Die archäologische Forschung in der El Tendal Höhle auf La Palma erhält durch neue Finanzmittel einen bedeutenden Schub. Die Universität von Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) bekommt 180.000 Euro für die nächsten zwei Jahre, um die Untersuchungen im archäologischen Komplex der San Juan Höhlen fortzuführen.
Worum es geht (TL;DR)
- ULPGC erhält 180.000 Euro für archäologische Forschung in der El Tendal Höhle auf La Palma.
- Das Projekt umfasst Forschung, Schutz und Kommunikation des bedeutenden archäologischen Gebiets.
- Die Initiative setzt Forschungen aus den 1980er Jahren fort und stärkt das Kulturerbemanagement.
Dieser Kooperationsvertrag mit dem Ministerium für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur soll systematische Forschungen in einem der bedeutendsten archäologischen Gebiete der Insel unterstützen. Bisher fanden dort nur sporadische Untersuchungen statt. Die gut erhaltenen archäologischen Schichten von El Tendal gelten als besonders vielversprechend.
Umfassendes Konzept für Schutz und Forschung
Migdalia Machín, Ministerin für Universitäten, Wissenschaft, Innovation und Kultur, erklärte, das Projekt gehe über reine Forschung hinaus. Es umfasse auch Schutz, Erhaltung und Förderung des Gebiets. Diese ganzheitliche Herangehensweise an das Kulturerbe habe sich bereits auf anderen Inseln bewährt.
Das Projekt gliedert sich in drei Hauptbereiche: Forschung, Standortanpassung und Kommunikation. Geplant sind Oberflächenprospektionen, Testgrabungen und umfassende Ausgrabungen, um das Wissen über die benahoaritische Gesellschaft zu vertiefen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die ULPGC verfügt über die notwendigen Ressourcen und Expertise für angewandte archäologische Forschung und den Erhalt des Kulturerbes. Die Universität ist in zahlreiche internationale und nationale Projekte eingebunden.
Fortsetzung früherer Forschungen
Das Abkommen setzt die in den 1980er Jahren von Dr. Juan Francisco Navarro und Dr. Ernesto Martín begonnene Forschung fort, die 2021 von einem neuen Team der ULPGC unter der Leitung von Dr. Jonathan Santana und Dr. Amelia Rodríguez wieder aufgenommen wurde. Finanziert durch den Europäischen Forschungsrat, untersucht das IsoCAN-Projekt die Isolation und Evolution ozeanischer Inseln mit Schwerpunkt auf die Besiedlung der Kanaren.
Mit diesem Abkommen positioniert sich La Palma als Vorreiter im Bereich des Kulturerbemanagements. Die Initiative unterstreicht das Engagement der Kanarenregierung für den Schutz und die Förderung des historischen Erbes des Archipels gemäß dem Gesetz 11/2019 über das Kulturerbe der Kanarischen Inseln.











