Die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Inseln haben sieben neue Masernfälle bestätigt. Damit stieg die Gesamtzahl seit dem Ausbruch am 20. Oktober auf La Palma auf 21. Fünf der neuen Fälle betreffen Erwachsene auf La Palma, zwei auf Gran Canaria – alle mit milden Symptomen.
Worum es geht (TL;DR)
- Sieben neue Masernfälle auf den Kanaren bestätigt, Gesamtzahl steigt auf 21 seit Oktober.
- Alle Betroffenen zeigen milde Symptome, Gesundheitsbehörden führen Kontaktverfolgung durch.
- Gesundheitsamt empfiehlt zwei MMR-Impfdosen, besonders für nach 1978 Geborene ohne Impfnachweis.
Aktuelle Lage auf den Kanarischen Inseln
Alle Betroffenen zeigen milde Symptome und erholen sich ohne Komplikationen. Die sieben neuen Fälle wurden durch fortlaufende Kontaktverfolgung und Überwachungsmaßnahmen identifiziert.
Der Ausbruch begann mit drei Fällen: einem indexierten Fall im Impfalter (über 12 Monate), einem Gesundheitsarbeiter und einem ungeimpften Säugling, die sich mit dem Indexfall in einem geschlossenen Raum aufhielten. Weitere Nachverfolgungen bestätigten zusätzliche verknüpfte Fälle, darunter einen zuvor gemeldeten auf Teneriffa.
Reaktion der Gesundheitsbehörden
Die Gesundheitsbehörden haben in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsdiensten von La Palma Protokolle zur Bewertung, Überwachung und Kontaktkontrolle aktiviert, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Kontaktverfolgung für alle Personen, die Kontakt mit bestätigten Fällen hatten, läuft weiter.
Statistik der Masernfälle 2024 und 2025
Im Jahr 2024 meldeten die Kanarischen Inseln sieben Masernfälle, davon fünf importiert oder importbezogen und zwei unbekannter Herkunft. Im Jahr 2025 gab es bisher zwei Fälle – einen importierten und einen unbekannten – sowie zwei milde impfbezogene Fälle.
Impfempfehlungen für die Bevölkerung
Das Gesundheitsamt betont die Wichtigkeit, beide Dosen des Masernimpfstoffs wie geplant zu erhalten:
Erste Dosis mit 12 Monaten
Zweite Dosis mit 3 Jahren
95 % der kanarischen Bevölkerung sind im ersten Lebensjahr ordnungsgemäß geimpft
Personen, die nach 1978 geboren wurden und weder Masern hatten noch zwei dokumentierte Dosen des MMR-Impfstoffs erhielten, wird geraten, sich impfen zu lassen.
Anforderungen für Gesundheitspersonal
Medizinisches Personal muss sicherstellen, dass es ordnungsgemäß immunisiert ist, da es einem höheren Expositionsrisiko ausgesetzt ist und in früheren Ausbrüchen eine Rolle spielte.
Prävention und Kontrolle der Masern
Das Masernvirus ist hoch ansteckend und verbreitet sich durch:
Luftgetragene Tröpfchen
Direkten Kontakt mit Nasen- oder Rachensekreten
Kann bis zu zwei Stunden in der Luft infektiös bleiben
Infizierte Personen sind von vier Tagen vor bis vier Tagen nach Auftreten des Ausschlags ansteckend. Eine Impfung innerhalb von 72 Stunden nach der Exposition kann die Krankheit verhindern oder deren Schwere verringern.
Masern in Spanien: Internationaler Kontext
Spanien wurde 2017 als frei von endemischer Masernübertragung erklärt. Jüngste Berichte zeigen jedoch 142 Fälle in elf autonomen Gemeinschaften, alle importiert oder mit importierten Fällen verbunden, wobei acht aktive Ausbrüche untersucht werden.
Für weitere Informationen über den Impfstatus oder Bedenken sollten sich Bewohner an ihr örtliches Gesundheitszentrum wenden.











