht einzulösen. Die Partei erklärte, sie lehne künftige Projekte nicht ab, verlange aber, dass dringende Bedürfnisse von Anwohnern und Händlern endlich bearbeitet würden.
Die Stadträte forderten einen sofortigen Aktionsplan zur Instandhaltung bestehender Infrastruktur. Sie erinnerten daran, dass der Gemeinderat im November einstimmig einen Dringlichkeitsplan verlangt habe, und kritisierten fehlenden politischen Willen zur Umsetzung.
Balompédica de Antigua kurz vor dem Aufstieg
Die Fußballerinnen des Balompédica de Antigua haben Unterstützung aus dem Rathaus erhalten und standen kurz vor dem Aufstieg in die Preferente. Bürgermeister Matías Peña überreichte dem Team zusammen mit Sportstadtrat Samuel Torres den Goldenen Ball der Gemeinde und verwies auf den Titel als Regionalmeister Fuerteventura 2025.
Torres erklärte, die Mannschaft habe von zehn Spielen nur eines verloren und trete als geschlossenes Team auf. Als nächste Aufgaben nannte er das Heimspiel an diesem Donnerstag gegen La Oliva und bei einem Sieg das Finale am Samstag, den 18., gegen den CD Adassa auf Lanzarote.
Auszeichnung für Olivenöl von Fuerteventura
Aloe Vera Internacional aus Fuerteventura hat beim offiziellen Agrocanarias-Wettbewerb die Auszeichnung für das beste Olivenöl extra vergine der Kanaren erhalten. Prämiert wurde "Canary Oil" in der Variante arbequina hojiblanca. Die Jury verkündete das Ergebnis bei einer Veranstaltung auf Teneriffa, der Wettbewerb hatte am 18. und 19. März auf La Gomera stattgefunden.
Das Unternehmen arbeitet seit 30 Jahren im Aloe-Vera-Anbau und produziert seit zehn Jahren Olivenöl aus eigenen Plantagen. Die Organisatoren betonten, die prämierten Produkte dürften ein Jahr lang das offizielle Siegel tragen und würden in Aktionen des Kanarischen Instituts für Lebensmittelqualität, kurz ICCA, präsentiert.
POSEI-Agrarprogramm in Brüssel abgesichert
Die Kanaren-Regierung hat in Brüssel Rückendeckung für das Agrarprogramm POSEI im neuen EU-Finanzrahmen erreicht. Vizepräsident Manuel Domínguez vereinbarte mit EU-Agrarkommissar Christophe Hansen eine Änderung, die den Erhalt des Programms und höhere Mittel betonte. Das Dokument sollte am Donnerstag in der Haushaltskommission des Europäischen Parlaments verabschiedet werden.
Domínguez sagte, POSEI müsse als Instrument für ultraperiphere Regionen gesichert bleiben und die Mittel sollten bei den Regionen verwaltet werden. Er schätzte, die jährliche Ausstattung könne auf 300 Millionen Euro steigen, und verwies auf die Bedeutung für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung im ländlichen Raum der Kanarischen Inseln.
Pilotprojekt für psychosoziale Betreuung minderjähriger Migranten
Die kanarische Gesundheitsministerin Esther Monzón hat mit der Präsidentin von UNICEF Spanien, María Ángeles Espinosa, den Start eines Pilotprojekts zur psychosozialen Betreuung minderjähriger Migranten besprochen. Geplant sind zwei Einheiten auf den Hauptinseln mit Erst- und Folgeuntersuchungen, Therapieangeboten, Prävention und Schulungen für Fachkräfte.
Der Kanarische Gesundheitsdienst, kurz SCS, entwickelte das Projekt im Rahmen des Plans für psychische Gesundheit 2022 bis 2026, UNICEF initiierte es und das Ministerium finanziert es. Zudem liegt ein neues Protokoll zur Gesundheitsversorgung von Migrantenkindern vor, das unabhängig vom Status einen Versorgungsrahmen definiert.
Europäisches Sonnenteleskop auf La Palma vorangetrieben
Die Kanaren-Regierung hat den Bau des Europäischen Sonnenteleskops EST auf La Palma weiter vorangetrieben und eine Million Euro für Design, Instrumentierung und technologische Entwicklung bereitgestellt. Die zuständige Ministerin Migdalia Machín erklärte, die Inseln verfügten über natürliche Bedingungen und wissenschaftliches Talent, um in der Astrophysik führend zu bleiben.
Das Institut für Astrophysik der Kanaren, kurz IAC, leitet das Projekt, das hochauflösende Sonnenbeobachtung ermöglichen soll. Die Regierung verbindet damit qualifizierte Arbeitsplätze und Wissensübertragung in gesellschaftlich relevante Bereiche, etwa bei der Vorhersage von Weltraumwetter.







