Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine umfassende Untersuchung zur Anpassung der Küsten an den Klimawandel gestartet. Dabei hat das Ministerium für Ökologische Transition eine Messkampagne entlang der Küste von Puerto del Rosario bis zum Industriegebiet Las Salinas auf Fuerteventura initiiert. Ziel ist es, Maßnahmen zur Anpassung an den steigenden Meeresspiegel und die Küstenerosion zu entwickeln.
Für die Bewertungen in sechs Regionen der Kanarischen Inseln wurde ein Budget von 111.300 Euro bereitgestellt. Das Gesamtprojekt, AdaptaCost6, umfasst eine Investition von 2.317.300 Euro, wie in einer Regierungserklärung bekannt gegeben wurde.
Fuerteventura: Submarine Kartierung liefert wichtige Daten
Im Rahmen dieser Operation wurde eine detaillierte Unterwasserkartierung eines 3,7 Millionen Quadratmeter großen Gebiets mit einer Auflösung von 0,25 Metern erstellt. Zudem wurden Sedimentproben entnommen, um die Textur und Eigenschaften des Untergrunds zu analysieren.
Mariano Hernández Zapata, der Minister für Ökologische Transition und Energie, betonte, dass „Puerto del Rosario ein strategisch wichtiger, aber auch anfälliger Ort ist, der den Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt ist, da hier kritische Infrastrukturen wie das Wärmekraftwerk und die Entsalzungsanlage mit Wohngebieten wie El Charco zusammentreffen.“
Er fügte hinzu: „Hochpräzise wissenschaftliche Informationen ermöglichen es uns, Risiken vorherzusehen, Unsicherheiten zu verringern und effektive Anpassungslösungen zu entwerfen, die die Sicherheit der Bevölkerung und wesentlicher Dienstleistungen in den kommenden Jahrzehnten gewährleisten.“
Wissenschaftliche Daten unterstützen zukünftige Planungen
Zusätzlich erinnerte er daran, dass die gesammelten Daten die Entwicklung von hochauflösenden Klimaszenarien für 2050 erleichtern werden. Diese Szenarien simulieren verschiedene Überschwemmungs- und Erosionssituationen und bilden die Grundlage für die Priorisierung und Dimensionierung von Anpassungsmaßnahmen im Rahmen der Küstenresilienzstrategie der Kanarischen Inseln.
Die Arbeiten wurden von ECOS, Environmental Studies and Oceanography, durchgeführt, die von Tragsatec, der für die Koordination des AdaptaCost6-Projekts zuständigen Einrichtung, beauftragt wurden.
Feldkampagnen von Juni bis August 2025 durchgeführt
Die Feldkampagnen fanden von Juni bis August 2025 statt und nutzten Mehrstrahl-Echolotung, inertiale Navigation und Bewegungskompensationstechniken, um die Präzision der Ergebnisse sicherzustellen.
Die Untersuchung von Puerto del Rosario ist Teil der AdaptaCost6-Initiative, die insgesamt sechs Küstengebiete auf den Kanarischen Inseln umfasst, darunter Fuerteventura, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote.











