Die spanische Polizei hat ein bedeutendes Kokain-Schmuggelnetzwerk zerschlagen. Die Organisation, die sich auf den Import großer Mengen Kokain spezialisiert hatte, operierte vor allem im Süden von Gran Canaria.
Der Kanarier José „El Buque“ wurde von der Guardia Civil und der Nationalpolizei verhaftet, nachdem er sich freiwillig gestellt hatte. Dies führte zur Zerschlagung eines der aktivsten Drogenhandelsnetzwerke in Spanien. Insgesamt wurden 17 Personen festgenommen und 23 Durchsuchungen durchgeführt.
Festnahme von „El Buque“ auf Gran Canaria erschüttert Drogenhandel
Der Regierungsdelegierte der Kanarischen Inseln, Anselmo Pestana, erklärte, dass „El Buque“ sich aufgrund des Drucks der laufenden Ermittlungen der Polizei gestellt habe. Diese Ermittlungen führten zu „bedeutenden“ Festnahmen.
In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die Nationalpolizei und die Guardia Civil die Festnahme des Anführers als „hochwertiges Ziel“ für europäische Strafverfolgungsbehörden. Die mehr als einjährige Untersuchung endete mit der Verhaftung aller Mitglieder der kriminellen Organisation wegen Drogenhandels und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Entführung von Familie „El Buques“ sorgt für Aufsehen
Im März 2025 war „El Buque“ in einen Entführungsfall verwickelt, bei dem seine Frau und sein Kind aus ihrer Luxusvilla in El Salobre, im Süden von Gran Canaria, entführt wurden.
Das zerschlagene Netzwerk, das angeblich von „El Buque“ geleitet wurde, war bekannt für seine Fähigkeit, große Mengen Kokain per Schiff nach Spanien zu schmuggeln. Die Gruppe nutzte „raffinierte Methoden“, um die Drogen zu verbergen, wobei die Lieferungen oft mehrere Tonnen wogen. Bei der Operation konnten die Behörden etwa 100 Kilo Kokain und weitere 100 Kilo Haschisch nach zwei Verfolgungsjagden auf hoher See beschlagnahmen.
Ermittlungen führen zu umfassenden Beschlagnahmungen
Insgesamt wurden 24 Boote beschlagnahmt und 17 Personen festgenommen, vor allem in Las Palmas de Gran Canaria sowie auf den Inseln La Gomera und Fuerteventura.
Bei den 23 Durchsuchungen in verschiedenen Gerichtsbezirken in Las Palmas de Gran Canaria und La Gomera beschlagnahmten die Beamten erhebliche Bargeldmengen und 14 Immobilien, die nun dem Nationalgericht übergeben wurden. Zudem wurden 38 Fahrzeuge sowie umfangreiches Computer- und Dokumentationsmaterial für weitere Analysen sichergestellt.
Die Ermittlungen wurden vom Zentralen Ermittlungsgericht Nummer 6 geleitet, unterstützt von der Anti-Drogen-Sonderstaatsanwaltschaft des Nationalgerichts. Diese Operation erhielt auch Unterstützung von der NCA (National Crime Agency des Vereinigten Königreichs), der DEA (Drug Enforcement Administration der USA), EUROPOL, MAOC-N (Maritime Analysis and Operations Centre for Drug Trafficking) und CITCO (Intelligence Centre against Terrorism and Organised Crime).
Alle beteiligten Institutionen waren „entscheidend“ bei der Verfolgung der transnationalen Bewegungen der Organisation und der Abhörung ihrer Kommunikation während kritischer Phasen der Untersuchung.











