Gran Canaria beschäftigt derzeit ein umstrittener Immobilienkauf in Mogán, der Streit um Mietbremsen in Las Palmas de Gran Canaria, neue Eurofighter auf der Insel und weitere Entwicklungen.
Mogán kauft Betonstruktur für 1,59 Millionen Euro
Die Gemeinde Mogán hat 2024 eine Betonstruktur für 1,59 Millionen Euro erworben – mit dem Ziel, sozialen Wohnungsbau zu ermöglichen. Verkäufer war Hoteles Nuevo Milenio, ein Immobilienunternehmen mit mehr als einer Million Euro Schulden und nur einem Mitarbeiter. Der Kaufvertrag enthielt geschwärzte Zahlen, darunter den früheren Kaufpreis. Unternehmer Juan Manuel Pérez León erklärte, die Firma habe das Objekt 2022 für lediglich 425.000 Euro erworben. Bürgermeisterin Onalia Bueno und ihre Stadtregierung verteidigten den Kauf.
PSOE kritisiert Clavijo wegen Wohnungsnot in Las Palmas
Die PSOE hat Kanaren-Präsident Fernando Clavijo wegen der Wohnungsnot in Las Palmas de Gran Canaria angegriffen. Clavijo hatte sich geweigert, die Stadt als angespannte Wohnzone einzustufen. Sebastián Franquis, Sprecher der sozialistischen Parlamentsgruppe, warf der Regierung aus Coalición Canaria und Partido Popular vor, private Interessen über das Recht auf Wohnen zu stellen. Eine Einstufung nach dem nationalen Wohnungsgesetz könne steigende Mieten bremsen, so Franquis. Er forderte zudem ein Register großer Vermieter und verwies darauf, dass 14 Prozent der Wohnungen großen Eigentümern gehören.
Eurofighter seit 26. Juni auf Gran Canaria stationiert
Spanien hat Eurofighter zur Sicherung des kanarischen Luftraums nach Gran Canaria verlegt. Die ersten Maschinen trafen am 26. Juni ein. Die Stationierung ist Teil einer Initiative des Verteidigungsministeriums und reagiert auf Spannungen in Nordafrika. Die Jets sollten kurz nach der Ankunft einsatzbereit sein und als Abschreckung dienen. Anwohner müssen mit mehr Flugbewegungen rechnen; die Behörden kündigten Maßnahmen gegen Störungen an. Darüber hinaus werden wirtschaftliche Impulse durch Wartung und Unterstützungsbetrieb erwartet.
Frau nach Beinahe-Ertrinken am Playa del Inglés reanimiert
Rettungskräfte haben eine 50-Jährige nach einem Beinahe-Ertrinken am Playa del Inglés reanimiert. Der Notruf ging am Mittwoch um 15.45 Uhr bei CECOES 1-1-2 ein. Rettungsschwimmer des Roten Kreuzes begannen sofort mit der Wiederbelebung, der kanarische Notfalldienst SUC setzte sie fort. Nach erfolgreicher Reanimation flog ein SUC-Hubschrauber die Frau in kritischem Zustand ins Hospital Universitario Insular de Gran Canaria. Feuerwehr aus San Bartolomé de Tirajana, Nationalpolizei, Ortspolizei und Zivilschutz unterstützten den Einsatz.
Motorradfahrer in Ingenio schwer verletzt
Ein 56-jähriger Motorradfahrer hat sich bei einem Unfall in Ingenio schwer verletzt. Der Zusammenstoß mit einem Auto ereignete sich am Mittwoch gegen 16.30 Uhr auf der Avenida de América. CECOES 1-1-2 koordinierte den Einsatz; Rettungskräfte stabilisierten den Mann vor Ort. Ein Krankenwagen des kanarischen Notfalldienstes SUC brachte ihn ins Hospital Universitario Insular de Gran Canaria. Die örtliche Polizei sicherte die Unfallstelle und nahm die Ermittlungen auf.
UD Las Palmas verpasst Aufstieg nach torlosen Remis in Málaga
UD Las Palmas hat den Aufstieg nach einem torlosen Remis bei Málaga verpasst. Das Spiel im Stadion La Rosaleda blieb trotz Chancen ohne Treffer. Starke Heimauftritte standen auswärtigen Schwächen gegenüber, die letztlich entscheidend waren. Für die kommende Saison plant der Klub eine Neuaufstellung mit gezielten Verstärkungen und einer Bewertung der Spielerleistungen. Junge Talente hätten dabei Potenzial gezeigt.
Panini-Sticker zur WM sorgen in Las Palmas für Engpässe
Panini-Sticker zur Fußball-Weltmeisterschaft haben in Las Palmas de Gran Canaria einen Run auf den Handel ausgelöst. Seit zwei Wochen melden Händler fehlende Ware. Judith, Mitarbeiterin eines Basars, berichtete von rationiertem Verkauf mit fünf Packs pro Person und einer Warteliste für das Album. Andere Läden verkauften nach einer Lieferung 500 Packs in zwei Stunden. Panini bestätigte den Bestandsmangel; Generaldirektor Lluis Torrent kündigte Nachschub in zwölf bis 15 Tagen an.
Kanaren-Parlament stärkt Inselverwaltungen mit Cabildo-Reform
Das Kanaren-Parlament hat die Reform des Cabildo-Gesetzes beschlossen. Sie passt den Rechtsrahmen an das geänderte Autonomiestatut an. Die Reform vereinfacht das Transparenzverfahren von 22 auf vier Artikel und benennt das Cabildo von Lanzarote offiziell als Lanzarote und La Graciosa. Eingebracht hatte den Text die Federación Canaria de Islas; alle Fraktionen stimmten zu, mit Ausnahme von Vox. Paula Jover von Vox forderte eine Rezentralisierung, während andere Abgeordnete die Modernisierung und den Bürokratieabbau betonten.






