Der offizielle Diskurs auf den Kanarischen Inseln untergräbt das Vertrauen in das Adoptionssystem. Statt Klarheit zu schaffen, entsteht der Eindruck, Adoption sei ein geschlossenes Feld – obwohl in Wirklichkeit technische Ressourcen fehlen.
Worum es geht (TL;DR)
- Die kanarische Regierung behauptet, es gebe keine Minderjährigen zur Adoption – eine verzerrte Darstellung.
- Personalmangel in Las Palmas verzögert Eignungsbewertungen und führt zu Bearbeitungsstau bei Adoptionsverfahren.
- Das System benötigt eine grundlegende Umstrukturierung und klare politische Entscheidungen zum Kinderschutz.
Aussagen der Regierung sorgen für Verwirrung
Die Behauptung der kanarischen Regierung, es gebe "keine Minderjährigen zur Adoption", verzerrt die Realität und schadet dem Verständnis des Schutzsystems. Tatsächlich gibt es adoptierbare Kinder, auch wenn ihre Zahl gesunken ist. Adoption bleibt eine Maßnahme, wenn eine Familienzusammenführung nicht möglich ist.
Es gibt Kinder, die rechtlich zur Adoption freigegeben sind oder sich in diesem Prozess befinden. Die Verwaltung kennt diese Fakten. Umso überraschender ist es, dass die öffentliche Kommunikation diese Realität leugnet.
Personalmangel verzögert Verfahren
Ein zentrales Problem ist der Mangel an Fachpersonal, besonders in der Provinz Las Palmas. Seit 2023 wurden Pensionierungen nicht ersetzt, das Personal nicht an neue Aufgaben angepasst. Dies führt zu Verzögerungen bei der Eignungsbewertung und einem Bearbeitungsstau – nicht wegen fehlender adoptierbarer Kinder.
Die Verantwortung auf die angebliche Nichtexistenz von Kindern zu schieben, statt die Notwendigkeit zur Verstärkung der Dienste anzuerkennen, ist unehrlich. Familien haben das Recht, ihr Interesse an Adoption zu bekunden und in angemessener Zeit bewertet zu werden.
Transparenz und klare Entscheidungen nötig
Der offizielle Diskurs sollte Klarheit schaffen und die strukturellen Probleme offenlegen. Es gibt wenige adoptierbare Kinder, ihre Situation ist komplex, und das System benötigt eine grundlegende Umstrukturierung. Kinder zu schützen erfordert klare, verantwortungsvolle und mutige politische Entscheidungen.











