Gran Canaria investiert Milliardenbeträge ins Wassermanagement, treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und bereitet sich auf Calima vor. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen auf der Insel.
Las Palmas investiert 857 Millionen Euro in Wasserprojekte bis 2033
Las Palmas de Gran Canaria hat mehr als 857 Millionen Euro in die Wasserbewirtschaftung investiert. Die Stadtverwaltung erklärte, sie habe den Wasserkreislauf an extremere klimatische Bedingungen angepasst und die Versorgung unter allen Umständen abgesichert.
Bürgermeisterin Carolina Darias und Stadtrat Francisco Hernández Spínola besuchten dafür Wasserinfrastruktur in Lugo und tauschten sich mit Bürgermeister Miguel Fernández sowie Emalsa-Vertretern wie Mauricio Roque aus. Emalsa verwaltet den integrierten Wasserkreislauf der Hauptstadt und plant bis zu 18 neue Sturmwassertanks, um Starkregen besser zu steuern und Meeresentladungen zu vermeiden.
Erneuerbare Energien: Gran Canaria erreicht 440 Megawatt installierte Leistung
Gran Canaria hat die installierte Leistung erneuerbarer Energien in zehn Jahren auf 440 Megawatt erhöht. Der Inselrat für Energie (CIEGC) erklärte zum zehnjährigen Bestehen, die Insel trage 47 Prozent zur erneuerbaren Erzeugung der Kanarischen Inseln bei, obwohl sie nur 38 Prozent ihres Bedarfs decke.
Cabildo-Präsident Antonio Morales, Umwelt- und Energie-Ressortchef Raúl García Brink sowie Energiedirektor Alexis Lozano verwiesen auf die Öko-Insel-Strategie seit 2015 und auf wachsende Bürgerbeteiligung beim Eigenverbrauch. Die Inselverwaltung setzt zugleich auf Energiespeicherung und nennt Salto de Chira mit 200 Megawatt als Schlüsselprojekt. Die Agenda bis 2030 sieht 60 bis 70 Prozent erneuerbare Energie vor.
Calima-Vorwarnung für Gran Canaria und alle Kanarischen Inseln
Die Kanaren-Regierung hat eine Vorwarnung wegen Calima für alle Inseln ausgesprochen. Die Generaldirektion für Notfälle stützte sich dabei auf Angaben der staatlichen Wetteragentur Aemet und den Notfallplan PEFMA.
Die Regionalregierung teilte mit, das Ereignis habe am Donnerstag eingesetzt und sich in den mittleren Höhenlagen und Bergregionen von Gran Canaria verstärkt. Sie warnte vor eingeschränkter Sicht und möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, besonders für Menschen mit chronischen oder Atemwegserkrankungen, und erwartete eine mögliche Dauer bis zum Wochenende.
20 Prozent sauberer Energie auf den Kanaren bleiben ungenutzt
Die Kanaren haben nach Angaben von Mariano Hernández Zapata 20 Prozent erzeugter sauberer Energie nicht genutzt. Der Minister für den ökologischen Übergang sagte in einem Interview, das Stromsystem sei nicht ausreichend angepasst, sodass Energie weder ins Netz eingespeist noch gespeichert werden konnte.
Hernández Zapata erklärte, der Anteil erneuerbarer Energien liege bei etwa 22 Prozent, während fast 80 Prozent der Produktion auf fossilen Brennstoffen basierten. Er verwies auf eine nationale Ausschreibung für Ausrüstung, auf nötige Modernisierungen alter Kraftwerke und auf große Pumpspeicherprojekte auf Gran Canaria und Teneriffa, darunter Chira Soria, das zwischen 2028 und 2029 fertig werden soll.
Diego Tornel ist erster Kanarier mit Spaniens bestem Sommelier-Titel
Diego Tornel hat beim Salón Gourmets in Madrid den Titel des besten Sommeliers Spaniens 2026 gewonnen. Der Sommelier der Lopesan-Gruppe sagte gegenüber Por Fogones de Canarias, er sei stolz auf die Anerkennung für Gran Canaria und die Kanaren und habe im Wettbewerb seine Nerven kontrolliert.
Begleitet wurde Tornel von David Ghosn, dem Präsidenten der Sommelier-Vereinigung der Kanaren, der den Erfolg als historischen ersten Sieg für den Archipel bezeichnete. Ignacio B. de Quirós, Betriebsleiter bei Lopesan, erklärte, die Auszeichnung unterstreiche das Engagement des Unternehmens für Fachkräfte und Gastronomie.
UD Las Palmas kämpft gegen Leganés um wichtige Punkte im Abstiegskampf
UD Las Palmas hat am Wochenende gegen Leganés gespielt und um den Klassenerhalt gekämpft. Beide Teams konnten sich keine Fehler leisten, weil Las Palmas knapp über der Abstiegszone stand und Leganés dicht folgte.
Las Palmas analysierte die eigenen Leistungen und blieb wegen Inkonstanz unter Druck, während eine stabile Defensive als Schlüssel galt. Die Fans sorgten für eine mitreißende Atmosphäre, die die Mannschaft zusätzlich antrieb.
Kanarische Küche: Fünf Restaurants zeigen Vielfalt auf Gran Canaria
Mehrere Restaurants zeigen die Vielfalt der kanarischen Küche mit traditionellen und modernen Ansätzen. Auf Gran Canaria nennt der Beitrag Camino al Jamonal in Las Palmas de Gran Canaria mit ropa vieja und Kartoffelsalat sowie das Asador La Pasadilla in Ingenio, das für Ziegenfleisch in Sauce und Eintöpfe bekannt ist.
Als weitere Beispiele führt der Text El Padrino in Las Coloradas mit Fischgerichten wie sancocho an und ergänzt Stationen auf Teneriffa und Lanzarote. Die Auswahl beschreibt die kanarische Küche als kulturelles Erbe, das je nach Insel und Betrieb unterschiedlich interpretiert wird.





