Am Sonntag versammelten sich zahlreiche Anwohner in Melenara, um gegen die Verschmutzung der Küste von Gran Canaria zu protestieren. Die Verunreinigung hat bereits zur Schließung mehrerer Strände geführt. Die Bewohner erklärten, dass sich die anfängliche Verschmutzung zweier Strände zu einer echten Bedrohung entwickelt habe, die sich still entlang der Küste ausbreite.
Worum es geht (TL;DR)
- Anwohner protestieren in Melenara gegen Verschmutzung, die zur Schließung mehrerer Strände führte.
- Demonstranten fordern sofortige Entfernung der Meereskäfige und Einrichtung eines Krisenstabs.
- Umweltstaatsanwaltschaft untersucht illegale Schwefelwasserstoffeinleitung als mögliche Ursache für Fischsterben.
Demonstration fordert Maßnahmen gegen Küstenverschmutzung
Die Demonstration begann um 11.00 Uhr mit einem Banner, das "Kontaminierte Strände, keine Meereskäfige" verkündete. Während des Marsches skandierten die Teilnehmer Parolen wie "Das Meer ist nicht käuflich, es muss verteidigt werden" und "Keine Käfige".
Die Anwohner erklärten in ihrem Manifest, dass die trüben Wasser, der Geruch von verrottetem Fisch und die ölige Schicht auf dem Wasser Symptome eines industriellen Landwirtschaftsmodells seien, das den Respekt vor der Umwelt verloren habe.
Forderungen der Anwohner von Gran Canaria
Sie betonten, dass die Meereskäfige vor Telde das Wasser verschmutzten, während Strände geschlossen blieben und die Behörden untätig zusähen. Am Sonntag forderten sie die sofortige Entfernung der Meereskäfige und eine transparente Überprüfung des Umweltverträglichkeitsberichts des Projekts.
Die Anwohner verlangten die Einrichtung eines Krisenstabs, der die Bürger anhört und dringend handelt, um die Gesundheit über wirtschaftliche Interessen zu stellen. Zudem solle eine Notsituation ausgerufen werden, um die Strände zu säubern.
Ermittlungen der Umweltstaatsanwaltschaft Las Palmas
Die Umweltstaatsanwaltschaft der Provinz Las Palmas untersucht die Verschmutzung der Küste von Gran Canaria. Eine Untersuchung wurde am 17. Oktober eingeleitet, nachdem die Betreiberfirma der Meereskäfige eine Beschwerde wegen eines massiven Fischsterbens eingereicht hatte.
Die Staatsanwaltschaft beauftragte die Seprona-Einheit der Guardia Civil mit der Ermittlung der Ursache und des Verursachers der Verschmutzung. Anfang November alarmierte ein großes, gelbliches und übelriechendes Vorkommen im Meer die Behörden und führte zur Schließung mehrerer Strände.
Antonio Morales, Präsident des Cabildo von Gran Canaria, erklärte am 10. November, dass theoretisch eine illegale Schwefelwasserstoffeinleitung die Ursache für das Fischsterben sei. Eine Analyse der kontaminierten Gewässer stehe noch aus.











