Eine kommerzielle Mission nach Dajla löst in der kanarischen Gesellschaft Besorgnis aus. Die Initiative fördert Investitionen in ein Gebiet, das die Vereinten Nationen als illegal besetzt einstufen. Ziel ist es, einen Hafen zu entwickeln, der direkt mit dem Port of La Luz und Las Palmas konkurrieren soll – wichtige wirtschaftliche Motoren des Archipels.
Worum es geht (TL;DR)
- Kommerzielle Mission nach Dajla fördert Investitionen in ein von der UN als illegal besetzt eingestuftes Gebiet.
- Geplanter Hafen mit 1,3 Milliarden Euro soll direkt mit kanarischen Häfen konkurrieren.
- Internationale Organisationen warnen vor rechtlichen Risiken für kanarische Unternehmen in besetztem Gebiet.
Der Präsident des Cabildo von Gran Canaria äußerte Bedenken gegen diese Mission, die PROEXCA in Zusammenarbeit mit FEDEPORT organisierte. Er sieht darin ein wirtschaftliches, politisches und reputationsbezogenes Risiko, das nicht ignoriert werden darf. Der Hafen von Dajla soll eine bedeutende internationale Logistikplattform werden, die strategische Güter- und Containerströme anzieht. Geplant ist eine Investition von 1,3 Milliarden Euro.
Kanarische Häfen fürchten unfairen Wettbewerb
Die Regierung der Kanarischen Inseln ermutigt lokale Hafenunternehmen, sich in einem Gebiet zu etablieren, das mit dem eigenen Logistiksystem konkurriert. Unternehmer im Hafenbereich betonen, dass Dajla mit niedrigeren Tarifen und weniger strengen Umweltauflagen operieren wird – ein ungleicher Wettbewerb. Es sei absurd, den Konkurrenten zu stärken.
Der Ausbau von Marokkos Hafen-, Fischerei-, Agrar- und Energiesektoren zeigt ein klares Muster. Wo die Kanaren strategisch stark sind, initiiert das Alawiten-Königreich parallele Projekte. Die Förderung von Investitionen in Dajla unterstützt Marokkos Strategie, Fakten vor Ort zu schaffen, um die Besetzung zu festigen.
Völkerrechtliche Bedenken und strategische Fehler
Internationale Organisationen warnen vor rechtlichen Risiken für kanarische Unternehmen, die sich in einem besetzten Gebiet engagieren. Analysten kritisieren die Verantwortungslosigkeit spanischer Institutionen, die Aktivitäten in einem Gebiet unterstützen, dessen Souveränität nicht bei Marokko, sondern beim saharauischen Volk liegt.
Die kanarische Regierung muss eine verantwortungsvolle Außenpolitik verfolgen, die mit dem Völkerrecht im Einklang steht und die Interessen der Inseln schützt. Die Förderung von Dajla ist ein strategischer Fehler, den sich die Kanaren nicht leisten können.











